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gärender Honig

Moderator: kug-team

Beitragvon Kaya am 26.06.2006, 11:22

Hallo ihr Lieben!

Muss euch mal wieder was fragen:

Kann es sein, dass Honig im Glas anfängt zu gären?

Honig stammt direkt vom Imker. Das ganze Glas ist mit Bläschen durchsetzt und mitlerweile nicht mehr so süß.

Wodurch kann das passieren? Hatte das Problem noch nie!!

Kann ich ihn noch verwenden? Oder lieber nicht?
Danke schon mal für eure Antworten!




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LG Kaya

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Beitragvon ibagangie am 26.06.2006, 11:31

Liebe Kaya !!

Von so einem Prob hab ich noch nie gehört !!Honig kristallisiert aus , ok..... aber gären ???
Wenn Du den Honig direkt beim Imker gekauft hast, würde ich da mal nachfragen/anrufen.... aber gut klingt die ganze Sache nicht.

Liebe Grüße von

Gabi (diediesmalleidernichtweiterhelfenkonnte ) :wink:


Hach, ich hab`s : Mach eine Minimenge Met daraus !!! :lol: :lol: :lol:
Ich denke,das das Zeug bei den Germanen auch gären mußte...... (soll allerdings gewöhnungsbedürfig schmecken... :lol: )

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Beitragvon ibagangie am 26.06.2006, 11:39

Spaßeshalber hier ein Rezept:

Die Bereitung des Meths

(Rezept aus dem Jahre 1808)

Zutaten:

1 Teil Honig
8 Teile Wasser
etwas Saffran
Zimt, Muskatblüte, Nüsse, Nelken, Ingwer, Kardamomen, Galgant

Rezept:

Da dieses Rezept sehr leicht verständlich ist, wurde der Text ohne Änderung übernommen.

Der Meth ist ein sehr gesundes Getränk, und hat auch manche medicinische Kräfte, denn er dient gegen den Schwindel und den Schlag, benimmt den kalten trockenen Husten, zertheilt den Schleim, reinigt die Nerven, vertreibt den Stein und andere schädliche Anhäufungen im Körper, und ist auch denen, welchen Wein zu trinken verboten ist, sehr heilsam. Er ist ein aus Wasser und Honig gekochtes Getränk.

Die Hundstage werden für die beste Zeit zur Bereitung dieses Getränks gehalten. Die gemeine Bereitungsart ist die, daß man einen Theil Honig auf acht Theile Wasser vermischt, solches in einem Kessel bey gelindem Feuer sieden läßt und es abschäumt, sobald sich etwas aufwirft, und dieses solange, bis die Mischung anfängt klar zu werden. Will man den Meth bald trinken, so darf man ihn nicht dick einsieden. Will man ihn aber eine Zeit lang stehen lassen, so läßt man ihn so lange sieden, bis er etwas stark wird. Wenn er kalt geworden ist, gießt man ihn in ein Faß, und läßt ihn darinnen vergähren [1]; man füllt es deshalb nicht ganz voll, sondern läßt es einige Queerfinger hoch leer. Zur Verbesserung der Farbe kann man etwas Saffran hineinwerfen, und zur Verbesserung des Geschmacks näht man Zimmt, Muscatblüthe, dergleichen Nüsse, Nelken, Ingwer, Cardamomen und Galgant [2] in ein Tuch, und hängt es hinein. Nach der Vergährung läßt man den Meth ein Vierteljahr lang gut verspundet liegen, ehe man in ansticht.
Eine andere umständlichere Bereitungsart ist die, daß man Honig und Wasser auch in demselben Verhältnis abkocht, aber zugleich auch mehrere Ingredienzien mit in den Kessel hängt. In einem Sacke hängt man die schon angeführten Gewürze gröblich gestoßen in den kochenden Kessel, und in einem anderen Sacke zwey Hände voll Hopfen, zwey gute Hände voll Coriander und zwölf Blätter Salbey. Der Coriander wird vorher vier und zwanzig Stunden lang in Weinessig gebeizt und darauf getrocknet. Mit diesen Ingredienzien wird der Meth eine Stunde lang gekocht; hierauf läßt man denselben in hölzernen Gefäßen erkalten, und zieht ihn endlich auf das Faß. Die Gewürzsäcke nimmt man heraus, wenn der Meth noch im Kessel steht, und drückt sie gut aus. Man muß auch etwas mehr Meth sieden, als in das Faß geht, damit man nachfüllen kann. Man läßt ihn wie den Most vergähren. Die Fässer werden, so wie zum Biere, gepicht [3].
Einige nehmen auch nur sechs Theile Wasser auf einen Theil Honig, lassen es bey gelindem Feuer in einem Kessel bis über den dritten Theil einsieden, nähen ein paar Hände voll Hopfen in ein reines Tuch, nebst einem Kiesel, der es zu Boden zieht, und werfen es zur Zeit, wo der Meth siedet, hinein, und lassen es bis zu Ende liegen. Während des Suds wird ebenfalls abgeschäumt. Wenn kein Schaum mehr aufsteigt, füllt man klein zerschnittenen Zimt, Muskatnüsse und dergleichen Blüthen, Ingwer, Nelken, Paradieskörner [4], Galgant, Pfeffer und ganzen Safran in ein anderes Säckchen, bindet es zu, legt es in den Kessel, und läßt es eine Viertelstunde mit aufwallen. Nachher füllt man den Meth aus und läßt ihn abkühlen, und zieht ihn in ein Weinfäßchen ab, wirft das Gewürz hinein, und hebt ihn an einem kühlen Orte auf. Nach drey bis vier Tagen ist er trinkbar. Will man den Meth in zugespundeten Tonnen eine Zeitlang in die Erde vergraben, so hat dies den Vortheil, daß er den eigenen Geruch des Honigs und Wachses verliert, und an Stärke und angenehmen Geschmacke dem besten Spanischen und Muskatwein gleichkommt.
Um beym Sieden zu wissen, dass der Meth genug habe, nimmt man ein glühendes Eisen, und steckt es in denselben. Wenn er gahr ist, so kommt es wieder glühend heraus; hat er aber noch nicht genug gesotten, so löscht es darinnen aus.

