von Albyeti am 07.06.2004, 16:50
Infos zu Minze!
Minze w, Mentha, über die Nordhalbkugel und Australien verbreitete, insbesondere im Mittelmeerraum und Vorderasien heimische Gattung der Lippenblütler mit rund 20, durch häufige Bastardierung zum Teil sehr formenreichen Arten. Ausdauernde, Ausläufer bildende, stark aromatisch duftende Kräuter mit kreuzgegenständigen, breiteiförmigen bis lanzettlichen, am Rande gekerbten bis gesägten Blättern und zahlreichen, in blattachselständigen, oft kopfig oder ährenförmig zusammengedrängten Scheinquirlen stehenden, kleinen Blüten. Blütenkrone meist blaßrötlich bis violett, mit kurzer Röhre und nahezu radiärem, 4spaltigem Saum. Die 4 Staubblätter ragen oft über die Kronröhre hinaus. In Mitteleuropa zu finden sind vor allem die Acker-Minze, Mentha arvensis (in Naßwiesen und den Unkrautfluren feuchter Äcker), die Wasser-Minze, Mentha aquatica (in Röhricht- und Großseggen-Gesellschaften, an Ufern und Gräben, in nassen Wiesen, Wäldern und Gebüschen) sowie die Roß-Minze, Mentha longifolia (in Pioniergesellschaften an Ufern, in Naßwiesen, an Gräben usw.). In Gärten kultiviert wird die aus dem westlichen Mittelmeerraum stammende, gelegentlich auch verwilderte Grüne Minze oder Ähren-Minze (Mentha spicata) sowie die Pfefferminze, Mentha piperita (vgl. Abb. und B Kulturpflanzen VIII), ein steriler, sich durch Ausläufer vermehrender Bastard zwischen Mentha aquatica und Mentha spicata. Verschiedene Arten der Minze wurden schon im Altertum als Gewürzpflanzen und Heilpflanzen geschätzt (vgl. Infobox).
N.D.
Polei-Minze Polei-Minze, Mentha pulegium, von Westeuropa bis Vorderasien und Nordafrika verbreitete Art der Gattung Minze; Ausläufer treibende, minzartig duftende Staude mit ovalen Blättern und kleinen blaßlila Lippenblüten in blattachselständigen Scheinquirlen. Die an feuchten Standorten anzutreffende, bisweilen als Zierpflanze kultivierte Polei-Minze diente früher als Heilpflanze, gilt jedoch als giftig, da ihr etherisches Öl zu 80-90% aus Pulegon (einem MonoMinzeterpen) besteht, dem eine zentral lähmende Wirkung zugeschrieben wird.
Größte Bedeutung als Gewürz- und Heilpflanze besitzt heute die in vielen Ländern der Erde in einer Vielzahl von Sorten angebaute Pfefferminze (Mentha piperita; vgl. Abb.). Ihre Blätter werden frisch als Gewürz für Soßen (mint sauce) und Salate verwendet, während sie getrocknet zur Zubereitung von Tee dienen. Das durch Wasserdampf-Destillation aus den Drüsenhaaren der Blätter und des Stengels gewonnene, stark duftende, etherische Pfefferminzöl enthält zwischen 50 und 86% 1-Menthol (Pfefferminzcampher), 7-25% Menthon sowie Menthenon, Cineol, Terpene, Terpenalkohole und -aldehyde. Seine Menge und Zusammensetzung hängen jedoch stark von Klima, Standort und Erntezeit ab. Pfefferminzöl wird wegen seines erfrischenden Geruchs und Geschmacks vor allem zur Aromatisierung von Mundpflegemitteln (Zahnpasta, Mundwasser usw.), Genußmitteln (Likör, Tabak, Schnupftabak usw.), Bonbons und Kaugummi sowie Arzneimitteln verwendet. In der Heilkunde wird die antiseptische, stark spasmolytische, gallentreibende sowie antidiarrhoische Wirkung der Pfefferminze vor allem zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege sowie der Verdauungsorgane genutzt.
Außer der Pfefferminze wird, vor allem in Japan, auch die sog. Japanische Minze (Mentha arvensis var. piperascens) angebaut. Insbesondere in Nordamerika, England und Südeuropa wird auch die Krause Minze, Mentha spicata var. crispa (spearmint), kultiviert. Ihr mentholfreies etherisches Öl findet u.a. als Geschmacksstoff für Kaugummis Verwendung.
Viele biologische Grüße
Siegbert (Albyeti)
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Alles wird gut...wenn man`s richtig macht.
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Albyeti am 2004-06-07 19:11 ]</font>