von acanthus am 04.07.2006, 22:56
Eigentlich müßte ich jetzt genaue Recherchen anstellen um meine Aussagen auch hieb- und stichfest untermauern zu können.
Trotzdem:
Honig ist ein Naturprodukt. Ob der Honig gärt, flüssig bleibt, fein kristallisiert oder grob kristallisiert hängt von vielen Faktoren ab.
Bienen tragen einen relativ flüssigen Nektar ein. Es dauert dann eine Weile, bis so viel Wasser verdunstet ist, daß der Honig so konzentriert ist, daß er nicht mehr gären kann. Ist dies der Fall, "verdeckeln" die Bienen die Honigzellen. Wenn zu früh geschleudert wird, und noch zu viele Zellen nicht verdeckelt waren, kann es natürlich sein, daß der Honig noch nicht ausreichend konzentriert ist (und dann zu gären anfängt).
Ob und wie Honig auskristallisiert hängt zuerst von der Zusammensetzung des Honigs ab. Soweit ich mich erinnere, kristallisiert reiner Löwenzahnhonig mit ziemlich großen Kristallen aus. Andere Honige neigen kaum zum Auskristallisieren. Dies hängt einfach von den im Nektar vorhandenen Zuckerarten ab.
Ob ein Honig groß- oder feinkristallin ist hängt natürlich nicht nur von der Art des Honigs ab. Wird der Honig während des Abkühlens (nach dem Schleudern) gerührt, bilden sich viele Kristallisationskeime und der Honig wird zwar fest, jedoch cremig-streichfähig, während in nicht gerührten Honigen wenige Kristallkeime zu einem sehr rauhen Honig heranwachsen können.
Soweit ist keine Wärmebehandlung notwendig.
Etwas anders sieht es aus, wenn z.B. kristallierter Honig abgefüllt werden muß. Da bleibt es u.U. nicht aus, den Honig im Rahmen des Gesetzes zu erwärmen um ihr abfüllen zu können.
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