Von dem gemeinen gelben Honig wird brauner Meth; von dem weißen aber, welcher besonders in Lithauen häufig gefunden wird, und an Lieblichkeit des Geruchs und Geschmacks dem gemeinen vorgezogen wird, wird weisser Meth gebraut.

[1] In den ersten Rezepten wird der Met noch ohne Hefezusatz hergestellt. Da Hefezellen allgegenwärtig sind, fallen auch einige in das offene Faß und bringen die Gärung in Gang. Natürlich erhält man durch Zusatz von Reinzuchthefe bessere Ergebnisse.
[2] Galgant ist die Wurzel eines südostasiatischen Ingwergewürzes, die als Gewürz und Magenmittel verwendet wird.
[3] Pichen heißt kleben, heften, mit Pech überziehen. Hier ist gemeint, dass das Innere des Fasses mit Pech, Wachs o.ä. versiegelt wird.
[4] Paradieskörner sind Samen eines Ingwergewächses (Zingiberaceae), das in Westafrika beheimatet ist. Im Mittelalter waren Paradieskörner ein sehr häufig verwendetes Gewürz, es wurde aber in der Renaissance vom Pfeffer verdrängt. Heute werden sie nur noch in Nordafrika verwendet.

Quelle : Hexenküche

Grinsegrüße von

Gabi
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Beitragvon Kaya am 26.06.2006, 11:49

Ich habe den Honig von Bekannten aus Mecklenburg-Vorpommern geschenkt bekommen!

Da ist fragen nicht so einfach; Aber wir haben einen Imker in der Verwandschaft, den werde ich bei Gelegenheit fragen.

Gerade habe ich im Keller meine übrigen Honigvorräte überprüft( alle aus der selben Quelle) und alle 9 Gläser gären!!!¿¿¿
Schöne Schweinerei, aus allen Gläsern hat es den Honig trotz Deckel rausgedrückt; naja, immer noch besser, als wenn die Gläser geplatzt wären!!

klebrige Grüße

Kaya
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Beitragvon ibagangie am 26.06.2006, 11:55

Also gibt es doch eine größere Menge Met ????

Mitfühlende Grüße von

Gabi
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Beitragvon Kaya am 26.06.2006, 12:00

Sieht so aus! :lol:

Ich warte noch auf Antwort vom Fachmann!!!

Mal sehen........
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LG Kaya
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Beitragvon Kaya am 26.06.2006, 12:06

Ich hab auch grad noch das Google- Orakel befragt;

da hab ich gelesen, dass Honig höchstens 18% Wasser enthalten darf, sonst gärt er.

