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Das Gartenjahr / Nutzgarten

Moderator: kug-team

Beitragvon Siggi am 29.03.2003, 21:06

Seit Jahren habe ich einiges über den Biogarten gesammelt. Da ich denke das der(die) eine oder andere sich dafür interessiert wie so ein Garten im Jahresverlauf aussieht werde ich hier so meine Erfahrungen, jeden Monat, eintragen. So eine Woche bevor der nächste Monat beginnt werde ich den Nächsten hier einbringen. Sollte ich mal etwas hinterher Hinken mahnt mich an.

Diese Seite finde ich etwas Passender wie den Kaffeeklatsch, da es sich hier eher um echte Tip´s handelt.

Da diese Einträge nicht alle auf meinem Mist gewachsen sind enthalten sie vielleicht eine Fußnote. Wer mehr darüber erfahren möchte bekommt von mir weitere Informationen.


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http://www.gemeinsam-csc.de/

Lieber mit kleinen Schritten versuchen etwas zu bewegen
Als auf große Schritte anderer warten.



Bis die Tage
Siggi

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Beitragvon Siggi am 29.03.2003, 21:07

April

Sobald die Saat aufgelaufen ist, geht man mit einer Ziehhacke oder einem ähnlichen Gerät durch die Reihen. Wolfsgeräte sind zu empfehlen, sowie der SZ-Wühler .

Den Saaten, die eine längere Keimzeit brauchen, gaben wir eine Markiersaat( Salat, Radies, Mohn), um bald die Reihen erkennen zu können.

Zwischen den Reihen und um die Pflanzen herum bedeckt man möglichst bald den Boden mit halbverrottetem Kompost oder Pflanzenabfällen. Jedes Unkraut(?), solange es noch vor der Blüte steht, kann als Bodendecke dienen und dadurch das Bodenleben, von dem die Fruchtbarkeit abhängt, fördern .

Auch das Gießen wird durch Bodenbedeckung bedeutend erleichtert; der Boden bleibt gleichmäßig feucht und locker, der Regen dringt sacht ins Erdreich ein, und das Abschwemmen der Krume bei starken Güssen wird verhindert. Versäumt man aber die Bodenbedeckung, So muß nach. jedem Regen und Gießen der Boden leicht gelockert werden, damit er keine Kruste bildet und dadurch undurchlässig wird.

Frühkartoffeln müssen in der ersten Aprilwoche gelegt werden. Sie sind eine günstige Vorfrucht für die im Juli/August auszusäenden Wintersalate und -gemüse.

In die Mischkultur lassen sie sich gut einbauen. Je nach Notwendigkeit und Lage legt man die Kartoffelreihen in 1,60 oder 0,80 in Abständen an. In die Zwischenreihen pflanzt man Frühkohl in ca. 40 cm Abständen, oder man legt eine Reihe Buschbohnen dazwischen,

Sehr gut wirkt sich auf den Geschmack der Kartoffel eine Pfefferminzreihe aus, im April/Mai oder auch im Herbst des Vorjahres wird Pfefferminze durch Ableger auf das für die Kartoffel vorgesehene Stück gepflanzt. In lockeren, humusreichen Boden, der gut mit Kompost vorbereitet wurde, werden die Stecklinge, sogenannte Stolonen, im Frühjahr 10 cm, im Herbst 20 cm tief gelegt. Am besten kauft man erstmalig diese Ableger in einer biologischen Gewürzgärtnerei,

Später liefern dann die eigenen Pflanzen ihre Ableger, und man kann beliebig Salat, Kartoffeln, Tomaten, Obst durch die Nähe des Gewürzes verbessern. Pfefferminz selber aber liebt eine Zwischenreihe von Brennesseln, die jung gepflückt wie Spinat als Gemüse verwendet werden können. Vor der Blüte geschnitten, läßt man dann später die Nesseln als Mullah der Gemüsebeete liegen. Überall dort wo Spinat oder Brennessel wächst und als Bodenbedeckung benutzt wird, verbessert sich der Boden und die Fruchtbarkeit wird erhebt.

Brennesselsamen kann man sich leicht am Wege beschaffen. Er geht aber erst auf, wenn man ihn Ca 8 Wochen einweicht und zum Gären bringt, darum empfiehlt es sich, die Brennesseljauchetonne zur Hilfe zu nehmen die in keinem Garten fehlen und selbst im Winter an einem geschützten Ort für die Frühkulturen bereit stehen sollte. Besonders das Blattgemüse reagiert auf einen stark verdünnten Brennesselguß mit frischem Grün und starkem Wuchs.

Ein kleines Söckchen mit Samen läßt sich gut in diese Tonne hängen. Er wird nie zu alt, und im zeitigen Frühjahr kann er ausgesät werden.

Comfrey (Beinwell). Die Frühjahrspflanzung muß im März/ April vorgenommen werden, wenn man im Juni/Juli die ersten zarten Blätter als Gemüse benutzen will (s. "Comfrey, was ist das?").

Aussaat der Gewürzkräuter, die später als Zwischen- oder Randgewächse dem Gemüse beigepflanzt werden, zum Schutze gegen Ungeziefer, zur Verbesserung des Geschmackes und des Bodens (vgl. "Heil- und Würzkräuter").

Baldrian. Zur Beschaffung des für den biologischen Gartenbau so nützlichen Baldrianblütenextraktes setzt man zwischen Buschbohnen, Erbsen oder Frühkartoffeln ein paar Baldrianpflanzen in ca. 30-40 cm Abstand.

