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Beitragvon Albyeti am 15.05.2004, 17:14

Alles wird gut...wenn man`s richtig macht.
Zuletzt geändert von Albyeti am 18.09.2008, 12:59, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Albyeti am 15.05.2004, 17:50

oder die, die es werden wollen[/b] :grin:
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Beitragvon Siggi am 15.05.2004, 19:17

Das schreit nach mehr!!!
http://www.gemeinsam-csc.

Ich bin umgezogen!

Lieber mit kleinen Schritten versuchen etwas zu bewegen
Als auf große Schritte anderer warten.

Bis die Tage
HERR Siggi
Nicht verwand und verschwägert mit ...
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Beitragvon Albyeti am 15.05.2004, 21:07

Hallo Liebhaber der schwäbischen Küche.....oder die, die es werden wollen

Für jeden Schwaben unverzichtbar !! :grin:

Schwäbischer Kartoffelsalat

Lu 05/2004 (Rezept von 1922)
(für 4 Personen)

Zutaten:

1 kg frisch gekochte Kartoffeln
Salz und Pfeffer
1 fein geschnittene Zwiebel
ca. ½ Liter Fleischbrühe
2 – 3 EL Essig
2 – 3 EL Öl

Zubereitung:

Frisch gekochte Kartoffeln werden noch heiß in Scheiben geschnitten, dann Salz, Pfeffer, fein geschnittene oder gewiegte Zwiebel beigefügt, 1 Schöpflöffel Fleischbrühe oder heißes Wasser und den Essig dazu, dann das Öl, und der Salat gut untereinandergemengt. Soll der Salat für später vorbereitet werden, so gibt man an die heißen Kartoffelscheiben das heiße Wasser oder die Fleischbrühe und den Essig und lässt es auf dem warmen Herd stehen. Vor Gebrauch werden dann die anderen Zutaten beigefügt.

Statt Öl verwenden kann man auch Fett heiß machen oder Speckwürfel rösten, den nötigen Essig dazu gießen und damit den Kartoffelsalat und mit dem Gewürz anmachen.

Der Salat kann auch auf folgende Art zubereitet werden:

1 gehäufter Teelöffel Kartoffelmehl wird mit ¼ Liter Fleischbrühe oder Wasser, in dem nach Belieben 1 Fleischbrühwürfel aufgelöst wird, glattgerührt, dann 2 EL Weinessig und Salz beigefügt; diese Mischung, die nicht zu dick sein darf, wird unter stetem Rühren einmal aufgekocht, über die heißen Kartoffeln gegossen und gut durchmischt. Zwiebeln nach Geschmack.

Oder: Geriebener Kartoffelsalat

Gekochte Kartoffeln vom Tag zuvor werden gerieben, etwas heiße Fleischbrühe oder Wasser darüber geben und mit dem nötigen Essig, Salz, Pfeffer, Öl und geriebener Zwiebel gut durcheinandergemengt. Statt Öl kann auch Rahm oder lauwarme Milch genommen werden.

Anmerkungen:
  • Im Rezeptbuch von 1951 taucht Senf oder Majonäse auf. Das gehört meiner Meinung nach nicht in einen echten schwäbischen Kartoffelsalat.
  • Wir mögen den Kartoffelsalat schön feucht und lauwarm. (TIPP: er lässt sich auch in der Mikrowelle wieder auf schwäbisches lauwarmes Niveau beamen!)


@ Siggi: Habe den Schrei nach Mehr gehört! :wink:

Viele Grüße von der rauen Alb
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon Albyeti am 15.05.2004, 23:02

Hallo Liebhaber der schwäbischen Küche.....oder die, die es werden wollen

Manchmal gibt es auch bei den sparsamen Schwaben Fleisch ! :lol: :lol: :lol:

Rostbraten

Lu 05/2004 (Rezept von 1951)
(für 4 Personen)

Zutaten:

500 g Ochsen- oder Rindfleisch (Rippenstück)
40 g Fett
Salz, Pfeffer
2 Zwiebeln
Fleischbrühe

Zubereitung:

Das gut abgelagerte Fleisch wird geklopft, in fingerdicke Scheiben geteilt, die äußere Haut einige mal eingeschnitten, in sehr heißem Fett bei starker Hitze unter öfteren Wenden und Begießen 8 – 10 Minuten gebraten. Das Fleisch muss sich weich anfühlen. Kurz vor dem Anrichten bestreut man das Fleisch mit Salz und Pfeffer, gibt geschnittene Zwiebeln und nach Belieben einige gekochte Kartoffelwürfel dazu. Dann wird das Fleisch herausgenommen, der Bratensatz mit etwas Fleischbrühe abgelöscht, aufgekocht und über das Fleisch gegeben.