Jetzt wissen wir schon mal die Ursache :lol :lol: und brauchen nur noch eine Lösung des Problems!!! :lol: :lol:

Denn ehrlich gesagt, ist Met nicht so mein Fall! :smile:

Liebe Grüße

Kaya
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Beitragvon Fugo am 26.06.2006, 14:29

@ Kaya
Schmeiß weg das Zeug !!!
Dem Imker würde ich trotzdem bescheid sagen, vielleicht weiß er noch gar nicht, daß sein Honig einen zu hohen Wassergehalt hat !!
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Beitragvon acanthus am 26.06.2006, 17:44

Ja, es kann sein, daß Hönig zu gären anfängt wenn er zu früh gewonnen wird, d.h. der Honig war noch nicht ganz fertig als geschleudert wurde. War wohl ein etwas ungeduldiger Imker.

9 Gläser Honig wegschmeißen ??? Das gibt mindestens 15 Liter Met.

Würde mich sofort als Abnehmer zur Verfügung stellen :wink:

acanthus

PS.: Auch wenn Du selbst nicht unbedingt auf Met stehst, eine Flasche selbstgemachter Met kann ja auch als Mitbringsel dienen.
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Beitragvon bikeroma 53 am 27.06.2006, 11:20

@ Kaya: mache doch am besten Deinen Honig selber - da weist Du was Du hast,
z.B. aus Löwenzahnblüten, neugirig geworden?
kann das Rezept einstellen.

Es grüßt die Bikeroma
"Der Friede in der Welt beginnt mit einer leise zugemachten Tür"

Nicht von mir, aber auch gut!
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Beitragvon Kaya am 27.06.2006, 11:23

Danke bikeroma! :smile:

Aber das Rezept kenne ich; habe ich auch schon oft gemacht! Auch schon aus Tannenspitzen; sehr lecker!!! Schau mal unter Kräuterhexen-Geheimnisse!!!

Liebe Grüße

Kaya
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Beitragvon Kaya am 27.06.2006, 12:51

So, das Honigproblem ist gelöst!

Unser "Haus-und Hofimker" :smile: hat meinen Verdacht mit dem zu hohen Wassergehalt bestätigt; er hat ihn mitgenommen und kocht nun Met daraus!

Schade ist es nur um den Honig; waren ja immerhin noch 9 Gläser....

Naja, es gibt schlimmeres!
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Beitragvon Rosa am 27.06.2006, 18:20

Hallo Kaya!

Das hatte ich im letzten Sommer, der hat gegärt wie wahnsinnig, es waren auch mehrere Gläser gewesen, ich hab sie weggeschmissen, die ganzen Regale waren versaut, alles hat geklebt, einfach eklig, habs ber dem Imker gesagt, hab dann Ersatz bekommen, der nicht gegärt hat, meiner war auch noch cremig gerührt!
Tschüß Rosa
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Beitragvon Multitask am 02.07.2006, 22:47

Nach der Honigverordnung darf ein normaler Honig höchstens 20 % Wassergehalt haben. Heidehonig sogar 23%

Gesetzliche Vorschrift ist, dass Honig der in Verkehr gebracht wird, mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen ist.

Dafür garantiert der Imker bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums:

Der Honig darf nicht in Gärung übergegangen sein und kein Fremdaroma aufweisen.

Der Wassergehalt von 20 % sowie der HMF-Gehalt von 40 mg/kg darf nicht überschritten und die Diastase-Aktivität von 8 E resp. 3 E nicht unterschritten werden.

Wird der Honig im Glas des Deutschen Imkerbundes verkauft, muss er die strengeren Richtlinien des Deutschen Imkerbundes erfüllen, z.B. höchstens 18 % Wassergehalt.


Gärigen Honig zu verkaufen oder Honig mit zu hohem Wassergehalt ist schlichtweg eine Sauerei und eine Ordnungswidrigkeit. Ich würde den Imker wechseln.






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Beitragvon Monique am 03.07.2006, 16:59

Also mir hat einmal ein Imker folgendes erklärt;
wenn man kristalisierten Honig wieder flüßig haben möchte soll man ihn im Glas im warmen Wasserbad - so 40 grad - erwärmen,
und danach kräftig durchrühren, aber Vorsicht hat er mir gesagt,
das kein Wasser reinkommt dann würde er anfangen zu gären.
Weiß man was die alles so mit ihren Restbeständen anstellen. ??
Und wir wundern uns dann das der Honig gärt.
Gruß Monique
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