Die Aussaat geschieht am besten in Saatkästen im März/April oder erst im Mai gleich ins Freiland. Der Baldriansame ist Lichtkeimer, darf also nur leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt werden. Kompostdüngung, Bodenbedeckung und Schachtelhalmspritzung bekommt er mit dem jeweiligen Gemüsebeet. Da es aber bei unserer Kultur vor allem auf die Baldrianblüte ankommt, bekommt er zeitig eine Bodenspritzung mit stark verdünntem Baldrianblütenextrakt (ein paar Tropfen auf einen Eimer Regenwasser, nach 1/4 Stündigem Rühren ausspritzen), zugleich mit allen Obstkulturen und dem vorgesehenen Tomatenland .

Borretsch und Dill können jetzt direkt ins Freiland gesät und später als junge Pflänzchen, falls sie zu dicht aufgehen, zwischen Gemüse und in alle Salate vereinzelt werden. Auch Folgesaaten von Dill gibt man je nach Bedarf in Salat, Rüben, Zwiebeln, Möhren und Spargel.
Einmal gesät kommen Borretsch und Dill jährlich wieder, was für den Garten von Nutzen ist. Borretsch ist eine Bienenweide und dadurch den Obstbäumen nützlich; der starke Duft des Dill kräftigt das Aroma der Nachbarpflanzen und hält das Ungeziefer ab.

Estragon ist als Essigkraut bekannt, er ist ein Geschmackverbesserer für alle Speisen und wirkt schon im Wachstum günstig auf das Aroma der Nachbarpflanzen. Ableger der „deutschen aromareichen Sorte“ pflanzt man im März/April zwischen Buscherbsen und später zwischen die Gurken; im September/Oktober auch zwischen Winterspinat, auf 40 bis 50 cm Abstand. Sämlinge sind nicht würzkräftig, man muß also erstmalig fertige Pflänzchen kaufen. Im Mai/Juni, zu Beginn der Blüte, schneidet man die Pflanze einige Zentimeter über dem Boden ab. Blühendes Kraut büßt an Aroma ein. Der letzte Schnitt kann im Herbst, September/Oktober, aber nicht zu tief, gemacht werden. Mit Stroh oder Laub wird die Pflanze über Winter abgedeckt,

Fenchel. Die mehrjährige Staude kann im April/Mai ins Freiland gesät werden als Zwischensaat von Salat und Gurken, nicht aber in die Nähe von Tomaten, Buschbohnen oder Kümmel wo sie wachstumshemmend wirkt.

Bohnenkraut kann jetzt ins Vorzuchtbeet, nach den Maifrösten aber sogleich ins Freiland gesät werden. Da Lichtkeimer, wird der Same nur angedrückt, nicht bedeckt. Im Juni setzt man die kleinen Pflänzchen in 20-30 cm Abstand in niedriges Gemüse, wo sie nicht beschattet werden, wohl aber durch ihren Duft günstig auf die Nachbarschaft wirken, insbesondere auf alle Salate und auf Rote Bete. Es ist ratsam, immer nur ein wenig in Folgesaaten zu säen, damit man laufend frisches Kraut hat. Selbst im Winter kann eine Spätsaat in Blumentöpfen an kühlem, hellem Ort eine dauernde Ernte bringen.

Tomaten werden im April zum zweitenmal pikiert. Sie werden dabei am besten in Töpfe umgesetzt

Kürbis kann man in Töpfen vorziehen. Man legt 1-2 Kerne. Nach den Maifrösten pflanzt man den Kürbis mit dem ganzen Wurzelballen aus.

Man kann freiliegende Komposthaufen mit Kürbisranken vor der Sonne schützen, dann muß aber die Pflanze selber
neben den Komposthaufen gesetzt werden, sonst entzieht sie ihm zu viele Nährstoffe (s. Winke 1973 / S. 23).

Will man sich die Vorzucht sparen, so wartet man bis nach den Maifrösten und legt die Kerne direkt ins Freiland. Das geschieht am besten, indem man in der Nähe des Komposthaufens eine kleine Grube gräbt, sie mit gutem, möglichst Mistkompost füllt und etwas aufhügelt. In diese Hügel legt man die Kerne. Gehen beide auf, so verpflanzt man den einen Sämling an das andere Ende des Komposthaufens. (Über Kürbis manches Interessante noch in den Winken.)

Die Frühkohlsorten aus dem Vorzuchtbeet werden ins Freiland gesetzt. (Näheres über die Auspflanzung siehe Ende April) Sie stehen günstig gegen den Kohlweißling geschützt in Tomatennähe. Das vorgesehene Tomatenstück wird darum so eingeteilt, daß immer eine Reihe Frühkohl dazwischen stehen kann,

Die Pflanzen müssen möglichst früh angehäufelt werden, damit sie nicht nur bessere Wurzeln bilden können, sondern auch geschützt sind gegen die Kohlfliege, welche im April/ Mai fliegt und am Wurzelhals ihre Eier ablegt.

Der frühe Rotkohl steht besonders günstig zwischen zwei Reihen Buschbohnen, die Ende April gelegt werden können, in ca. 30 cm Abstand je fünf Bohnen.

Buschbohnensorte Saxa", April/Mai.

Etwa Mitte April muß beim Bleichspargel die Hügelung der Reihen erfolgen. Im ersten und zweiten Jahr seines Anbaues sind als Zwischenkulturen Buschbohnen zu empfehlen.

Ins Freiland muß weiterhin gesät werden:

Möhren in Folgesaaten. Im April/Mai zum Einlagern für den Winter mit etwas Mohn zur Markierung. Mohn sehr dünn aussäen, damit die Hauptsaat nicht überwuchert wird. Geeignete Sorte: "Lange rote stumpfe, Typ Hammer". Im Juni fliegt die Möhrenfliege, im Mai die Zwiebelfliege darum Lauch (Porree) und/ oder Zwiebel nach Bedarf in Möhrennähe! - Der von der ersten Aussaat zu dicht stehende Lauch muß vereinzelt werden,

Rote Bete (Rote Rüben Um immer zarte Rüben ernten zu können, sollte man sie nicht dicker werden lassen als einen normalen Apfel. Dieses ist zu erreichen durch Folgesaaten in dreiwöchentlichem Abstand bis Mitte Juni.

