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War Mozart Deutscher oder Österreicher?

Moderator: kug-team

Beitragvon Katzenmoppel am 06.08.2003, 15:29

War Mozart Deutscher oder Österreicher?
Von Silvia Meixner

Berlin - Mozart war ein Deutscher, behaupten die ZDF-Geschichtsexperten und setzten ihn kurzerhand auf die Kandidatenliste der Aktion "Wer ist der größte Deutsche?" Der österreichische Botschafter in Deutschland, Christian Prosl, ist indigniert: "Mozart ist selbstverständlich Österreicher. Ich würde das in die Kategorie "verquerer Nationalismus" einordnen." W. A. Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren, er starb 1791 in Wien.

Bis zum 15. September sind ZDF-Zuschauer aufgerufen, den "größten Deutschen" zu küren. Die Aktion ist die deutsche Kopie der BBC-Show "Great Britons", Gewinner war im Vorjahr Sir Winston Churchill. Hier zu Lande stehen 300 Namen auf der Liste, darunter Konrad Adenauer, Johannes Gutenberg, Roy Black, Ernst Jünger, Sebastian Kneipp, Hans-Dietrich Genscher, Otto von Bismarck, Steffi Graf, Thomas Gottschalk, Johann Wolfgang von Goethe, Heino und Heinrich der Löwe. Peter Arens, Leiter der ZDF-Redaktion Geschichte und Gesellschaft, sagt: "Im Brockhaus 1837-1841 ist Mozart als deutscher Komponist verzeichnet. Zu seinen Lebzeiten gehörte Salzburg zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation." Der aktuelle Brockhaus bezeichnet das Genie als Österreicher. ????


Hallo Österreicher was sagt Ihr dazu ??????
Nun gut !
_________________

Grüße Katzenmoppel"Helmut
Heute so.. Morgen so...
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<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Katzenmoppel am 2003-08-06 18:31 ]</font>
Katzenmoppel
 
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Beitragvon sushi1959 am 06.08.2003, 15:39

hmmm....ich bin ja neuösterreicherin...aber wenn sie den adolf h. für sich beanspruchen dann sollten sie mozart doch den österreichern lassen...aber da sind wir dann wieder bei dem thema...ist jemand oder etwas deutsch nur weil es irgendwann mal zu deutschland gehörte/in einem teil der welt geboren wurde der mal deutsch war/irgendwie sonst mit deutschland in irgendeiner form in verbindung gebracht werden kann

ich habe da so meine bedenken...gehört eigentlich in das regionalrezepte forum aber trotzdem...wenn ein rezept aus ostpreussen ist...wieso ist es dann ein deutsches rezept?? ostpreussen hat erheblich länger zu anderen ländern gehört als zu deutschland...das gleiche gilt für das elsass (bleib ruhig puff-daddy) das war nur mal kurz deutsch...wieso sollen elsässer rezepte deutsche rezepte sein...oder schlesische...es würde doch auch keiner sagen ein rezept aus deutsch-südwestafrika ist
ein deutsches rezept, nur weil das mal deutsche kolonie war...übrigens länger als das elsass...

aber das ist wohl so...es ist alles deutsch...nett das bruckner österreicher bleiben darf...aber der ist vielleicht nicht
bekannt genug...
liebe grüsse sushi1959

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Beitragvon Gast am 07.08.2003, 15:08

Gut gebrüllt, Sushi :grin:
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Beitragvon Gast am 17.08.2003, 16:49

Mozart war Salzburger und Salzburg gehörte zu Mozarts Lebzeiten nicht zu Österreich, sondern war ein selbständiger Staat neben Österreich. Deshalb ist Mozart schon mal kein Österreicher. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß Salzburg HEUTE zu Österreich gehört. Denn nach einer solchen Logik wäre ja Andreas Hofer ein italienischer Freiheitskämpfer, weil Südtirol HEUTE zu Italien gehört. Falls Salzburg durch unvorhersehbare politische Entwicklungen in 100 Jahren zu China gehört, wird ja Mozart deswegen auch nicht zum chinesischen Komponisten. Die Zugehörigkeit einer Person wird durch die Umstände zu deren Lebzeiten entschieden, nicht dadurch, welche Grenzänderungen sich irgendwann in der Zukunft ergeben.

