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Kann man Schnittlauchblüten essen?

Moderator: kug-team

Beitragvon fritzi am 02.07.2004, 12:38

Hallo,

auch ich gebe Birgit recht, Kräuter läßt man nicht blühen die Stängel werden hart und verlieren ihr Aroma. Und neue Stängel wachsen nicht nach, wenn man Blüten und Stängel nicht entfernt.
Aber interessant ist wie viele Rezepte es unter Verwendung von Schnittlauchblüten gibt. Viele haben den ganzen Garten voll mit Schnittlauch stehen und sind nicht stets auf neur Triebe angewiesen, wie wenn man nur einen Topf oder Pflanze hat.

Gruß Fritzi

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: fritzi am 2004-07-02 13:42 ]</font>
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Beitragvon nora1at am 07.07.2004, 23:00

Hallo!

Was hier noch keiner erwähnt hat:
Die Knospen der Blüten werden als Kapern eingelegt und als solche weiterverarbeitet.

Ich lege sie wie Gurken, in etwa, ein und verwende sie als Kapernersatz.

Sie müssen aber ganz geschlossen und fest sein.
Liebe Grüße
Nora
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Beitragvon Albyeti am 12.07.2004, 11:23

Hallo Nora,

das hört sich interessant an. Welche Gewürze verwendest Du zum Einlegen?

Viele Grüße
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon fritzi am 13.07.2004, 13:15

Hallo,

wer keine Schnittlauchblüten mag und dennoch zu viel Schnittlauch hat macht diesen einfach weg, schneidet ihn trocken in kleine Röllchen und gefriert ihn ein. Im Winter hat man dann ein wenig Sommer im Suppenteller weil man ihn ganz einfach entnehmen kann so viel man braucht.

LG Amanda
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Beitragvon Tiffy am 17.09.2004, 18:34

hallo,

ich schmeisse jetzt mal so in den Raum:

alle Blüten von Kräutern, Gemüsen und essbaren Blumen (sind ja Blüten) kann man essen.

Besonders lecker auch Thymianblüten, Oreganoblüten oder Salbeiblüten

VG

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Beitragvon ibagangie am 20.04.2005, 13:56

Und ich schmeisse mal dies Rezept hinterher.... ich hatte eigentlich gedacht , wir hätten hier mal eine Art " Wildkräuter - thread" gehabt..... kann ihn aber nicht finden.

Brennessel - Bratlinge

Zutaten:
5 Hand voll Brennnesseln ( nur die zarten Spitzen, mit Handschuhen gepflückt )
125 g Maisgrieß
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
feingeschnittener Knoblauch soviel man mag ( oder darf :lol: )
3 Eier
Meersalz
Olivenöl zum Braten

Zubereitung:
Zuerst die Polenta (Maisgrieß) zubereiten: 500 ml Wasser zum Kochen bringen, den Grieß mit einem Schneebesen einrühren und kurz aufkochen, dann vom Feuer nehmen und mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Die Brennesseln waschen, mit dem Wiegemesser klein hacken und zur Masse geben. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, die Eier unterheben. Kleine Bällchen formen und zu Bratlinge zerdrücken. Diese dann im Öl in der Pfanne auf beiden Seiten schön knusprig braun braten.

Liebe Grüße von

Gabi
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Beitragvon walker am 25.04.2005, 07:51

Hallo ihr Lieben
Mal eine dumme Frage. Ich bin Gartenneuling.
Muß ich Schnittlauch jedes Jahr neu aussähen oder kann ich ihn über Jahre immer wieder abschneiden.

Gruß Elisabeth

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: walker am 2005-04-25 08:55 ]</font>
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Beitragvon Hörnchen am 28.04.2005, 14:13

Hallo Elisabeth,

Schnittlauch kommt im Garten immer wieder und vermehrt sich sogar über die Wurzeln oder über die samentragenden Blüten.