Auf die außergewöhnliche Heilkraft der Roten Rübe wurde in unseren "Winken" verschiedentlich hingewiesen.

Sorte "Rote Kugel" ist von besonderer Zartheit und im Wohlgeschmack unübertroffen. "Formanova Hochzucht" ist eine
gute ausgiebige Sorte in langer Walzenform.
Später im Mai pflanzt man unter die Rote Bete das Bohnenkraut in die dafür belassenen Abstände.

Zwischen Zwiebel- und Kohlrabireihen steht die Rote Rübe günstig; sie fördern sich gegenseitig im Wachstum.

Von Kohlrabi immer nur einen Teil aussäen, damit man immer frisch ernten kann und diese nicht hart und holzig werden. Folgesaaten mit Spinat- und Salateinsaat, oder auch als Zwischenreihe von Tomaten und Lauch,

Rettich und Radieschen, immer mit einer Salateinsaat zum

Schutz gegen Erdflöhe; Radieschen besonders gut in Schnittsalatreihen. Auch zwischen Buschbohnen gestreut sind Radieschen vor Erdflöhen sicher. Eine Reihe Kresse zwischen Radies verbessert den Geschmack

Als Kopfsalat empfehlen sich in folgender Reihenfolge: Maikönigin, Attraktion, später Trotzkopf", möglichst immer zwischen alle frühen und späten Kohlsorten einsäen.

Für Salat im allgemeinen gilt: gesäter ist immer ein ausgepflanzten vorzuziehen. Der gesäte Salat treibt tiefe Wurzeln und schießt weniger schnell; das Gegenteil zeigt sich beim ausgepflanzten.

Kopfsalat ist Köderpflanze für Engerlinge; darum sollte man auch immer einige Pflanzen zwischen Erd- und Himbeerkulturen setzen, die in besonderer Weise von den Maikäfern zur Eiablage aufgesucht werden. Findet man am frühen Morgen trauernde Salatpflanzen, so tut man gut, diese sofort herauszuziehen. Da Salatwurzeln eine große Anziehungskraft auf Engerlinge ausüben, so kann man die Schädlinge leicht dort sammeln und vernichten.

Von Ende April bis in den Juni hinein kann auch der Römische Salat (Sommerendivien) ausgesät werden. Sorte: Pariser gelbe", Kaisers Selbstschluß", Sachsenhäuser". Wenn nötig später eng auspflanzen, damit die Blätter in die Höhe wachsen.

Ende April / Anfang Mai müssen die Spätkohlarten ausgesät werden: Weiß-, Rotkohl und Wirsing. Immer mit einer Salateinsaat. Grundsatz für alle Saaten: dünn aussäen. Wenn das bei feinerem Samen schwierig wird, so mischt man feingesiebten Sand darunter.

Spätkohlsorten: Weißkohl, Dauerweißkohl, Rundkopf Marne«; "Amager, dänischer Winter", "Dauer Rundkohl,' eignet sich zum Einschneiden für Sauerkraut, das man möglichst aus biologisch gezogenem Kohl bereiten sollte. Beide Sorten lassen sich gut überwintern. Rotkohl, "Mohrenkopf". mittelfrüher; zum Einwintern "Dauerrotkohl Marne". Wirsing, ,Hammer", Spezialzucht; "Winterfürst, holl. Stammsaat". Beide Sorten Wirsing für den Winter; "Winterfürst" kann im Freiland bleiben, hält minus 12 Grad gut aus.

Wer im Februar ins Frühbeet zu anderen Kohlsorten auch Butterkohl gesät hat, muß diesen im April auspflanzen in ca. 40 cm Reihen- und 25 cm Pflanzabstand.

Beim Versetzen der Jungpflanzen kommt es auf folgendes an:

1 . Nur bei feuchtem Boden arbeiten.

2. Die Wurzelspitzen vor dem Setzen abkneifen; dann wird die Pflanze gezwungen, viele kleine Seitenwurzeln zu bilden.

3. Das Eintauchen der Wurzeln im Lehmbrei, der mit Schachtelhalmtee angerührt wurde, ist nicht zu vergessen, zum Schutze gegen bakteriöse Erkrankungen (Schwarzbeinigkeit. Kohlhernie usw.). Nach dem Einpflanzen wird etwas Algomin oder Basaltmehl um den Stengel gestreut, da die Kohlfliege und der Kohlgallenrüßler (siehe "Winke" 1962/ 22) ihre Eier am Wurzelhals ablegen, und die Drehherzmücke ab Ende Mai die jungen Herzblätter des Blumenkohls befliegt (siehe "Winke" 1963/30).

4. Kohlsetzlinge pflanzt man tief ins Erdreich, so daß der Blattansatz mit dem Boden abschließt. Später häufelt man sie gut an, was ebenfalls den Wurzelhals schützt vor den Schädlingen und die Wurzelbildung fördert.

5. Setzt man die Pflanzen auf mehrreihige Beete, so müssen sie versetzt, d. h. im Verband, gepflanzt werden.

6. Ist Mischkultur vorgesehen, so müssen entsprechende Abstände eingehalten werden für eine eventuelle spätere Einpflanzung.

