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Braten

Moderator: kug-team

Beitragvon Lissy am 03.04.2002, 19:02

Möchte mich bei dem " Fleischrätsel" beteiligen:
Bei uns nennt man es auch Schweinerücken,daraus werden auch die guten Schweinerückensteaks geschnitten.
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Beitragvon Siggi am 03.04.2002, 20:42

Hallo Räuberchen
Welches Fleisch würdes du den Essen?
Schweinefleisch? Sie leben in engen Pferchen, könne sich kaum bewegen und der Kanibalissmus ist groß. Beim Tranzport sterben 5-7 % an Stress, was das Fleisch der(noch) Überlebenden auch nicht besser macht.

Über Rindfleisch brauchen wir ja nicht zu reden und immer Lamm ist auch nicht das Wahre.

Gut es gibt noch Geflügel. Hühner Artgerecht? Wo gibt es das noch? Putenfleisch? Wenn ich diese Monster sehe denke ich das Dolly Buster gegen sie die reinste Twiggy ist. Die Puten bestehen doch nur aus Brust und können doch nicht mehr Laufen und fallen vornüber.

Nun sind wir wieder beim Pferd. In der Regel ist ein Schlachtpferd ein verunglücktes Sportpferd, gut bestimmt auch schon mal ein altersschwacher Zosse. Aber immer noch besser als ein chemieverseuchtes Stück Vieh.
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Beitragvon Gast am 03.04.2002, 20:59

Hallo Siggi!
Bin zwar auch ("pensionierte") Reiterin, aber Pferdefleisch esse ich schon. Du hast da schon recht mit den medikamentenverseuchten Schweinen und dem ganzen Zeug. Aber Vegetarier werde ich trotzdem nicht, weil auch im Gemüse (wenn gekauft) so viele Schwermetalle drin sind, daß ich theoretisch leuchten müßte, wenn ich Erdbeeren oder Gemüse aus dem Süden esse *g*.
Am besten, ich eß gar nix mehr..... bräuchte mir dann keine Gedanken um die Figur machen, hihi!
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Beitragvon dididas am 03.04.2002, 21:00

Hier ein Rezept für alle, die Pferde lieben, aber doch einmal einen "Rheinischen Sauerbraten" probieren wollen:

RHEINISCHER SAUERBRATEN

1000 g RINDFLEISCH(aus Schulter oder Keule)
Für die Beize:
1/4 l Essig, 1/4 l Wasser
1 Lorbeerblatt
6 Pfefferkörner
1/2 TL Senfkörner
1 Zwiebel

Außerdem:
60 g Margarine
1/4 l Fleischbrühe (Würfel)
2 EL Rotwein
50 g Honigkuchen
1 EL Mehl (10g)
4 EL Sahne (60g)
40 g Rosinen

Fleisch waschen und abtrocknen. Fettstreifen diagonal einkerben.
Für die Beize Essig und Wasser in einen Steinguttopf geben. Gewürze und die in Scheiben geschnittene Zwiebel dazu. Fleisch reinlegen. Zugedeckt 3 Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Ab und zu wenden.
Fleisch aus der Beize nehmen und abtrocknen. Beize durch ein Sieb gießen. Margarine in einem Bräter erhitzen. Fleisch rundherum 15 Minuten anbraten. Fleischbrühe, Rotwein und 3 EL Beize zugießen. Zugedeckt 90 Minuten schmoren.
Honigkuchen fein zerbröckeln. 10 Minuten vor Ende der Schmorzeit zum Fleisch geben.
Fleisch herausnehmen. Etwas abkühlen lassen. Quer zur Faser aufschneiden.
Fleisch auf eine angewärmte Platte geben.
Für die Soße Bratfond durch ein Sieb in einen Topf geben. Aufkochen lassen. Hitze reduzieren. Mehl mit Sahne in einer Tasse verrühren. In die Soße rühren. 5 Min. leicht köcheln lassen. Die Rosinen in die Soße geben. 3 Min. ziehen lassen. Soße mit Salz abschmecken.

