von nora1at am 12.02.2003, 23:50
Hallo Thera!
Ich habe auch noch etwas für dich und vielleicht ein „Proberezept“ ?
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Wahl des Süßungsmittels nicht so wichtig. Ob Sie Vollzucker, Honig, Birnendicksaft (Birnel), Ahornsirup oder weißen Zucker verwenden, allen ist ein hoher Zuckeranteil gemeinsam, entweder in Form von Saccharose (=Haushaltzucker) oder deren Bestandteile Glucose und Fructose.
Alternative Süßungsmittel sind nicht oder nur wenig verarbeitet bzw. raffiniert und weisen kleine Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Inhaltsstoffen auf. Diese sind für die Nährstoffversorgung jedoch unbedeutend. Aus ökologischer Sicht kann ich Ihnen Birnel als Zuckeralternative empfehlen. Damit leisten Sie einen Beitrag zur Erhaltung von Hochstammbäumen und berücksichtigen die inländische Produktion. Der Saft von 10 kg Birnen wird zu einem Kilo Birnel eingedickt. Er enthält die Mineralstoffe und einen Teil der Vitamine der Birne.
Honig besteht immerhin auch zu 80 % aus Zucker, zudem in einer sehr klebrigen Form. Er sollte sparsam und immer "verdünnt", also als Süßungsmittel und nicht pur verwendet werden. Allerdings enthält Honig über 100 Aromastoffe, Säuren, Enzyme u.a.m., und es ist keine aufwendige industrielle Verarbeitung notwendig.
Auch mit anderen Zuckerkonzentraten wie Melasse, Ahornsirup, Malzextrakt, Apfel- und Birnendicksaft sollte gegeizt werden. In vielen Rezepten lässt sich der Zuckeranteil erheblich reduzieren.
Ahornsirup
ist ein süßungsmittel aus dem eingedickten Saft des Zuckerahornbaumes, der fast ausschließlich in Kanada zu finden ist. Der aus dem angebohrten Stamm herauslaufende Saft wird gereinigt und zu Sirup eingekocht, dessen starke Süßkraft auf den sehr hohen Sascharosegehalt zurückzuführen ist. Es gibt verschiedene qualitäts-klassen (aa, a, b, c, d), deren Kriterien neben dem Geschmack auch Farbe und Lichtdurchlässigkeit sind. Ahornsirup der klasse aa ist sehr mild und hell während Ahornsirup der klasse d sehr kräftig schmeckt und sehr dunkel ist. In Deutschland ist in der Regel Ahornsirup der Klassen a und c erhältlich. Er schmeckt lecker zu Waffeln und Pfannkuchen und eignet sich zum Süßen von Saucen und Marinaden sowie als alternative zu Honig. Nachteilig ist die klebrige zahnschädigende Konsistenz. Der hohe Preis resultiert sowohl aus den langen Transportweg als auch durch sehr schwierige Erntebedingungen.
Apfeldicksaft
wird aus dem reinen Saft gepresster Äpfel hergestellt, der zu einem Dicksaft eingekocht wird. Aufgrund des hohen Fruchtzuckeranteils hat Äpfeldicksaft eine starke Süßkraft und kann entsprechend sparsam verwendet werden. Er eignet sich aufgrund seines fruchtigen Geschmacks gut zum Süßen von Müslis und Nachspeisen sowie Apfelrotkohl. Nachteilig ist jedoch seine klebrige zahnschädigende Konsistenz.
Liebe Grüße
Nora
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geht nicht,gibts nicht