Wenn sich der Boden genügend erwärmt hat, müssen bei gutem Wetter die Spätkartoffeln gelegt werden. Ein eigenes Kartoffelstück beläßt man auch in der Mischkultur. Eine Meerrettichpflanzung an den Enden der Kartoffelreihen fördert durch ihre Wurzeltätigkeit die Gesundheit der Kartoffeln (siehe März ).

Erfahrungsgemäß liebt die Kartoffel sandiges, lockeres Erdreich; sie gewinnt dadurch an Geschmack und Haltbarkeit. Immer wieder wird das sogenannte "Äugeln" der Kartoffel empfohlen. Diese Methode, nicht ganze Kartoffeln, sondern nur Kartoffelstücke mit einem Auge ins Erdreich zu legen, ist nicht nur äußerst sparsam, sondern mindert auch erheblich die Anfälligkeit der Kartoffel gegen Käferbefall, Viruserkrankung und Sortenabbau. Durch das "Angeln" wird der Keim gezwungen, seine Nahrung aus dem Boden zu holen, wodurch die Pflanze widerstandsfähiger wird, als wenn sie sich vorwiegend vom Fruchtfleisch der Saatkartoffel nährt.

Vor dein Auslegen schneidet man gute Augen mit etwas Fruchtfleisch heraus, (Was abfällt von der Kartoffel, läßt sich gut in Küche und Stall verwenden.) Diese Kartoffelstücke taucht man in trockenen Sand und steckt sie dann mit dem Auge nach oben 3-4 cm tief ins Erdreich.(!?? davon kann ich nur abraten da die Knolle keine Schale hat die sie vor Vieren schützt)

Ein solches Äugelverfahren zur Gesundung der Kartoffeln wird nur alle 2-3 Jahre angewandt, nicht jährlich.

Überdies ist es gut, vor dem Kartoffellegen immer etwas Holzasche in die Furche zu streuen. Auch Farn- oder Comfreyblätter, getrocknet und zerrieben (Comfrey nur angewelkt), kommen dem Kalibedürfnis der Kartoffel sehr entgegen, wenn sie gleichfalls in die Furche gestreut oder als Mulch zur Bodenbedeckung benutzt werden.

Mit gutem Erfolg und großer Arbeitsersparnis probiert man auch, etwas später, sowohl Früh- wie Spätkartoffeln oberirdisch unter Mulch auszulegen.

Mit einer Hacke zieht man flache Legerillen, so daß die Kartoffel eben gerade mit Erde bedeckt wird, dann bringt man sogleich eine Mulchschicht von ca. 20 cm darüber: Stroh, Heu, Klee, Lupinen, auch Gartenabfälle, Unkräuter ohne Samen, Blätter usw. werden zu kleinen Wällen über die Kartoffelreihen geschichtet. So erspart man sich auch das Anhäufeln der Kartoffeln. Setzt sich später der Mulch und legt die Kartoffeln frei, so kann man mit etwas frischer Bedeckung wieder nachhelfen. Das Unkraut, das hier und da durchkommt, läßt sich leicht aus der Mulchschicht herausziehen; ebenso erspart man sich Mühe bei der Ernte. Man braucht nicht zu graben und kann jeweils so viele Kartoffeln herausnehmen, wie gebraucht werden.
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Beitragvon rubelith am 30.03.2003, 20:05

Hast du das alles mit der Hand eingetippt?!
Und wo ist die Gartenspirale? :grin: :grin: :grin:

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Beitragvon Siggi am 30.03.2003, 20:59

Nee Kopiert. Kräuterspirale hat nichts mit dem Gartenjahr zu tun sondern mit dem Anlegen eines Gartens.
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Beitragvon AngieN am 01.04.2003, 19:27

Vielen Dank, Siggi, für diesen Beitrag und für alle kommenden schon mal im voraus. Die Gärtnerin in unserer Familie ist meine Mutter, und die hat diesen Artikel verschlungen. Jetzt noch eine Frage od. Bitte: im Artikel wird auf den Beitrag März verwiesen, und zwar in folgendem Text:
"Eine Meerrettichpflanzung an den Enden der Kartoffelreihen fördert durch ihre Wurzeltätigkeit die Gesundheit der Kartoffeln (siehe März )."

Hast du den März Beitrag auch parat und könntest ihn netterweise einstellen? Aber nur, wenn's nicht zuviel Arbeit macht.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Monate, und ich nehme dich beim Wort - wenn du es vergisst, werde ich dich erinnern!

Danke nochmal,
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Beitragvon Siggi am 01.04.2003, 20:00

Gut dir zuliebe kommt gleich der März. Es bringt zwar etwas die Reihenfolge durcheinander, weil im März garantiert etwas über den Februar kommt. Aber was soll’s.
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Beitragvon Siggi am 01.04.2003, 20:01

März

Zweite Aussaat ins Freiland an milden Tagen, wenn das Land oberflächlich abgetrocknet ist und beim Abrechen nicht am Gerät kleben bleibt.
Pünktlich den Saattermin einsehen und vor jeder Aussaat Schachtelhalmspritzung in den Boden geben.

Erbsen mit frühen Möhren (Karotten) in Reihenwechsel. Früheste Korallenrote "Pariser Markt steht günstig mit der "Kleinen Rheinländerin".
Möhren haben eine lange Keimzeit sie bekommen daher eine Markierst von Radieschen, Sorte Saxa-Treib", etwas später Riesen Butter"; oder eine Einsaat von Salat, "Maikönig", allerfrüheste King".
Alle 14 Tage kann eine Erbsenaussaat erfolgen, damit man laufend frische Erbsen ernten kann. Man beginnt mit Pahlerbsen, sie sind wenig kälteempfindlich; dann kommen die Markerbsen, sie brauchen Wärme. Später als Mitte Juni sollte man keine Erbsen legen.