Tipps:
  • Das Fleisch sollte wirklich gut abgehangen sein und eine schöne Schwarte haben. (Keine Angst vor Fett! Fett ist ein Geschmacksträger!)
  • Mariniert man das Fleisch ca. zwei Tage mit Öl im Kühlschrank, wird der Rostbraten schön zart.
  • So machen wir es: Fleisch wie beschrieben braten, zur Seite stellen, mit Alufolie abdecken und im auf 50 Grad vorgeheizten Backofen warm stellen. Etwas Butter zu dem Bratenfond geben und die in Streifen geschnittenen Zwiebeln darin leicht bräunen lassen. Mit wenig Fleischbrühe aufgießen und eventuell Bratenfond (auch gekörnt) einrühren. Salzen und pfeffern, reduzieren lassen und zum Rostbraten servieren.
  • Dazu gehören unbedingt Bratkartoffeln (von Salzkartoffeln) !


Wer nie einen schwäbischen Rostbraten gegessen hat, hat nicht gelebt ! :grin: :grin: :grin:

Viele Grüße von der rauen Alb
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon Gast am 15.05.2004, 23:44

Hallo Siegbert,
steht in diesen alten Büchern auch was von
Schäufele, Gaisburger Marsch u.ä.
Würde mich sehr interessieren. Danke im voraus.
Gast
 

Beitragvon Albyeti am 15.05.2004, 23:51

Hallo Hape,

Dir kann geholfen werden! Gaisburger Marsch steht bereits auf meinem Programm!

Viele Grüße
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon Oberchefin am 17.05.2004, 06:41

Hallo Siegbert!

Erst mal herzlich willkommen im Club - und ja, ich hätte auch gern mehr von Euren Spezialitäten-Rezepten, da ich ein riesiger Fan davon bin. War am Samstag "mal eben auf einen Sprung" bei Euch im Ländle (morgens hin und abends zurück, aber nicht ohne vorher lecker zu essen im Stuttgarter Stäffele!).

Schmatzende Grüße aus dem sonnigen Duisburg sendet
Brigitte
Ich kann allem widerstehen - nur nicht der Versuchung!
Brigitte
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Beitragvon Albyeti am 17.05.2004, 15:26

Hallo Liebhaber der schwäbischen Küche.....oder die, die es werden wollen

Weiter geht´s ! :grin: :grin: :grin:

Gaisburger Marsch (Kartoffelspätzle

......oder Schwäbische Kartoffelschnitz und Spätzle)

Lu 05/2004 (Rezept von 1951)
(für 4 Personen)

Zutaten:

375 g Mehl
1/8 Liter Wasser (oder mehr nach Bedarf)
Salz
10 g Butter
1 – 2 Eier,
500 g Kartoffeln
nach Belieben etwas Lauch
2 Zwiebeln
125 g Schinkenwurstwürfel nach Belieben
250 g Rindfleisch nach Belieben
Schnittlauch

Zubereitung:

Die roh geschälten Kartoffeln werden in Schnitze geschnitten und mit dem feingeschnittenen Lauch in Salzwasser halbweich gekocht. (nach Belieben kann in Würfel geschnittenes Rindfleisch mitgekocht werden), dann bereitet man aus Mehl, Eier, Wasser, Salz und Butter einen Teig und legt Spätzle zu den Kartoffeln ein. Das Gericht wird beim Auftragen mit in Butter gelb gerösteten Zwiebeln überschmelzt oder mit Schnittlauch bestreut. Beim Anrichten können Wurstscheiben beigefügt werden. Mann kann die Spätzle auch für sich in Salzwasser einlegen und dann zu den Kartoffeln geben.