LG Babsi-Hörnchen
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und ..... immer schön fröhlich bleiben
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Beitragvon ibagangie am 11.05.2006, 13:47

Und auch diesen Thread mal wieder aus den Tiefen holen !!! :lol:

Gegrillter Lachs mit Schnittlauchblüten-Kartoffelmus

1/8 Liter Creme fraiche
3 Esslöffel Salatgurke, entkernt und
geraspelt
2 Esslöffel rote Zwiebel, gerieben
2 Esslöffel trockener Wermut
Salz, Pfeffer adM
1 1/2 Kilo Kartoffeln, mittelgroß
mehligkochend, geschält
und geviertelt
50 Gramm kalte Butter, zerhackt
7 Esslöffel saure Sahne
Milch nach Bedarf
3 Esslöffel Blütenblätter von Knoblauch
oder Schnittlauch, plus
ganze Blüten zur Dekoration
weißer Pfeffer
geklärte Butter, zerlassen
4 Lachsfilets, je 200 g
4 Teelöffel Kaviar, oder 8 TL schwarze
Oliven, gehackt


Wenn keine Blütenblätter zur Verfügung stehen, kann man auch fein gehackten, angedünsteten Knoblauch verwenden. In einer kleinen Schüssel Crème fraîche, Gurke, rote Zwiebel und Wermut mischen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen, beiseite stellen und durchziehen lassen. Den Holzkohlegrill vorbereiten. Während die Kohle heiß wird, Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Kartoffeln dazugeben und 15 bis 20 Minuten kochen. Abgießen und mit dem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse zerdrücken. Butter dazugeben und rühren, bis sie geschmolzenist. Saure Sahne dazugeben und vorsichtig rühren, bis die Mischung glatt ist. Wenn erforderlich, mit Milch auf die gewünschte Konsistenz verdünnen. Knoblauchblütenblätter hineinrühren. Mit Salz und weißem Pfeffer würzen. Warm stellen. Die geklärte Butter in eine flache Schüssel gießen und die Lachsfilets nacheinander darin wenden. Auf den Grillrost legen und grillen, dabei einmal wenden. Wenn der Fisch ganz frisch ist, empfiehlt es sich, ihn mediumrare zu grillen, das bedeutet 35 Minuten pro Seite, je nach Dicke der Filets. Kartoffelmus auf 4 Portionsteller verteilen. Auf jede Portion ein Lachsstück geben, das Ganze großzügig mit einigen Löffeln der CrèmefraîcheMischung krönen und nah Wunsch mit je 1 TL Kaviar oder 2 TL schwarzen Oliven oder Schnittlauchblüten garnieren.


Liebe Schubsegrüße von

Gabi
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Beitragvon ibagangie am 11.05.2006, 15:53

Und hier kommen allgemeine Tipps zur Blütenverwendung.Viel Spaß wünscht euch

Gabi


Sommerliche Blüten für den Winter - so wird´s gemacht!

Mit Eiweiß und feinkörnigem Zucker
Blüten zum Überzuckern sollten aus einem naturnah bewirtschafteten Garten kommen und somit frei von Pestiziden sein.

Überzuckerte Blüten - zum dekorieren und zum Naschen
in einer Schale wird ein Eiweiß mit einem EL Wasser leicht verschlagen; vorsichtig wird die Blüte mit einem Pinsel vollständig bestrichen und anschließend mit dem Zucker bestreut; auf einem überzuckerten Pergamentpapier werden die fertigen Blüten zum Trocknen abgelegt; (ca. 1-3 Std.); die Blüten sehen dann aus, als wären sie mit Reif überzogen; im luftdichten Glas sind sie mehrere Wochen haltbar;

Zucker aromatisieren
(mit stark duftenden Kräutern der Rosen) - zum Aromatisieren von 225g Zucker braucht man ca. 60g frische Kräuter oder30g getrocknete Blüten; Kräuter und Zucker in ein Schraubglas geben; ca. 2 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen; gelegentlich schütteln; wenn sich das Aroma auf den Zucker übertragen hat, dann entfernt man die Blüten und lagert den Zucker in einem luftdichte Gefäß; Verwendung: zum Überstäuben von Selbstgebackenem, Pfannkuchen oder Waffeln

Blüten einfrieren
Dies ist eine beliebte Art, Kräuter zu konservieren, da sie rasch und einfach ist. Doch sie eignet sich nur für wenige Blüten, selbst diese sollten noch in der Knospe stehen. Eine ideale Blüte zum Einfrieren ist die Taglilie. Nach dem Pflücken, falls nötig, kalt abspülen und Trockentupfen. Blüten einzeln auf Tabletts ausbreiten, ohne dass sie sich berühren und tiefkühlen. Die gefrorenen Blüten in Plastiktüten füllen und beschriften.