Zwiebel im Wechsel mit Möhren. Der Geruch der Zwiebel hält die Möhrenfliege ab und der Geruch der Möhre die Zwiebelfliege. Weiteres zur Möhrenfliege: Es wird so oft nach einer Abwehr der Möhrenfliege gefragt. Eine wird uns genannt in der Mischkultur: Zwiebeln und Möhren in abwechselnden Reihen. Die Abneigung des Schädlings gegen den Zwiebelgeruch nutzt man auch aus, indem man Zwiebelschalen sammelt, mit Wasser übergießt und ziehen oder gar verjauchen läßt. Diese Flüssigkeit gießt man in das Saatbeet, sobald sich die Pflänzchen zeigen. Bei Möhren ist die Markiersaat Salat, dessen Samen dem Möhrensamen in mäßiger Menge beigemischt wird. Sparsames Säen ist vorteilhaft. Wir hörten aber auch, daß Sägemehlstreu ein Vorbeugungsmittel gegen den Möhrenfligenbefall ist. Beim Herrichten des Beetes wird eine kleine Menge Sägemehl darüber gestreut und eingeharkt. Zuviel davon ist Schädlich, weshalb man maßhalten wolle, aber die Wirksamkeit dieses Mittels ist erprobt! (Winke 1961/2.)
Die 1,12 cm große Möhrenfliege kennt man an ihrem braunen Kopf und den gelben Beinen. Ende Juni/Anfang Juli legt sie ihre Eier an den Wurzelhals der Pflanze. Nach einer Woche kriechen an die 100 Maden aus und suchen ihre Nahrung in den Möhren, wo sie bis zu 8 mm lang werden. Sie verpuppen sich in der Erde, und im Herbst folgt die zweite Generation. Deren Maden wandern meist mit den Möhren in die Mieten. - Man geht der Fliege durch sehr frühe oder späte Aussaat aus dem Wege. Da das Auflaufen einen guten Monat dauert, kann man schon im Februar in gleichem Gewicht mit dem Möhrensamen solchen von Radies zusammen aussäen. Saxa- Treib z. B, bleibt im Blatt klein und stört die Möhre nicht. Nicht zu dicht aussäen! Sofort nach dem 3. Blatt vereinzeln, und zwar bei Frühmöhren auf Daumenbreite, später auf 3-Finger-Breite. Das Anhäufeln über den Wurzelhals hindert die Fliege an der Eiablage. Man macht das in der zweiten Junihälfte. Späteste Aussaat Ende April und dann erst wieder Ende Juni. Dazwischen ist es gefährlich. Außerdem ist es ratsam drei Jahre nach der letzten Aussaat nicht mehr dasselbe Beet für Möhren zu gebrauchen, ferner keinen Stallmist verwenden, höchstens zu Erde gewordenen Mistkompost, sehr zu empfehlen ist auch, im Herbst das im Frühjahr zu bestellende Beet mit Roggen anzusäen. Nach dem flachen Einharken im Frühjahr kann dann die Möhrensaat erfolgen, d. h. sobald es eben der Boden erlaubt (Winke 1964-4).
Als Vorbeugung half auch eine leichte Einstreu von Farnkraut- und Rainfarnpulver in die Saatrillen. Wenn man nicht beides hat, genügt auch eine Sorte. Wir konnten prächtige, gesunde Möhren ernten (Winke 1971-I 23).

Lauch (Porree) mit Möhren hat den gleichen Erfolg, doch muß der Lauch etwas später gesät werden,

Möhrensorten: Marktgärtner', „Duwicker“, Rote Riesen". Alles Wurzelgemüse braucht lockeren, tiefgründigen Boden, was bei guter Kompostwirtschaft selbstverständlich ist. Zwiebelreiben drückt man nach der Aussaat besser mit einem Brett oder einer Walze an.
Früheste Zwiebelsorten: Weiße Königin" und Hybri-Zwiebel Superba",
Lauch (Porree): früher "Fafna" und winterharter Elefant".
Sät man Möhren auf ein vorjähriges Porree- oder Zwiebelbeet, so werden die Möhren erfahrungsgemäß von der Möhrenfliege gemieden. In der Flugzeit der Möhrenfliege, Mai/ Juni, ist auch ein wiederholtes Abbrausen der Möhrenkultur mit Zwiebelaufguß aus Abfällen der Zwiebel ein gutes Vergrämungsmittel. An gegebenem Ort wird daran erinnert.

Mairüben (Rübstiel), Frühaussaat. Auf möglichst lehmhaltiger Boden; breitwürfig, wenn man den Hauptwert auf die Rübenernte legt. Sorten: Holändische Weiße', für leichtere. Böden Teltower kleine Märkische".
Will man das vitaminreiche Grün ernten und die Stiele, möglichst im jungen Zustand, dann sät man dichter, was eine schwächere Entwicklung der Rübe zur Folge hat. Beste Sorte für Stielmus "Rheinisches Mai-Stielmus"
Alle "Kreuzblütler", wozu auch Mairüben, Rettich, Radies gehören, werden von Edflöhen gesucht. Kopfsalat, Spinat halten diesen Schädling zurück. Darum sollten Rüben immer eine Einsaat von Salat bekommen oder in Reihennähe der genannten Arten gesät werden. Und für genügend Feuchtigkeit sorgen!

