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Das Gartenjahr / Bio-Tipp

Moderator: kug-team

Beitragvon Siggi am 26.12.2003, 20:27

Januar

Vögel richtig füttern

Denken Sie in diesem kältesten Monat des Jahres an die Vögel. Sie sind das ganze Jahr über unschätzbare Helfer im Garten. Ein Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinen jungen in einem einzigen Sommer angeblich bis zu 30 kg Raupen und Insekten. Bei geschlossener Schneedecke und Frost haben es die Vögel heutzutage besonders schwer, an Nahrung zu kommen. Der oft gehörte Ratschlag, sie im Winter nicht zu füttern, um die Resistenz der Arten nicht zuschwächen, vergißt neben aller Berechtigung leider, daß den Vögeln immer mehr die natürlichen Lebensgrundlagen von einst (zum Beispiel Naturhecken mit ihren wilden Früchten usw.) entzogen werden.

Geben Sie ihnen also das Fett- und Körnerfutter, das sie zu dieser Jahreszeit so dringend brauchen. Und bedenken Sie, daß Finken, Gimpel, Kleiber, Meisen, Spechte und Sperlinge vor allem Körner, Sonnenblumenkerne, Nüsse und kleinere Sämereien lieben.

Amseln, Drosseln (aber auch Meisen) und Rotkehlchen schätzen hingegen weiches Futter, wie Haferflocken, getrocknete Beeren und Äpfel.

Richten Sie ihnen einen Futterplatz ein, an dem sie ungestört von Katzen und anderen Raubtieren vespern können, der aber auch Schnee und Regen abhält. Das Futter sollte nie feucht werden. Es verdirbt sonst leicht, außerdem ist Krankheitskeimen in feuchter Umgebung ein besserer Nährboden bereitet. Wichtig sind auch Anflugstangen, auf denen die Vögel landen können. Kleiber, Meisen und Spechte lieben freihängende Futterstellen" die Sie ihnen in Bäumen bereiten können. Schon mancher ausgediente Christbaum ist hier noch einmal zu Ehren gekommen: Mit Meisenknödel oder Futterringen behängt, finden ihn die Vögel um diese Jahreszeit besonders attraktiv!


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Lieber mit kleinen Schritten versuchen etwas zu bewegen
Als auf große Schritte anderer warten.



Bis die Tage
Siggi

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Beitragvon Siggi am 27.12.2003, 20:39

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Beitragvon Gast am 28.12.2003, 10:40

Hallo Siggi!

Das hab ich ausgedruckt und werde es bei uns in den Park hängen!
Es gibt da nämlich so Idioten, die kippen alle ihre Essensreste (Knochen, Nudeln, Wurst, verschimmeltes Brot usw) einfach in den Park "für die armen Vögel".

Im Endeffekt fressen das Zeug dann die Hunde und es wird ihnen schlecht oder sie kriegen Dünnschiß.

Daß man aber vernünftig und richtig Vögel füttern kann, wissen (oder wollen nicht wissen) die wenigsten.
Gast
 

Beitragvon Mausebär am 28.12.2003, 11:36

Hallo Tierliebhaber,
ich stelle meine Meisenknödel seit dem letzten Jahr selbst her. Es ist zwar etwas Arbeit, aber die Vögel fressen das bei mir viel lieber als die gekauften Dinger und um einiges billiger ist es auch. Wenn jemand das Rezept möchte stelle ich es gerne hier rein.
Gruß Mausebär
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Beitragvon Siggi am 28.12.2003, 15:52

Hallo Mausebär!
Her damit!

Danke schon mal im Vorraus
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Beitragvon Gast am 29.12.2003, 10:45

Hallo Mausebär!

Ja bitte, ich hätte das Rezept auch gerne!
Gast
 

Beitragvon Suppenkaspar am 29.12.2003, 11:37

Hallo Mausebär,
bitte, bitte für mich auch.

Dankenderweise liebe Grüße Evelyn
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Beitragvon Mausebär am 29.12.2003, 14:46

Hallo Vogelfreunde,
ich sagte ja schon, dass die Herstellung der Meisenknödel etwas Arbeit bedeutet, aber die Vögel bei uns hier fressen sie gerner (sind viel schneller leer) als die gekauften. Ich persönlich finde auch die selbstgemachten sehen besser aus, bei den gekauften habe ich immer den Eindruck, dass das Fett so ranzig aussieht.