Hingegen kann man Mozart mit gutem Recht als Deutschen einstufen. Erstens hat er das selber getan ("Teutschland, mein geliebtes Vaterland") und zweitens hat er auch nicht weniger mit dem kulturgeographischen Gesamtzusammenhang aller deutsch sprechenden zu tun als Goethe oder Beethoven.

Ich bin übrigens österreicher und distanziere mich von der niveaulosen Schlachtenbummlerrhetorik meiner Landsleute in dieser Angelegenheit.

Übrigens: Auch Bruckner sah sich selbstverständlich als Mitglied der deutschen Nation, wie sich ähnlich belegen läßt.
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Beitragvon marshmallow am 17.08.2003, 19:13

Warum traust du dich dann nicht unter deinem Namen zu posten ? Ist doch auch ein bisschen niveaulos, oder ??
Österreicherin Barbara
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Beitragvon Gast am 18.08.2003, 06:48

Wenn wir schon beim "Zerpflücken" sind:
Die jetzige Deutsche Bundeshymne war mal Österreichs alte Kaiserhymne......

Und? Niemand regt sich drüber auf! Is eigentlich sowas von egaaaaaal. Mir zumindest.

Von mir aus war Mozart Römer. Weil das früher alles mal zum Römischen Reich gehört hat *grins*.
Gast
 

Beitragvon nora1at am 18.08.2003, 11:04

Hallo!

Keine Frage und keine Diskussion!

ÖSTERREICHER!:))))
Liebe Grüße
Nora
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Beitragvon sushi1959 am 18.08.2003, 20:46

hallo anonymus...

ich oute mich als deutsche...nur...in dieser aufzählung der 300 grössten deutschen wird nicht nur mozart eingedeutscht sondern auch siegmund freud...und der war mit sicherheit kein deutscher und hat sich meines wissens auch nie als einer bezeichnet...

ich kann mich auch nicht erinnern in irgendeiner biographie gelesen zu haben, dass bruckner sich als deutscher verstand...

elisabeth (sisi) hat sich nach ihrer heirat als österreichische kaiserin verstanden...nicht mehr als prinzessin zu bayern...weil, wenn mozart kein österreicher war weil salzburg damals ein eigenständiges bischofstum war, dann ist sie mit der gleichen argumentation nie deutsche gewesen...ihr vater war herzog in bayern und kein deutscher...deutschland war damals ein flickerlteppich und keine homogene nation...aus dem grunde scheidet dann auch friedrich der II aus, der sich nur zweimal in seinem leben kurz in deutschland aufhielt und ansonsten in süditalien lebte...

von den 300 grössten deutschen wurden einige "ausgeliehen"...und ob mozart nun österreicher war oder nicht...ich finde es schwach, dass man nicht in der lage war 300 deutsche zu finden die für den titel der beste oder der grösste qualifiziert wären ohne anleihen im benachbarten ausland...
liebe grüsse sushi1959

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Beitragvon Rosa am 18.08.2003, 21:54

Hallo!

Heute steht bei uns in der Zeitung, das er wohl doch ein Österreicher war! Das soll jetzt feststehen!

Tschüß Rosa
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Beitragvon Gast am 19.08.2003, 23:14

sushi:

Selbstverständlich hat Freud sich als Deutscher gesehen. Zitat: "Meine Sprache ist deutsch, meine Werke und meine Kultur ist deutsch" ... usw.

Daß Bruckner sich als Deutscher gesehen hat, weiß jeder, der sich einigermaßen in seiner Biographie auskennt. Er hat sogar spezielle Werke zum Ruhme des Deutschtums komponiert (z.B. "Germanenzug". Die 8. Symphonie hat er dem Inbegriff des Deutschen, dem "deutschen Michl" gewidmet).

Es überhaupt für Österreicher jahrhundertelang die größte Selbstverständlichkeit, sich als Deutsche zu verstehen. All die Künstler und Geistesgrößen, auf die Österreicher heute so stolz sind, waren (auch in ihrem eigenen Verständnis) als Österreicher genauso Deutsche wie Bayern oder Schwaben Deutsche waren.

Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde es aus taktischen Gründen üblich, sich als nichtdeutsch zu definieren. Man wollte sich ja als Opfer "der Deutschen" darstellen, und man kann ja nicht gut sein eigenes Opfer sein. Damit hat man sich vielleicht auf ziemlich miese Weise einiges an Wiedergutmachungspflichten erspart, man mußte aber ab sofort seine eigene deutsche Vergangenheit leugnen.