Rettich: vom März an in Folgesaaten für Sommer und Winter. Sorten: „Ostergruß", Hilds Frühlingsgruß", Neckarruhm' und für den Winter Münchener Bier" (vgl. Winke 1962 und 1964)

Schwarzwurzel: falls sie nicht im August des Vorjahres gesät wurde und im Land überwintert hat. Das bedeutet einen Vorsprung fürs Frühjahr; doch das Überwintern der Schwarzwurzeln beeinträchtigt die Zartheit des Geschmackes, abgesehen von der Mäusegefahr.
Sät man sie im Frühjahr, gibt man Radies als Markiersaat. Möglichst frühe Aussaat der Schwarzwurzel an einem frostfreien Tag in mittelschweres bis sandiges Erdreich ohne jeden Stallkompost ist geraten.
Man legt den Samen in Rillen von ca. 3-4 cm Tiefe, in Reihenabstand von 25 cm. Mit gut ausgereiftem Kompost bedeckt, wird die Reihe festgedrückt oder angetreten.
Salatreihen zwischen Schwarzwurzeln ködern den Drahtwurm. Zeigen sich die Pflänzchen der Schwarzwurzel und stehen sie zu dicht, so werden sie auf 5--7 cm verzogen.
Sorten: Einjährige Riesen", wenn zeitig im Frühjahr gesät, kann man im Herbst gute Ernte halten, ebenso mit der verbesserten Westländische Einjährige", Hoffmanns schwarzer Pfahl'.
Schwarzwurzeln sind reich an Nährstoffen, für Kranke leicht verträglich und können sogar von Zuckerkranken genossen werden, denen sonstiges Wurzelgemüse nicht zuträglich ist.

Petersilienwurzel möglichst früh aussäen. Eine Markiersaat von Radieschen ist sehr zu empfehlen, denn die Nähe des Gewürzes schützt das Radieschen vor Schädlingen, Umgekehrt erleichtert der schnell aufgehende Radiessamen die Kulturarbeit an der Petersilienwurzel. Gehen die Sämlinge zu dicht auf, so kann man laufend durch Verziehen Suppengrün ernten bis die Pflanzen auf ca. 15 cm Abstand stehen.
Sorten der Wurzelpetersilie: "Lange Glatte', "Halblange« und Kurze dicke« (vgl. .,Heil- und Würzkräuter in naturgemäßem Anbau')
Schnittpetersilie mit Salat oder Radies als Markier- und Decksaat. Folgesaaten von März bis Juli. Wegen ihrer günstigen Wirkung auf den Geschmack der Tomaten sollte man später den Rand der Tomatenreihen dafür benutzen .
Petersilie hält Schnecken ab (s. Winke 1973 / S. 40).
Sorten der Schnittpetersilie: Mooskrause', „Wuschelkopf«, ,Edelstein", "Cordes schlichte Wilhelmsburger".

Kresse kann zu jeder Zeit ausgesät werden. damit dieser vitaminreiche Salat nie in der Küche fehlt. Im Winter in Schalen (s. Winke 1968/92).
Sorten: Brunnen- oder Wasserkresse", Gefüllte Grüne« mit krausen Blättern.

Spinat noch einmal als Zwischenreihe anderer Kulturen. Er deckt und bereichert den Boden für die Nachfrucht. Weil er Schatten verträgt, kann man ihn gut in Mischkultur mit höherwächsenden Pflanzen anbauen.
Spinatsorten: neben der im Februar genannten Wiremona" besonders "Matador', die spät schießt, und ebenso Universal".
Auch immer wieder Salat als Zwischenkultur.

Kopfsalatsorten: Verbesserter Maikönig Typ Askania', etwas später Wunder von Stuttgart" und Attraktion", Sommerwunder.
Pflücksalatsorten: Amerikanischer", brauner mit krausen Kanten, Australischer", gelber, zarter.

Schnittsalatsorten: "Gelber Krausblättriger', Butter', geldgelber hohlblättriger.

Kümmel, da er zweijährig ist, kann man weitwürfig zwischen Salat, Spinat, Erbsen oder Bohnen in Abständen einsäen. Nach der Ernte der Überfrucht wird das Land gereinigt, mit Kompost gedüngt und bedeckt. Im 2. Jahr können die Körner geerntet werden. Die eßbare und schmackhafte Wurzel kann man als Gemüse kochen; sie wirkt äußerst stärkend auf den Magen. Um bessere Wurzel- und Blattbildung zu erzielen, kann man - auf Kosten der Körner natürlich - die Blütenansätze herausbrachten. Die jungen Blätter können zu allen Rohkostspeisen gegeben und wie Spinat zu Gemüse gekocht werden; auch als Kräuterzugabe in Gemüsesuppen werden sie verwertet.

In der zweiten Märzhälfte, nach genauer Einsicht des Saat und Pflanzenkalenders, werden Zwiebel gesteckt als Zwischenreihe der Möhren.
Man steckt sie in Abständen von 10 bis 15 cm, möglichst fest, 3-4 ein tief, doch so, daß die Spitze noch sichtbar bleibt. Zur schnelleren Wurzelbildung legt man die Steckzwiebeln etwa einen Tag vor der Auspflanzung ins Wasser (möglichst Regenwasser!). Man hat auf diese Weise beim Vorquellen bereits die richtige Größe vor sich, während sich die Zwiebel gern aus dem Erdreich hebt, wenn sie trocken gepflanzt wird und erst allmählich aufläuft.
Man gibt gern und nicht unberechtigt den Regenwürmern die Schuld, wenn eben gesteckte Zwiebeln wieder herausgeworfen sind. Tatsächlich zieht der Regenwurm zu gewissen Zeiten die abgestorbene Hülle der Steckzwiebel in den Boden, wobei diese umkippt. Es hat sich durch solche Fälle herausgestellt, daß man nicht die genauen Mondzeiten beim Stecken der Zwiebeln eingehalten hat, von denen, wie die ganze Natur, der Regenwurm abhängig ist. Darum wird wiederum auf die Saat- und Pflanzen in unseren Winken" dringend hingewiesen (zu Mond s. Winke 1975 / S. 3).
Die im August des Vorjahres gesäten Zwiebeln werden jetzt bei gutem Wetter in Reihen ausgepflanzt. ,Stuttgarter Riesen' oder Zwaan's Weiße Winterzwiebel" wachsen zu großen, dicken und haltbaren Zwiebeln aus, die keine Samenschosse treiben.
Wo immer Zwiebel oder Lauch wächst, bereiten sie ein gutes Erdreich für die Nachkultur vor und kultivieren (lockern) -den Gartenboden. Will man aber den Zwiebeln selber etwas besonders Gutes erweisen, so sät man immer auch etwas Kamille in ihre Reihen. Der Verunkrautung des Bodens kommt man mit einem Kamillenschnitt bei Beginn ihrer Blüte zuvor.