Also hier kommt nun mein Rezept für die Meisenknödel.

0,50 kg Pflanzenfett (das billigste Frittierfett 1 kg für € 1.09)
0,50 kg Sonnenblumenkerne (1 kg für € 0,80)
0,25 kg Haferflocken (0,5 kg für € 0,24)
0,25 kg Sultaninen (0,5 kg € 0,85)

Das Fett schmelzen, alle Zutaten unterrühren, die Masse halb fest werden lassen (das Fett sollte so cremig sein), dann in Formen füllen (am besten kleine Gefrierdosen) und dabei fest eindrücken. Nun über Nacht ganz fest werden lassen, ich lege die Dinger einfach auf den Balkon. Die Dosen kurz unter heißes Wasser halten und so kann man sie leicht auslösen.
Ergibt etwa die Menge von 20 gekauften Meisenknödel.
Gruß Mausebär
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Beitragvon Gast am 30.12.2003, 12:00

Danke Mausebär, wird ausprobiert, suepr!
Gast
 

Beitragvon Siggi am 30.12.2003, 20:44

Wenn es Frost gibt werde ich meinen Lieben es servieren.

Danke
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Beitragvon Suppenkaspar am 01.01.2004, 10:46

danke schön
Evelyn
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Beitragvon Mausebär am 04.01.2004, 11:42

Hallo Vogelfreunde,

man sollte es doch wirklich nicht glauben was für Menschen es gibt. Es ist für mich immer noch unfassbar und deshalb will ich es mir hier kurz von der Seele reden.

Habe Euch ja schon mitgeteilt, dass ich die Meisenknödel selbst herstelle und um die den Vögeln zu servieren hat mein Mann, aus Plastik Abflussrohr, so Röhren hergestellt die in Bäumen aufgehängt und mit dem Futter gefüllt werden.

Damit Ihr Euch den Garten besser vorstellen könnt: er ist ca. 20 Gehminuten vom nächsten Ort entfernt, hat ringsum einen ca. 1,40 m hohen Zaun, ist ganz alleine eingebettet zwischen Wald und Acker, man muss also wissen dass dort ein Garten liegt um ihn zu finden.

Gestern waren wir also wieder dort um neues Futter für die Vögel zu verteilen und was soll ich sagen, ich kann es eigentlich selbst immer noch nicht glauben, muss doch tatsächlich jemand über den Zaun gestiegen sein und hat uns so eine Röhre für die Meisenknödel gestohlen. Was sind das nur für Menschen?

Grüße von einem immer noch entsetzten Mausebär
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Beitragvon Siggi am 04.01.2004, 17:09

Sie sind arm an Geist und reich an Skrupellosigkeit.

Meine Großmutter hat solchen Leuten, Menschen kann man ja nicht dazu sagen, immer „böse Furunkeln an allen empfindlichen Stellen“ gewünscht. Ich auch!!!
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Beitragvon Siggi am 31.01.2004, 18:38

Februar
Biologisch gärtnern was ist das?

Die Biogärtner
sind auf dem Vormarsch. Was sie von herkömmlichen Gärtnern unterscheidet, ist eine andere Einstellung zur Natur und ein anderer Umgang mit ihr. Viele Jahre trat ihr der Mensch als »homo faber« gegenüber, versuchte ihr das nach seinen Vorstellungen Beste durch Kunstdünger und chemische Schädlingsbekämpfung abzugewinnen. Biologische Gärtner bemühen sich ebenfalls um eine Ertragsoptimierung - aber auf einem anderen Wege. Leuchtende Blütenfülle, gesunde Pflanzen und große Ernten lassen sich nämlich auch dadurch erzielen, daß man Boden und Pflanzen ihren Bedürfnissen entsprechend fördert. Biogärtner lernen ein Leben lang mit und aus ihrem Garten. Sie versuchen Naturvorgänge zu verstehen, um sie für sich zu nutzen.