Bewußt wird den meisten Österreichern diese Schizophrenie erst, wenn sie die (öffentlich gern verschwiegenen) Zitate seiner Genies liest, die diese Probleme mit ihrem Deutschsein nicht hatten.
Gast
 

Beitragvon Gast am 20.08.2003, 07:47

@ Anonymus:

*GÄÄÄÄHN*, Du darst dafür den Adolf haben!

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: bienemaus am 2003-08-20 09:29 ]</font>
Gast
 

Beitragvon Gast am 20.08.2003, 09:07

@bienemaus

Das atemberaubende argumentative Niveau Deiner Wormeldung macht jeden Kommentar überflüssig. Aber Gähnen soll ja die Durchblutung des Gehirns fördern. Vielleicht hilft's.
Gast
 

Beitragvon Gast am 20.08.2003, 13:18

@ Anonymus:

Wenn mich jemand langweilt, muß ich halt gähnen, was solls *griins*


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Viele liebe Grüße
bienemaus

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: bienemaus am 2003-08-20 14:20 ]</font>
Gast
 

Beitragvon Roula am 20.08.2003, 15:10

Hallo liebe Europäer!

bitte nicht streiten, überlegt euch, bitte wohin Salzburg im Jahre 1756 gehört hat.....mmm dämmerts?, sonst erkläre ich Mozart zum Griechen er hatte ja schließlich einen griechischen Vornamen: Chrysostomus, was soviel bedeutet wie :Goldigermund :grin:
Servus Landsmann


Wolfgang Amadeus Mozart

(1756 - 1791)

[ Biographie | Werkverzeichnis | Opern |

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Die Biographie von Wolfgang Amadeus Mozart



1756

Als siebentes Kind kommt am 27. Jänner Wolfgang Amadeus Mozart in der Getreidegasse zur Welt; sein kompletter Name lautet in der Taufurkunde: Johannes Chrysostomus Wolfgang Gottlieb Mozart.

1760

Vater Mozart erwähnt die frühesten Kompositionen Wolfgangs; Wolfgang wächst in einer harmonischen Familienatmosphäre auf.

1762

Konstanze Weber, zwanzig Jahre später Mozarts Gattin, geboren; erste Kunstreise Wolfgangs mit Vater und Schwester nach München (Jänner); zweite Reise, diesmal nach Wien (September).

1763

Am 9. Juni Aufbruch der gesamten Familie (Vater, Mutter, Nannerl, Wolfgang) nach Deutschland und Frankreich.

1764

Von Frankreich führt die Reise nach England, mit zahlreichen Konzerten; die schon 1762 begonnene Kompositionstätigkeit wird fortgesetzt; Mozart schreibt seine früheste Symphonie; erste Begegnung mit Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn des vor 14 Jahren verstorbenen Thomas-Kantors J.S. Bach, der in London auf dem Gipfel seiner Laufbahn steht und den kleinen Mozart tief beeindruckt und beeinflußt; Mozart wird mit der italienischen Symphonie und Oper vertraut gemacht.

1765

Von England nach Frankreich und Holland.

1766

Von Holland über Frankreich in die Schweiz, nach Deutschland und dreieinhalb Jahre nach der Abreise Rückkehr nach Salzburg (30. November).

1767

Im September 1767 begab sich die Familie Mozarts nach Wien, wo der Knabe an Blattern erkrankte; in Wien schrieb Mozart die Musik zum Singspiel "Bastien und Bastienne"; die Uraufführung erfolgte 1767 in Wien.

1769

Heimkehr nach Salzburg, Ernennung zum unbesoldeten Konzertmeister der fürsterzbischöflichen Hofmusik; Abreise mit dem Vater nach Italien zur ersten der drei großen italienischen Reisen, die sie bis Neapel führte; auf dieser Reise konnte der Knabe seine Bekanntschaft mit der italienischen Musik gründlich vertiefen; sein öffentliches Auftreten in Innsbruck, Verona, Mantua, Mailand, Bologna, Florenz und Rom gestaltet sich zu einem Triumphzug.