Anmerkungen:

Wie man lesen kann, lässt sich das Gericht bereits im Jahr 1951 „aufhausig“, wie der Schwabe sagt oder sparsam kochen.

So machen wir es heute:
  • Aus Wasser, 1 Bund Suppengrün (gewürfelt), ca 250 g magerem Suppenfleisch (Rindfleisch), Salz und Pfeffer eine kräftige Fleischbrühe (ca. 2 Liter) kochen. Das Fleisch herausnehmen und abkühlen lassen. Dann in kleine Würfel schneiden. Die Brühe kann jetzt entweder mit dem Suppengemüse oder ohne weiter verwendet werden. Nun die Kartoffelschnitz darin weich kochen. Spätzle schaben (siehe Rezept „Spätzle“) und in die heiße Brühe geben und die Fleischwürfel zufügen (nicht mehr aufkochen lassen!). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abschließend mit frisch gehacktem Schnittlauch servieren.
  • Albyeti-Tipp:(Gourmet-Variante) aus einem schönen Tafelspitz mit Suppengrün und Markknochen eine Kraftbrühe oder Consommé (entfettete, passierte und geklärte Fleischbrühe) herstellen (ca. 3 – 4 l). Diese Brühe kann man dann für zwei Gerichte verwenden Einen Teil des Tafelspitz mit der Brühe für den Gaisburger Marsch, den anderen Teil für z.B. Tafelspitz mit Meerrettichsoße.

Für heute habe ich meine Hausaufgaben gemacht, weiter geht es mit etwas Süßem! :smile:

Viele Grüße von der heute sonnigen und warmen Alb!
Siegbert (Albyeti)


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Alles wird gut...wenn man`s richtig macht.


<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Albyeti am 2004-05-17 16:42 ]</font>
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Beitragvon Lion am 17.05.2004, 17:23

Hallo Siegbert,
noch vor 3 Jahren wohnte ich in Steinheim/Albuch. Ich kenne also die Schwäbische Küche und ich muss sagen die schmeckt echt lecker. Also bitte weiter Rezepte hierrein tippseln. Hast du auch eins mit Maultaschen?

Liebe Grüße nach Geislingen
von Lion
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Beitragvon Mausebär am 17.05.2004, 17:52

Hallo Siegbert,

habe eben erst deinen Beitrag gelesen.

Ich habe das "Neue Stuttgarter Kochbuch" von Friedr. Luise Löffler auch aus dem Steinkopf-Verlag in Stuttgart und zwar aus dem Jahre 1915.

Viele meiner beweährten Rezepte sind von Oma überliefert und stammen aus diesem Kochbuch.
Gruß Mausebär
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Beitragvon Albyeti am 17.05.2004, 17:54

Hallo Löwenfrau!

Maultaschen sind nach dem Süßen als Nächstes dran! :wink:

Ist das Steinheim bei Heidenheim?

Schwäbische Grüße von der heute sonnigen Alb!
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon Albyeti am 17.05.2004, 18:05

Hallo Mausebär!

Wo wohnst Du? Schicke doch einfach eine PN oder ein EMail!

Willst Du Dich nicht hier auf dieser Seite "mitkochen" ?

Schwaben aller Länder vereinigt euch! :grin: :grin: :grin:

Mit schwäbischem Gruß!
Siegbert (Albyeti)
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Beitragvon Gast am 18.05.2004, 06:34

Moin Siegbert,
danke für deine Schwäbischen Delikatessen. Ich bin als Blitzschwob/Datschiburger
geboren und bin immer noch kullinarisch/schwäbisch verbunden. Habe ein Kochbuch von meiner Mutter geerbt: "Koch- und Haushaltungsbuch" von
Emma Quenzer, Vorsteherin und Lehrerin der Koch-und Haushaltungsschule des Schwäbischen Frauenvereins in Stuttgart
10. Auflage (91.-100.Tausend)von 1951
Verlag von Ernst Reinhardt, München
Gast
 

Beitragvon Lion am 18.05.2004, 08:59

Hallo Siegbert,
ja, Steinheim bei HDH. War früher auch öfters in Geislingen unterwegs, hatte dort eine Freundin.

Ich freu mich schon auf deine Rezepte!

Sonnige Grüße auf die Alb
Lion
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