Bodenpflege.
Sie steht allem voran, denn nur ein gesunder, nahrhafter Boden bringt die größten Erträge. Der Biogärtner versucht deshalb die Tätigkeit der Bodenlebewesen (die organische Stoffe in nahrhaften Humus umsetzen) wo immer es geht zu unterstützen. Und das heißt: - Lockern des Bodens mit Sauzahn oder Grabgabel statt umstechen, damit die einzelnen Bodenschichten nicht umgekehrt und die Tätigkeit der Bodenlebewesen empfindlich gestört werden.

-Düngen mit organischen Stoffen oder natürlichen Mineralien statt mit Kunstdünger, der die Bodenlebewesen abtötet und die Erde versalzt.

-Schutz der Bodenoberfläche vor Sonne (Versengen, Auslaugen), Wind (Austrocknen, Verkrusten, Abtragen) und Regen (Verschlämmen) durch Mulchdecken, Gründüngung oder Flächenkompostierung.

- Kompostierung statt Abfallbeseitigung. Kompostierung ist eigentlich nichts anderes als den natürlichen Kreislauf des Werdens und Vergehens zu schließen. Die Nährstoffe, die dem Boden durch Wachstum und Fruchtbildung entzogen werden, kommen nach einem Verrottungsprozess (in der Natur an Ort und Stelle, im Garten geordnet auf dem Komposthaufen) wieder in ihn zurück

Mischkultur.
Neben dieser »einfühlsamen« Bodenbearbeitung steht ein »verstehender« Umgang mit Pflanzen. In Jahrhunderten des Gärtnerns hat sich ein Erfahrungsschatz über Pflanzen und ihre Besonderheiten angesammelt, auf den Biogärtner zurückgreifen. Man weiß inzwischen, daß es Pflanzen gibt, die gut miteinander auskommen, ja sich sogar gegenseitig fördern, während andere sich nicht »leiden können«. Durch Zusammenpflanzen der richtigen Partner erzielt der Biogärtner eine erstaunliche Ernte auf geringem Raum. Statt Monokulturen werden also Mischkulturen angelegt.

Schädlingsabwehr.
Beim Umgang mit Schädlingen gehen Biogärtner ebenfalls andere Wege. Schädlinge werden mit biologischen Mitteln oder mit Nützlingen (die die Schädlinge vernichten) reduziert - oder man lenkt sie durch spezielle Pflanzen dorthin, wo sie keinen Schaden anrichten können.

Aus dem Wortschatz des Biogärtners
Mulchen.
In der Natur gibt es keine bloße Erde, überall ist der Boden bewachsen oder bedeckt (mit verrottendem Laub usw.. Nackter Boden bedeutet im natürlichen Prozess Wüste. Der Biogärtner nimmt die Natur als Vorbild und deckt seine Beete ab, zum Beispiel mit halbreifern Kompost, Stroh, Laub, Rindenmulch, Plastikfolie, Brennnesseln, Beinwellblättern oder angetrocknetem Grasschnitt.

Flächenkompostierung.
Dabei wird feinzerschnittenes Mulchmaterial mit halbreifem Kompost und Kompostaufbereiter vermischt, auf der Beetoberfläche verteilt und leicht in die oberste Bodenschicht eingearbeitet. Das Ganze deckt man mit einer dünnen Mulchschicht ab. So werden die Bodenlebewesen zur direkten Verrottungsarbeit auf dem Beet angefeuert.

Gründüngung.
Ziel jeder Gründüngung ist es, den Boden luftig und locker zu machen und dabei anzureichern. Dies erfolgt durch Aussaat von Gründüngungspflanzen, deren Wurzeln den Boden tiefgründig lockern und in vielen Fällen auch Stickstoff ansammeln. Gleichzeitig decken sie die Beetoberfläche ab. Die Gründüngungspflanzen werden, wenn sie ausgereift sind, gemäht oder in den Boden als organische Anreicherung eingehackt. Die Wurzeln bleiben in jedem Fall im Boden zum Verrotten.
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Beitragvon Siggi am 18.02.2004, 20:56

Habe da was interessantes gefunden:
http://www.biokeller.de/buecher/buecher.html
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