von Inge am 13.10.2002, 19:40
Hallo,
habe auch noch ein paar Rezepte was man mit Quitten noch machen kann.
Gruß Inge
Quittenbrot (Cotignac, ou pate de coings)
ZUTATEN für eine Portion
Menge Maß Zutat, Art
2 kg Quitten (reif)
1 l Rotwein (evtl. mehr)
1 1/2 kg Honig (Menge anpassen)
1/2 TL Zimt
1/2 TL Ingwerpulver (evtl. mehr)
Hinweis: Mit einem Klick auf die Zutaten des Rezepts gelangen Sie zu deren detaillierten
Nährwertangaben.
ZUBEREITUNG
Die Früchte schälen und das Kerngehäuse entfernen, dann in Stücke schneiden. In einen
Topf geben und mit Rotwein bedecken. Langsam zum Kochen bringen und so lange
kochen, bis die Quitten recht weich sind (etwa 15 bis 20 Minuten nach dem ersten
Aufkochen).
Sorgfältig abtropfen lassen und durch ein Sieb oder die Gemüsemühle passieren, bis
man ein schönes Püree hat.
Das Püree wiegen. Man nimmt 300 Gramm gekochten und abgeschäumten Honig auf 500
Gramm Quittenpüree. Den Honig zugeben. Auf sehr kleiner Flamme das Püree mit dem
Honig kochen, bis diese Mischung eingekocht ist und eine schöne durchsichtige Paste
bildet.
Um zu überprüfen, ob es gar ist, einen Tropfen der Mischung auf einen Teller geben;
wenn er sehr schnell geliert, ist die Paste fertig. Die Flamme muss sehr klein sein, damit
die Masse nicht anhängt.
Am Ende der Garzeit die Gewürze zugeben und untermischen. Auf eine große und flache
Platte eine etwa anderthalb Zentimeter dicke Lage gießen. Das Quittenbrot kalt werden
und einige Tage austrocknen lassen, bevor man es zerschneidet, um es zu verzehren.
Wenn Sie das Quittenbrot bei einem mittelalterlichen Bankett servieren möchten, raten
wir Ihnen, es in Rauten zu schneiden und auf einem Bett aus frischen Lorbeerblättern
anzurichten. Aber für den gewöhnlichen Verzehr können sie das Quittenbrot auch in
Kristallzucker wälzen und in kleinen Papierschälchen anbieten.
NÄHRWERTE (pro Portion)
Energie 6086 kcal
25481 kJ
Eiweiß 17 g
Fett 11 g
Kohlenhydrate 1,306 g
Ballaststoffe 125 g
Mineralstoffe 14 g
ANMERKUNG
Dies ist eines der ersten französischen Rezepte für Quittenbrot oder 'cotignac', welches
die Stadt Orleans später zu ihrer großen Spezialität machte.
Hier wird es mit Honig zubereitet, wie alle 'confitures et confiseries' aus dem Menagier de
Paris. Für den Autor kommt es hier nicht in Frage, den kostbaren Zucker zu verwenden,
der edlerer Verwendung vorbehalten bleibt. Und doch ist dieses Rezept nicht
uninteressant, denn dadurch, dass die Früchte in Rotwein und nicht in Wasser gegart
werden, erhält das Quittenbrot eine schöne Färbung und einen kleinen alkoholischen und
sauren Nebengeschmack, der den süßen Geschmack der Quitte und den
Moschusgeschmack des Honigs ausgleicht.
Zum Verständnis des Wortes 'cotignac' muss man den Namen der Quitte heranziehen