@ Siggi :
Das Rezept für den Rheinischen Sauerbraten wollte ich eigentlich Dir überlassen. Aber Pferdefleisch, iiii "Nein Danke". Mir haben zwar auch schon etliche Leute erzählt, es würde gut schmecken. Aber am nächsten Tag in die sanftmütigen, braunen Augen der Pferde meines Nachbars zu schauen. Das bringe ich nicht übers Herz.
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Beitragvon dididas am 03.04.2002, 21:05

Hallo sunnyhilly !
Bei solch einem Essen möchte ich gern einmal zusehen!
Grüße dididas
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Beitragvon dididas am 03.04.2002, 21:26

SCHWEINEBRATEN MIT KRUSTE ( 8 Port.)

1 1/2 kg Schweineschulter mit Schwarte
4 Knoblauchzehen
Salz, 1 TL schwarze Pfefferkörner
2 Gewürznelken
2 EL Öl
1 TL gehackter Rosmarin
4 Möhren
1 Lorbeerblatt
1/4 l Helles od. dunkles Bier (kein Pils)
500 g Lauch
eventuell 1/4 l Fleischbrühe
schwarzer Pfeffer gemahlen

Backofen auf 225° vorheizen. Die Schwarte mit einem Messer kreuzweise einritzen, das Muskelfleisch aber nicht verletzen.
Den geschälten Knoblauch mit etwa 1/2 TL Salz, den Pfefferkörnern und den Nelken in einem Mörser fein zerstoßen. Das Öl und den Rosmarin untermischen. Das Fleisch rundum mit der Gewürzmischung einreiben.
Einen Bräter fingerhoch mit kochendheißem Salzwasser füllen. Den Braten mit der Schwarte nach unten hineinlegen, den Bräter unten in den Backofen stellen. Etwa 15 Min. garen, dann das Fleisch wenden und mit der Schwarte nach oben weitere 15 Min. garen.
Die Möhren in Scheiben schneiden. Die Möhren und das Lorbeerblatt in den Bräter geben, das Fleisch mit Bier begießen. Weitere 45 Min. schmoren. Die Schwarte ab und zu mit dem Bratensaft begießen.
Lauch putzen und längs vierteln, waschen und in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Die Hitze im Backofen auf 175° reduzieren, die Lauchstücke um das Fleisch herum verteilen und etwas Brühe angießen. Den Bräter weiter oben in den Backofen schieben, das Fleisch nochmals etwa 45 Min. schmoren, immer wieder mit Bratensaft begießen.
Den Braten und die Lauchstücke herausnehmen und im ausgeschalteten Backofen warmhalten. Die Soße im Bräter pürieren (Lorbeerblatt herausnehmen) und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dieser Braten hat eine herrliche, knusprige Kruste!
Gutes Gelingen wünscht dididas
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Beitragvon Siggi am 04.04.2002, 04:02

Hallo Bienemaus
Eigendlich ist es egal was man ist, Müll ist überall drin, sogar in gewissen Teilen im Biogemüse. Wollte nur eine Lanze für der Pferdefleisch brechen.
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Beitragvon Siggi am 04.04.2002, 04:03

Hallo dididas
Und was ist mit den schönen braunen Augen der Kälber?
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Beitragvon Seeräuber am 04.04.2002, 07:06

Lieber Siggi,
wenn man nicht gerade Bauer ist kommt man nicht in die Verlegenheit zu den Kälbern eine Beziehung aufzubauen und reiten kann mann da auch nicht drauf - auf Fohlen natürlich auch nicht - falls du jetzt spitzfindig werden möchtest. Obwohl was du zu den anderen Geschöpfen bemerkt hast, ist ja auch alles richtig aber dann darf man wirklich nichts mehr essen. Aber nun auch hier nichts für ungut, der eine so und der andere so.Bleib du bei deinem Pferdefleisch aber ich werde das freiwillig nicht verspeisen.