MIDI FILE - from Sonata K 331 for piano: Rondo alla turca (3’39’’)

1770

In Bologna genoß Mozart den Unterricht des berühmten Musiktheoretikers Padre Martini; er wurde auf der Rückreise in die "Philharmonische Akademie" aufgenommen; in Rom erhielt er vom Papst den Orden vom Goldenen Sporn, der mit dem Titel "Cavaliere" verbunden war.

1771

Zweite Reise nach Italien.

1772

Für den Amtsantritt des neuen Salzburger Fürsterzbischofs Hieronymus Graf Colloredo komponiert Mozart die Kantate "Il sogno di Scipione"; er wird Konzertmeister der Hofkapelle und begibt sich mit seinem Vater auf die dritte und letzte Italienreise.

1773

Verhandlungen wegen einer Anstellung in Florenz und Wien zerschlagen sich.

1776

Wachsende Spannungen im erzbischöflichen Dienst.

1777

Abreise mit der Mutter zur Cousine Maria Anna Mozarts, dem "Bäsle", dann nach Mannheim, wo sich Mozart erstmals ernsthaft verliebt; es ist dies Aloysia Weber, die Schwester seiner späteren Gattin; der Vater protestiert brieflich aus Salzburg gegen eventuelle Heiratspläne; in Mannheim wurde Mozart von Johann Christian Cannabich, dem Leiter des berühmten Mannheimer Orchesters, freundschaftlich aufgenommen; dieser Kontakt mit der hohen Orchesterkultur und mit den Mannheimer Bemühungen um die Schaffung einer deutschen Oper erwies sich für Mozart sehr fruchtbar.

MIDI FILE - from Concert for flute and harp: 1st Mov. (8’58’’)

1778

Die Mozarts verlassen Mannheim und reisen nach Paris; dort stirbt am 3. Juli die Mutter.

1779

Rückkehr nach Salzburg, wo Mozart zum "Hof- und Domorganisten" ernannt wird.

1781

Mozart erhält den Auftrag nach Wien zu fahren, wo die Großen des Habsburgerreiches aus Anlaß der Thronbesteigung des neuen Kaisers Joseph II. versammelt sind und Salzburgs Fürst-Erzbischof seine Musikkapelle vorführen will; da Mozart aber selbst konzertieren will, kommt es zum Bruch und Mozart wird aus dem erzbischöflichen Dienst entlassen; eine letzte Zusammenkunft mit dem Oberstkämmerer Graf Arco beendet dieser mit einem Fußtritt für den Unbotmäßigen; damit hatte Mozart den Zustand der Dienstbarkeit, in dem sich damals noch die meisten Musiker befanden, beendet und war nun darauf angewiesen, seinen Lebensunterhalt als freier Künstler zu bewätigen; er macht sich in Wien ansässig und erhält einen kaiserlichen Opernauftrag; er tritt in nähere Beziehung zu Konstanze Weber, der Schwester Aloysias.

MIDI FILE - from "Le nozze di Figaro": Overture (5'04'')

1782

Uraufführung des Singspiels "Die Entführung aus dem Serail" am 16. Juli 1782; am 4. August heiratet er Konstanze; seine Frau war lebenslustig und etwas oberflächlich: sie hat bis zum Tode Mozarts dessen Genie nicht erkannt, obwohl sie nicht unmusikalisch war.

1783

Mozarts Wiener Tätigkeit als freier Künstler läßt sich vielversprechend an; die ersten Wiener Jahre brachten Mozart eine Fülle von Aufgaben; er gab Klavierstunden, spielte in Konzerten und veranstaltete eigene "Akademien".

MIDI FILE - Sonata K 545 for piano (11’15’’)

1784

Mozart tritt in die Freimaurerloge "Zur Wohltätigkeit" ein, für die er mehrere Kompositionen schreibt; er konzertiert oftmals in öffentlichen Sälen und Adelshäusern.

1785

Besuch Vater Leopolds in Wien; Mozart schliesst Freundschaft mit Joseph Haydn, dem er sechs Streichquartette widmet.

MIDI FILE - Piano Concerto No.23:

Allegro con spirito (11'21'')
Andante un poco adagio (5'57'')
Rondo allegretto grazioso (10'05'')

1786

Uraufführung der Oper "Die Hochzeit des Figaro" ("Le nozze de Figaro") am 1. Mai 1786 in Wien.