Schalotten, holländische oder deutsche Sorten, werden jetzt ausgesät oder als Steckzwiebeln in den Boden gesetzt, nur 10 cm auseinander. Beläßt man sie am Ort, so kommen sie jedes Jahr wieder und säen sich selber aus. So liefern sie fortdauernd frisches Suppengrün.

Knoblauch. Wenn die kleinen Steckzwiebeln, sogenannte ,Zehen', nicht im Herbst gepflanzt wurden, so können sie ebenfalls jetzt gesteckt werden wie Zwiebeln und Schalotten. Man bringt sie 3-4 cm tief in lockeres, unbeschattetes Erdreich, am besten auf ein vorjähriges Leguminosenstück, denn der Knoblauch liebt Stickstoff. Bodenbedeckung aus gutem Kompost mit einer Einstreu von Knochenmehl hält ihn geschützt und warm,
Im Juli/August sterben die Blätter ab, und man kann laufend bis in den Oktober hinein die welken Pflanzen herausziehen und trocknen. Die kleinen eirunden Zwiebeln der Wurzel, ,Zehen' genannt, sind eine vielverwendbare Würze in der internationalen Küche.
Für den Garten hat der Anbau von Knoblauch noch einen besonderen Wert. Der Knoblauchsaft tötet, wie Versuche californischer Universitäten nachgewiesen haben, viele Schädlinge im Obst- und Gemüsebau. So ist z. B. die Anpflanzung von Knoblauch unter Pfirsichbäumen eine wirksame Maßnahme gegen die Kräuselkrankheit. Kranke Blattgewächse, die man mit einer Knoblauchzehe einreibt, werden gesund.
,Winke" 21 bzw. Gartenwinke 1962', Seite 20, berichtet, daß der Knoblauchgeruch die Wühlmäuse aus dem Garten vertreibt, wenn man die Zehen in Gemüsebeete oder an die Wurzel der Obstbäume legt. Das erste Grün des Beerenobstes wird ebenfalls durch den Geruch der in die Sträucher gehängten Knoblauchzehen, die man in Stücke schneidet, vor Vogelfraß geschützt.

Ins Freiland können jetzt weiterhin gesät werden: frühe Kohlarten, immer mit etwas Salat als Einsaat, rechtzeitig vereinzeln und anhäufeln.

Mangold steht günstig im Reihenwechsel zwischen Buschbohnen und Möhren. Große Ansprüche stellt er nicht bis in den Juli hinein kann er gesät werden. Legt man den Hauptwert auf die Blätter, die wie Spinat verwendet werden, so genügt ein Reihenabstand von 30 cm. Will man aber vor allem die Stiele ernten, so muß sowohl der Reihen- wie Pflanzenabstand 50 cm betragen.
Sorten: "Glatter Silber", dunkelgrün; Lukullus", gelber, krauser.

Die erste Aussaat im Vorzuchtbeet kann vereinzelt werden. Vorsichtig fährt man unter die Pflanze, hebt an, kürzt die langen Wurzeln und pflanzt wieder ein. Beim Einpflanzen darf man die Wurzel nicht knicken.
Bei Feinstwurzeln, z. B. Sellerie, zieht man mit einem Lineal einen Pikiergraben, in welchen die Pflanzen nebeneinander im Pikierabstand eingelegt und mit dem gleichen Lineal in ganzen Reihen bedeckt und festgedrückt werden. Pikierabstand ist je nach Größe 3-5 cm.
Kommen die Pflanzen in veränderte klimatische Verhältnisse, dann müssen sie vor dem Pikieren durch stärker werdendes Lüften der Vorzuchtbeete abgehärtet werden.
Man vereinzelt am besten nur in Morgen- und Abendstunden. Einmal werden pikiert: Frühsalat, Frühkohlarten, Sellerie. Zweimal Tomaten, Melonen, Eierfrüchte.

Rhabarber. Nach den ersten Austrieben wird die gröbere Bodenbedeckung weggenommen und dafür mit gutem, reifem Kompost gemulcht. Wer im Vorjahr die Pflanzung versäumt hat, kann sie im März noch nachholen durch Teilung der alten Stöcke, wobei ein kurzer Wurzelschnitt gemacht wird. Hülsenfrüchte, Frühkohl, Salat, Spinat sind eine gute Nachbarschaft.