Blüten in Eis

Für leichte, fruchtige Longdrinks mit oder ohne Alkohol sind Blüten in Eiswürfeln eine wunderschöne und originelle kühlende Zutat. Im Frühling eignen sich Veilchen, Gänseblümchen und Schlüsselblumen besonders gut dafür. Aber nur die Veilchen geben Duft und Aroma an das Getränk weiter. Zum Aromatisieren dürfen auch noch ein oder zwei Triebe Waldmeister zugegeben werden. Auch die zarten Blüten von Kirschen, Birnen und Äpfeln sowie deren Zierformen lassen sich in den Kälteschlaf versenken. In der heißen Jahreszeit können Kräuterblüten und Rosen in Eis die sommerlichen Getränke kühlen. Besonders schön sind die himmelblauen Blütensterne von Boretsch mit ihrem kühlenden Gurkenaroma, aber auch kleinblütige Rosen wie die lilarosa, Mozart" mit weißem Auge oder die karminrote, Robin Hood". Natürlich können die Blüten auch ohne Eis das Getränk verzieren. Nach dem trüben Winter aber erfreuen uns die zarten Blüten ganz besonders: der Frühling en miniature im Glas!

Blüten konservieren
Das Konservieren von Blüten für kulinarische Zwecke ist nicht schwierig, denn meistens gehen es nicht darum, die Blüte selbst oder den Duft zu kon­servieren, sondern ihren Geschmack. Pflanzen blühen nur einmal im Jahr und diesen Moment mischte man einfangen, um länger davon zu profitieren. Herkömmliche Trocknungs- und Gefriertechniken sind zum Konservieren des Blütengeschmacks oft nicht anwendbar. Aus diesem Grund bevorzuge ich Butter, Öl, Gelee und Sirup, worin sich «las Blütenaroma entfalten kann. Am besten lassen sich ganze Blüten kandieren.

Blüten trocknen

Beim Trocknen, da möchte ich gleich drauf hinweisen verlieren die Blüten ihre frische Farbe und ihre einzigartige Struktur. Wollen Sie es dennoch ausprobieren, sollten Sie einige grundsätzliche Punkte beachten.
Der Platz zum Trocknen muss dunkel, warm, trocken und gut belüftet sein, wie etwa:

1. Ein geöffneter Backofen bei niedriger Temperatur

2. Ein trockener Schrank

3. Ein Tellerwärmer geht auch

4. Ein trockener, dunkler Raum

Die Temperatur sollte gleichbleibend 21- 33 °C betragen. Wenn Sie den Backofen benutzen, sollten Sie die Blüten auf ein Stück mit Löchern versehenes Packpapier legen und regelmäßig kontrollieren, ob den Blüten die Temperatur nicht zu hoch ist. Bei anderen Trocknungsmethoden werden die Blüten in einer Schicht auf Tabletts oder Trockenrahmen ausgebreitet und mit Musselin oder einem Netzstoff bedeckt. Dann wer­den sie an einem luftigen Ort aufge­stellt. Die vom Gemüsehändler verwendeten, flachen Holzkistchen sind ideal, da sie stapelbar und dennoch luftdurchlässig sind. Während der ersten 2 Tage müssen die Blüten mehrmals von Hand ge­wendet werden. Eine weitere Methode besteht darin, die Blüten zu kleinen Sträußen von 8 bis 10 Stiem zusammenzubinden und an einer Kleiderablage in einem luftigen, dunklen Zimmer aufzuhängen, bis sie trocken sind. Sie sollen aber die Sträuße nicht zu fest binden, damit sie gut und gleichmäßig trocknen können. Die Trocknungsdauer ist unterschiedlich und hängt ganz vom Pflanzenmaterial ab. Werden Blüten ge­lagert, bevor der Trocknungsprozess abgeschlossen ist, nehmen sie wieder Luftfeuchtigkeit auf und verderben rasch. Die Blütenblätter sollen spröde und hart sein, sich leicht zwischen den Fingern zerbröseln lassen, ohne bei der geringsten Berührung zu zerfallen.