Zu DIDIDAS:
Vielen Dank für die Ausführung zum Pferdefleisch, besser hätte ich es auch nicht sagen können!
Euer Räuberchen Antje
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Beitragvon Gast am 04.04.2002, 11:20

Hallo Siggi!
Ja klar, ist ja auch was Feines. Was das Gemüse betrifft: bei uns haben sie nach Untersuchungen gesagt, daß Erdbeeren und Tomaten aus Spanien ziemlich mit Schwermetallen belastet sind, auch mit Pestiziden. Wenn man nicht selber einen Garten hat, ist das halt ziemlich Sch..xxx
Ich will eigentlich gar nicht wissen, was wir täglich so zu uns nehmen, das graust es mir sicher *g*
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Beitragvon dididas am 04.04.2002, 11:26

Auf dem Land zu leben hat manchmal auch Vorteile. Mein Rindfleisch beziehe aus dem Nachbarort. Dort gibt es noch einen Landwirt, der ganzjährig Weidehaltung und Muttertierhaltung betreibt. Er schlachtet auch selber. Da bekomme ich auch Wurst. Naja, mit den Kälbern hast Du schon recht. deshalb gibt es bei uns auch selten Kalbfleisch.Bei dem Bauern kaufe ich auch meine Eier von Hühnern, die dort über das Weideland laufen.Außerdem gibt es 3-4 mal im Jahr einen Tag des offenen Bauernhofes. Da kann man sich über die Tierhaltung informieren und kauft halt bei dem Bauern, der oft eigene Schlachtung hat, ein, der einem am besten zusagt.
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Beitragvon Siggi am 04.04.2002, 17:38

Du raubst also den Hühnern den Nachwucht. Die Arman Hühner ganz ohne ihre Kinder.

Was ich mit den vorherigen Beiträgen sagen wollte ist das alle Tiere irgendwsie in die Nahrungskette der Menschen gehören. Ob der Eine oder Andere irgend ein Tier ist oder nicht hängt von der Einstellung ab. Ich habe mit keinem Fleisch ein Problem.
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Beitragvon sunnyhilly am 08.04.2002, 10:36

Liebe dididas!
Ja, das wäre es wert, beim Schweinsbratlessen bei den Chinesen zuzusehen, wie im Kabarett, so dass alle anderen Gäste stehenbleiben und lachen.

Fröhliche Grüsse
sunnyhilly
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Beitragvon Elke am 08.04.2002, 19:26

Hallo Sunnyhilly, hallo Patricia,

wenn ich mich kurz einschalten darf, also ich kenne Schweinskarree unter dem Begriff Kammbraten.

Ich hoffe, euch weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße von der Mosel

Elke
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Beitragvon dididas am 10.04.2002, 21:05

MARINIERTER PUTENBRATEN

750 g Putenbrust
1/2 l Buttermilch
1 Lorbeerblatt
2 TL getr. Oregano
1 Stück unbehandelte Zitronenschale
schwarzer Pfeffer
2 Zwiebeln Salz
2 TL Mehl
3 EL Öl
1 TL Speisestärke
500 g kleine, neue Kartoffeln
1/2 Bund Petersilie

Putenbrust waschen und abtrocknen. Buttermilch mit Lorbeerblatt, Oregano und Zitronenschale in einer Schüssel verrühren und mit Pfeffer würzen. 1 Zwiebel in Ringe schneiden und untermischen. Braten in der Buttermilch-Marinade wenden und zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Fleich herausnehmen, abtropfen lassen und mit Küchenkrepp abtrocknen. Rundherum salzen und pfeffern und mit Mehl bestäuben.
Die zweite Zwiebel fein hacken. 2 EL Öl in einem Bratentopf erhitzen, den Putenbraten anbraten. Die Zwiebelwürfel mit anbräunen. Die Buttermilch-Marinade durch ein Sieb gießen, mit der Speisestärke verrühren(ist wichtig, da sonst die Buttermilch ausflockt) und zum Braten gießen. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 50 Minuten schmoren. Zwischendurch einmal wenden.

Inzwischen die Kartoffeln waschen und abbürsten. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen, die Kartoffeln darin anbraten. Salzen, Deckel auflegen und etwa 35 Min. garen. Petersilie fein hacken.
Die Soße vom Putenbraten abschmecken, zum Fleisch und zu den Kartoffeln servieren. Petersilie drüberstreuen.
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