1787

Mozart reist nach Prag, wo sein "Figaro" hohe Anerkennung findet; er leitet diesen dort selbst einmal als Gastdirigent, erhält einen Opernauftrag und kehrt nach Wien zurück; sein Vater Leopold stirbt in Salzburg; er wird zum "Kaiserlichen Kammermusikus" an Stelle des verstorbenen Christoph Willibald Gluck ernannt; am 10. August 1787 ist die "Kleine Nachtmusik" fertiggestellt; am 29. Oktober 1787 wird "Don Giovanni" in Prag uraufgeführt.

MIDI FILE - from "Eine kleine Nachtmusik": 1 th Mov. (8’27’’)

1788

Die Wiener Erstaufführung des "Don Giovanni" reicht nicht an den Prager Triumph heran; im Sommer komponiert Mozart innerhalb von nur zehn Wochen seine letzten drei Symphonien, nämlich die in Es-Dur, KV 543, die g-Moll-Symphonie, KV 550, und die C-Dur-Symphonie, KV 551, genannt die "Jupiter-Symphonie"; Mozarts materielle Lage verschlechtert sich ständig, obgleich er genügend Einkünfte hat.

1789

Die wirtschaftliche Situation Mozarts verschlechtert sich weiter; er schreibt Bettelbriefe an einen Freimaurer-Logenbruder.

1790

"Cosi fan tutte", eine auf kaiserlichem Auftrag geschriebene Oper; die Aufführungen dieses Werkes sind nicht sehr erfolgreich, auch durch den Tod des Kaisers bedingt, wird das Werk bald vom Spielplan abgesetzt; Mozart reist auf eigene Kosten zur Kaiserkrönung nach Frankfurt; er kommt mit dem ihm seit Jahren bekannten Schauspieler, Sänger und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder in Kontakt.

1791

Schikaneder erteilt Mozart den Auftrag zur Komposition einer "Zauberoper" ("Die Zauberflöte").

MIDI FILE - from "Zauberflöte": Die Königin der Nacht (2’45’’)

Im Juli erhält Mozart den Auftrag ein Requiem zu schreiben; Auftraggeber ist Graf Franz Walsegg zu Stuppach: dieses Werk ist Mozarts letzte (unvollendete) Komposition; am 30. September 1791 wird "Die Zauberflöte" in Schikaneders "Freihaus- Theater" oder "Theater auf der Wieden" mit großem Erfolg uraufgeführt; der Erfolg steigert sich bei jeder nachfolgenden Aufführung; letztlich war es diese Oper, die vor allem dazu beigetragen hat, Mozarts Werk in der ganzen Welt bekanntzumachen; nach einigen Tagen schwerster Krankheit stirbt Mozart am 5. Dezember.

MIDI FILE - from Requiem: "Dies irae" (1'49'')

Konstanze, die Frau, befand sich auf Kur in Baden bei Wien; bei der Beisetzung am darauffolgenden Tag begleiten nur wenige Freunde die Leiche zur Einsegnung in den Wiener Stephansdom, aber niemand mehr den Wagen, der Mozarts Körper auf den St. Marxer Friedhof bringt; er wird in einem Grab mit mehreren anderen Toten und ohne Grabstein, wie es in dieser Zeit Brauch war, beigesetzt, sodaß seine letzte Ruhestätte nur ungefähr bestimmt werden kann; die Erinnerung an Mozarts Grabstätte wird heute durch ein kleines Denkmal am St. Marxer Friedhof festgehalten.



Werkverzeichnis und Opern von W. Amadeus Mozart


Catalogue of W. A. Mozart's Works

The Operas of W. A. Mozart
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Beitragvon Gast am 20.08.2003, 19:48

Falsch ist jeweils die Behauptung "reiste ... nach Deutschland". Deutschland lag (im Gegensatz zu Österreich) nicht außerhalb Salzburgs. Wenn Mozart also beispielsweise nach Mannheim reiste, dann reiste er nicht "nach Deutschland". Hingegen reiste er, wenn er nach Wien fuhr, nach Österreich.

Hört doch endlich mit der naiven Praxis auf, historische Gegebenheiten krampfhaft nach den Schemata heutiger Grenzverläufe zu beurteilen. Fehlt nur noch einer, der sagt, Mozarts Reise nach Prag sei eine Reise in die Tschechoslowakei bzw. nach Tschechien gewesen.
Gast
 

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