Blütenessig
Blütenessig ist - wie Blütenöl - sehr einfach zuzubereiten. Es ist eine echte Bereicherung für Saucen oder Mari­naden. Weißweinessig verändert durch das Erhitzen mit den Blüten oft seine Farbe. Kapuzinerkresseblüten schenken ihm eine warme Golorange, die Blüten roter Rosen färben ihn rosarot und Schnittlauchblüten gehen ihm einen hellen Lavendelton.

450ml Weißweinessig 4-8 EL Blütenblätter

3 bis 4 Wochen stehen lassen, dann durch ein Sieb gießen und in eine dekorative Flasche füllen. Mit einer frischen Blüte deren Zweig de­korieren. Dies kann auch mit kaltem Essig gemacht werden: einfach fest verschlossene Flaschen mit Blüten, die mit Essig bedeckt sind, auf ein son­niges Fensterbrett stellen. Einmal täglich schütteln und nach 2 bis 3 Wochen den Geschmack und Aroma testen. Bei zufrieden stellendem Ergebnis durch ein Sieb gießen, den Essig in eine andere, saubere Flasche füllen, mit einer Blüte dekorieren und beschriften.

Blütengellee
Falls in Ihrem Garten viele Apfelbäume wachsen, ist dies die beste Mög­lichkeit, das Blütenaroma bis in den Winter hinein zu konservieren. Ein Glas Blütengelee ist stets ein köstliches und willkommenes Geschenk.

Blütensirup

Blütensirup ist äußerst vielseitig und ideal für Fruchtsalate, Sorbets und alle anderen Desserts, zu denen Sie aromatischen Sirup verwenden können.

Etwa 4 450-g-Gläser
1,75kg Kochäpfel, gewaschen, gewürfelt und ohne Kerngehäuse 1,751 Wasser 1 kg Zucker 6 große, ganze Blüten (Holunder,Süßdolde) 8-16 EL Blüten oder Blütenmischung, je nach Geschmack 4 EL Zitronensaft, 300ml Wasser 450g Kristallzucker, grob oder fein 8-16 EL Blütenblätter oder ó ganze Blüten, z.B. Holunder oder Süßdolde

Äpfel mit Wasser in einem großen Topf mit Deckel zum Kochen bringen und köcheln lassen, bis die Äpfel weich und breiig sind. Das dauert je nach Apfelsorte ca. 20-30 Minuten.

Blütenzucker

Für 4 Personen 350g Kristallzucker, grob oder fein 8-16 EL gehackte Blütenblätter

Zucker und Blüten in der Küchenmaschine oder mit dem Mixer gut verrühren. Den Blütenzucker in ein Glas füllen, gut verschließen und 1 Woche stehen lassen. Dann Zucker und Blüten sieben und luftdicht verschließen. Sie können abwechselnd Zucker- und Blütenschichten einfüllen, wie ich es mit dem Lavendelzucker gemacht habe. Er sieht wunderschön aus, ist jedoch nicht sehr praktisch, denn wenn Sie den Zucker zum Kochen verwenden, kann Ihnen passieren, dass Sie in Ihrem Schaumgebäck plötzlich eine große Blüte vorfinden! Übrigens, die oberste Zuckerschicht schmeckt wundervoll!

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Hitze reduziert und unter ständigem Rühren den Zucker zugeht. Sobald er sich aufgelöst hat, Blütenblätter zugeben und unter gelegentlichem Rühren leicht kochen, bis ein Sirup entsteht. Das dauert ca. 8 Minuten. Wenn Sie keine Blütenreste mögen, den Sirup durch Musselin oder ein feines Sieb filtern. Den klaren Sirup in saubere Gläser füllen, abkühlen lassen und gut verschließen. Gekühlt ist der Sirup bis zu 2 Wochen haltbar.


Liebe Grüße von

Gabi
ibagangie
 
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