Hi Kürbisfans, insbesondere Siggi! Diesen Artikel stand heute bei uns in der Tageszeitung. Vielleicht wissen einige Leute nicht, worauf sie achten sollten beim Verzehr von Kürbissen, nach dem Motto „Man lernt nie aus“.
Die unangenehmen Folgen einer Kürbismahlzeit
Auf eine leckere und gesunde Kürbismahlzeit hatte sich das Hülsener (Landkreis Verden/Aller) Ehepaar Wenzel gefreut – und eine böse Überraschung erlebt. Mit jedem Löffel der Frucht nahmen die beiden das so genannte Gift Cucurbitacine auf. Mit fatalen Folgen: Während Walter Wenzel noch relativ glimpflich davon kam, musste Ehefrau Renate für zehn Tage stationär in die Aller-Weser-Klinik nach Verden.
Schon beim Essen hatte sich Renate Wenzel über den bitteren Nachgeschmack ihrer Kürbismahlzeit gewundert. Und auch ihrem Mann, der die Frucht in der Pfanne zubereitet hatte, wollten schon die ersten Bissen überhaupt nicht schmecken. „Wir haben das Essen zwar weggeworfen, uns aber nichts weiter dabei gedacht“, erinnert sich Wenzel im Nachhinein.
Doch damit war die Angelegenheit noch nicht vom Tisch. Gemeinsam mit seiner Frau startete Wenzel am selben Tag einen Ausflug nach Kirchboitzen. In einem Cafe machten es sich die beiden gemütlich, doch bevor Renate Wenzel von dem Kuchen probieren konnte, plagten sie plötzliche Magenkrämpfe. „Eine Stunde haben wir dort zugebracht, ehe wir überhaupt daran denken konnten, nach Hause zu fahren“, schildert Wenzel.
Zuhause angekommen, war von Besserung keine Spur und der Ehemann schaltete die Hausärztin ein. Angesichts der Krämpfe und zunehmender Flüssigkeitsverluste schrieb die Ärztin umgehend eine Überweisung ins Krankenhaus. Auch dort nahmen die Verantwortlichen die Symptome nicht auf die leichte Schulter. Strikte Bettruhe und Infusionen gegen die Gefahr der Austrocknung, hieß das Rezept.
Seine Frau in guten Händen, war Walter Wenzel mittlerweile klar, wer Schuld an den Krämpfen und Koliken war. „Es musste der Kürbis gewesen sein.“ Über das Gesundheitsamt Verden wollte er zunächst eine Probe der unbekömmlichen Mahlzeit einschicken und in einem Labor testen lassen, stieß aber dann im Internet auf des Rätsels Lösung.
So warnt auf seiner Homepage das kantonale Laboratorium in Basel vor dem Verzehr von bitter schmeckender Zuchetti und Zucchini oder anderer Kürbisgewächse. Sie enthalten das Gift Cucurbitacine. Die Betroffenen würden bereits nach der Einnahme weniger Bissen unter Erbrechen und heftigem, manchmal blutigem Durchfall mit Koliken leiden, heißt es weiter.
Dass mit der Vergiftung nicht zu spaßen ist, konnte Wenzel ebenfalls auf der Homepage des Schweizer Institutes nachlesen. Werde der Patient nicht rechtzeitig behandelt, könne es zum Kollaps kommen. Sogar Todesfälle seien bekannt.
Zur Hysterie gibt es aber keinerlei Anlass. Weitgehend unbedenklich, so das Labor, sei der Verzehr von Kürbisgewächsen, die aus gekauften Samen gezogen werden. Diese Früchten seien frei von Cucurbitacine. Die weggezüchteten Giftstoffe könnten allerdings erneut auftreten, wenn es zu Kreuzungen mit anderen Gewächsen derselben Art komme. Das Labor warnt daher insbesondere vor der Anpflanzung von Zierkürbissen. Deren Gift könnte nach Befruchtung über weite Distanzen von Bienen übertragen werden. Wilde oder aus eigenen Samen gezogene Früchte gehörten daher schon gar nicht auf den Speiseplan.
Die beste Versicherung gegen eine Vergiftung mit Cucurbitacine sind allerdings die Geschmacksnerven. „Extrem bitterer Kürbis und ein pelziges Gefühl im Mund sind ein eindeutiges Signal, das Essen umgehend auszuspucken“, weiß mittlerweile auch Walter Wenzel. Denn eins steht für das Ehepaar trotz der unangenehmen Erfahrung fest: „Kürbis bleibt auf unserem Speiseplan“.
Ich fand das alles sehr Interessant, weil ich so etwas noch nie gehört habe. Dass man bei Pilzen vorsichtig sein soll, das weiß inzwischen jeder, aber daß Kürbisse auch giftig sein können ist vielleicht nicht so bekannt.
Obwohl ich mir vorstellen kann, daß Siggi das schon weiß .........