Meerrettich sollte in keinem Garten fehlen, nicht nur wegen seines hohen Vitamin-C-Gehaltes, sondern vor allem wegen seiner Abwehrkräfte gegen bakteriöse Erkrankung der Kartoffel.
Die sauber abgeriebenen, 30-40 cm langen Wurzelstangen, "Fechser" genannt, die wir über Winter in feuchtem Sand verwahrt hielten werden im März im Winkel von etwa 30 Grad schräg nach unten in kleine Erdhügel gesteckt. Abstand 20-40 cm. Man wählt am besten die vier Ecken des vorgesehenen Kartoffelstückes zur Anpflanzung von Meerrettich. Seine Wurzeltätigkeit schafft Ausgleich im Boden gegen die Anfälligkeit der Kartoffel.
Meerrettich braucht humusreichen, sandigen Lehmboden. Er verwildert aber sehr schnell. Da ist es gut, im Juni/Juli seine Wurzel freizulegen und von neuen Austrieben zu reinigen. Den starken Blattwuchs kann man sich im Garten zunutze machen, indem man die Blätter in kochendem Wasser brüht und den Absud über die Obstbäume ausspritzt gegen die so gefürchtete "Monilia", die Fruchtfäule des reifenden Obstes (s. Winke" 1963/30).
Da Meerrettich eine starke Anziehungskraft für Gartenschnecken hat, kann man abends diese Schädlinge sehr gut dort sammeln, wenn man nicht vorzieht, in einer leuchten Gartenecke Kröten anzusiedeln. Kröten sind ungemein nützlich im Garten (s. Winke 1965/55, 1972 S. 32).
Die Sorte "Mährischer Meerrettich" ist am ehesten zu empfehlen, wenn man Wert auf milden Geschmack legt.

Bodenspritzung mit Schachtelhalmabsud für den ganzen Gemüsegarten im Monat März wird dringend angeraten; Anfang Juli sollte sie wiederholt werden. Im übrigen ist eine vierzehntägige Spritzung sämtlicher Gemüsekulturen mit Schachtelhalm von größtem Wert für die Gesundheit und Widerstandskraft aller Pflanzen; durch den hohen Kieselgehalt des Equisetum wird zudem die Wachstumsfreudigkeit angeregt.
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Beitragvon Siggi am 01.04.2003, 20:13

Noch was zu Kartoffeln und Meerrettich!

Da der Meerrettich zum Wuchern neigt habe ich ihn in eine Ecke verbannt wo er keinen „Schaden“ anrichten kann.

Zwischen den Kartoffeln Kamille „oder“ Kümmel zieh ich vor. Das braucht aber wieder mehr Platz, wegen dem Pflanzabstand. Hat man/Frau (mußte mal wieder sein)weniger Fläche reicht auch ein normaler Biologischer Anbau.

Als ich noch keinen Garten hatte war ich ein Gegner dieser, faden, Knollen. Erst meine ersten Biokartoffeln haben mir gezeigt wie echte Kartoffeln schmecken können.

Hat einer keinen Garten sollte er aber auf jeden Fall einmal Biokartoffeln und anderes Gemüse aus diesem Anbau versuchen.
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Beitragvon cheryll am 01.04.2003, 22:22

Danke Siggi ,deine Tipps sind schon ausgedruckt,wir starten in diesem Jahr erst mit Kartoffeln,da beim Rest der Verbrauch zu klein ist für die Mühe,

wir haben inzwischen das land vorbereitet,vom unkraut befreit und Kompost untergepflügt
Frühkartoffeln sind gekauft und wir werden sie in der nächsten Woche pflanzen

hast du auch einige Tipps zur Blumen pflege oder hast du dich ganz auf Nutzgarten spezialisiert?

Ich werde dir auf jeden Fall weiter berichten ob wir alles richtig machen
bis dann cheryll
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Beitragvon AngieN am 02.04.2003, 08:12

Hi, Siggi,
tausend Dank, ist alles schon ausgedruckt.
Da hast du ja echt 'ne tolle Sammlung.

Bis denn,
Angie
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Beitragvon Siggi am 02.04.2003, 20:34

Hallo cheryll

Mit Blumen habe ich nichts am Hut, es sei denn man kann sie essen.
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Beitragvon gaby am 02.04.2003, 20:48

Hi Cheryl,

was möchtese du denn zu Blumen wissen? Stell deine Fragen ruhig unter einem neuen Thread in Tipps und Tricks. Es sind ja auch noch ein paar GärtnerINNEN hier, die auch ein Auge fürs Schöne haben und nicht nur ans Essen denken.

@Siggi, super, deine Rubrik Gartenjahr. Mein Mann ist bei uns für den "Acker" zuständig, ich für die Blumenbeete.Ich hab ihm alles ausgedruckt, er ist begeistert...ob von dir oder deinen Tipps?...ich muss nochmal fragen!
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Beitragvon Siggi am 02.04.2003, 20:53

Hallo Gaby!

Deinen Seitenhieb habe ich schon verstanden!
Der Biogarten beschäftigt mich so das ich den Bereich „Schön, Bund, Blühen“ meine Frau überlassen habe.
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Beitragvon cheryll am 03.04.2003, 09:06

Hallo ,Gaby
Auch bei uns ist es so wie bei euch mein Mann pflanzt die Kartoffeln und pflegt den Rasen .Ich Ich pflanze die Blumen und Sträucher,Da ich überhaupt keine Ahnung habe pflanze ich nach aussehen und Gefühl.Deshalb dachte ich Siggi hätte auch eine Sammlung über diese schöne Seite des GartensZum Beispiel wann pflanzt man etwas oder wie ist das mit den Eisheiligen ist das ein bestimmtes Datum usw,
Sicherlich finde ich noch den einen oder anderen nützlichen Tipp
Ich finde jedoch man sollte es unter einem Posting lassen ,sonst findet man nicht mehr durch
Ich wünsche euch einen schönen Tag ,hoffentlich nicht so kalt,denn wir haben richtiges Aprilwetter
Bis dann cheryll
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Beitragvon Anja am 03.04.2003, 16:24

Hallo Siggi,

auch von mir den herzlichsten Dank.
Da ich erst dieses Jahr einen Garten habe trifft sich das natürlich sehr gut.

Leider muß ich erst noch lernen was Unkraut ist und was nicht .... :grin: :grin: :grin:
Herzliche Grüße
Anja
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