von Gast am 13.06.2003, 06:16
Hallo Brigittel!
Hab mal was über die Pflanze rausgesucht:
Noch heute wird Stevia in Südamerika nicht nur zum Süßen von Tee und Speisen verwendet, sondern auch als Tonikum verschrieben und verabreicht, um die Verdauung zu fördern, den Blutzucker zu harmonisieren, Müdigkeit und Erschöpfung zu bekämpfen, Übergewicht abzubauen, bei Pilzbefall zu helfen und den Blutzuckerspiegel von Diabetikern zu normalisieren. Äußerlich wird Stevia verwendet, um Haut und Haare jugendlich und schön zu erhalten.
Bei soviel Gesundheit mag man kaum glauben, daß Stevia auch noch gut, nämlich süß schmeckt. Und wie! Das Stevia-Blatt ist 10- bis 20-mal so süß (und als weißer Steviosid-Auszug 300mal süßer) als Zucker. Kein Wunder also, daß Stevia, diese uralte Indianerpflanze, langsam aber sicher den Süßmittelmarkt weltweit erobert.
Stevia rebaudiana Bertoni, bekannt als Stevia oder Honigblatt, ist im nordöstlichen Paraguay und angrenzenden Gebieten Brasiliens beheimatet und wurde zuerst im Tal des Monday Flusses im Nordosten Paraguays gefunden. Ursprünglich wächst diese mit Astern und Chrysanthemen verwandte Pflanze im Gebiet der Amambai-Bergkette zwischen Paraguay und Brasilien. Hier gedeiht diese kleine Staude im sandigen Boden des Hochlandes und erreicht voll ausgewachsen eine Höhe von bis zu einem Meter.
Süßmittel der Indianer
Die Guarani- und Mato Grosso-Indianer nutzen Stevia schon seit Jahrhunderten als Süßmittel für Speisen und Tees, zum Beispiel für den bei ihnen sehr beliebten, leicht bitteren Mate-Tee, und auch als Heilmittel für medizinische Zwecke, zum Beispiel zur Wundheilung, bei Bluthochdruck oder bei Diabetes. Heute wird Stevia kommerziell vor allem in der Gegend um Sao Paulo angebaut, aber auch weltweit zum Beispiel in China, Israel, Spanien und unter Glas in Japan.
Die Indianer Paraguays und Brasiliens nutzten Stevia schon in vorkolumbianischer Zeit als Süßmittel und für medizinische Zwecke. Erst im Jahr 1887 entdeckte ein südamerikanischer Naturwissenschaftler diese Pflanze und nannte sie erst Eupatorium rebaudianum Bertoni, weil er dachte, sie sei eine Verwandte vom Wasserdost, ordnete sie aber 1905 der Gattung Stevia zu und gab ihr den klangvollen Namen "Stevia rebaudiana Bertoni".
Schätzungen gehen davon aus, daß es wahrscheinlich mehr als 200 Stevia-Arten in Nord- und Südamerika gibt. Von all diesen Sorten besitzt aber nur Stevia rebaudiana die charakteristische Süße, die sie so beliebt und begehrt macht. Eine andere Wildart, die eine ähnliche Süßkraft hatte, soll schon ausgestorben sein. Das Stevia-Blatt ist je nach Gegend und Klima 10 bis 30-mal so süß wie Zucker, dabei aber kalorienfrei, und Extrakte der süßen Bestandteile können die bis zu 400-fache Süßkraft von raffiniertem Zucker erreichen.
Du kannst sie im Topf kultivieren, sie braucht Sonne bis *Halbsonne*.
Die getrockneten, grünbraunen Stevia-Blätter und das daraus gewonnene Pulver sind etwa 15 mal süßer als Zucker, enthalten keine Kalorien, dafür zahlreiche Spurenelemente. Sie können als Tee aufgegossen oder als Gewürz zum Süßen eingesetzt werden.