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Bücherkiste

Moderator: kug-team

Beitragvon mmoerth am 23.08.2006, 20:20

Habe da wirklich zufällig beim Stöbern in der Buchhandlung etwas mitgenommen, das sich als Entdeckung erwiesen hat (in keinem meiner g´scheiten Lesewegweiser und Literaturverzeichnisse habe ich ihn bisher entdeckt).
Ernst Weiß, 1882 in Brünn/Mähren geboren, nahm sich am 15. Juni 1940, dem Tag nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Paris, das Leben.
Mehr weiß ich nicht von diesem Autor, außer, dass Hermann Hesse seine Werke sehr geschättz hat.

Der Ernst Weiß-Roman, der mich einfach nicht mehr losgelassen hat:

Der Gefängnisarzt
oder
Die Vaterlosen

Ich habe eine suhrkamp-tb-Ausgabe (Nr.794)

Margarita (keine entspannende Urlaubslektüre!)

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Beitragvon mmoerth am 04.09.2006, 11:00

Wem einmal nach englischsprachiger Unterhaltung zumute ist:
Habe übers Wochenende
"Lessons in duck shooting" gelesen, Autorin Jayne Buxton, published by Arrow Books in 2006, ISBN 0 09 949242 3

Gutes Schulenglisch genügt.

Ein köstlich geschriebener Roman - geschiedene Mutter zweier Kinder macht sich mit "professioneller" Unterstützugn auf die Suche nach einem neuen Ehegespons. Hat durchaus auch Tiefgang, trotzdem oft zum Lachen.
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Beitragvon mmoerth am 16.09.2006, 08:45

Endlich wieder ein empfehlenswertes Buch gelesen (dazwischen nix Gescheites gewesen):

Sommer am See von Kathleen Gilles Seidel, Ullstein TB, ISBN 3-548-25053-X, 460 Seiten

Eine sehr amerikanische Geschichte über eine ziemlich amerikanische Patchwork-Familie (wobei die Kinder der Frischvermählten allesamt erwachsen sind und großteils selbst bereits Kinder haben). Die höchst unterschiedlichen Charaktere und deren Verstrickungen (oft in selbstgelegte Fußangeln) sind amüsant beschrieben, in früherer Zeit hätte man von "erbaulicher" Lektüre gesprochen. - Übrigens in exzellenter Übersetzung!
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Beitragvon Roula am 26.09.2006, 17:38

Frank Schulz: Das Ouzo-Orakel


Der Titel deutet darauf hin, der Roman spielt in Griechenland, genauer gesagt, in einem kleinen griechischem Dorf namens Kouphala am Ionischen Meer, in das sich der Protagonist Bodo Morton zurückzog, um sein Leben nach weitreichenden Ausschweifungen mit Wein, Weib und Gesang wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Doch Bodo wird von der Vergangenheit eingeholt, seine über 30 Jahre alte Jugendliebe kommt durch Zufall in sein Dorf und bringt seinen asketischen Seelenfrieden durcheinander. Nun sucht er Rat beim Ouzo-Orakel, das in einem Campingbus auf einem Berggipfel thront und Ratschläge für alle Lebenslagen gibt.....
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Beitragvon Dudelhuhn am 26.09.2006, 17:59

Hallo Ihr Leseratten,

ich bin dabei, unseren Dachboden aufzuräumen und dabei sind bis jetzt einige Bücher, genauer gesagt Krimis und Thriller, zum Vorschein gekommen, die ich gerne an den Mann bzw. die Frau bringen möchte.
Wer also seine Bibiliothek für die langen Winterabende erweitern möchte, kann mal einfach ganz unverbindlich hier(nicht ebay) reinschauen.
Die Liste wird immer wieder nach und nach erweitert.
Vielleicht ist ja für den einen oder anderen etwas dabei.

Nichts für ungut und viele Grüße,
Kerstin alias Lemmi-und-die-Schmöker


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Beitragvon IrisN am 27.09.2006, 22:23

Hallo Leseratten,

habe - aus gegebenem Anlass - mal wieder den Roman "E-Mail an alle" von Matt Beaumont rausgekramt.

Der Roman besteht komplett aus E-Mails und spielt in einer Werbeagentur in London. Zum Schreien komisch, wie sich die Leute gegenseitig beharken und Intrigen starten.
Nur der Leser hat den Überblick, wer jetzt gerade mit oder ggen wen agiert...
Uuuuuuunbedingt lesenswert.

Habe ich übrigens auch von Jokers.

Lieben Gruß,

IrisN
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Beitragvon hermine am 28.09.2006, 07:05

Wenn ich mal gerade nichts zu tun habe, was selten vorkommt,
lese ich am liebsten Telefonbücher.
Vor allem die spanischen Neuerscheinungen
haben es mir angetan. Hier erfährt man, trotz mangelnder Sprachkenntnisse immer sofort, wer wieder nach Alemania umgezogen und wer sich neu in Espana nieder läßt. :lol:

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Beitragvon mmoerth am 28.09.2006, 09:48

Liebe Hermine, habe mich für einen fast-professionellen Bücherwurm gehalten, doch auf die Lektüre von Telefonbüchern bin ich bisher noch nicht gekommen :lol: . Man lernt eben nie aus! Margarita
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Beitragvon mmoerth am 28.09.2006, 15:21

Habe in der Wühlkiste vor einer Buchhandlung folgendes schmale Bändchen (nur 220 Seiten! Schnieef! Mag´s voluminöser) entdeckt:
POST VON DORNROESCHEN von Renate Blaes
ISBN 3-502-79351-4

Amüsante Geschichte über eine Journalistin, die sich als "undercover agent" in einem Single-Chat im www einschleust, um für eine Reportage zu recherchieren. Ihr ahnt es schon: Sie verliebt sich in eines ihrer Recherche-Objekte.
Wirklich lustig (keine Jahrhundertliteratur).
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Beitragvon hermine am 01.10.2006, 07:03

Zur Zeit lese ich Sinnsprüche von Wilhelm Busch, der mich sehr an Heinz Erhardt erinnert.
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Beitragvon toni am 11.10.2006, 10:30

Immer wieder gerne lese ich Zitate von namhaften Literaten!!
So auch dieses:

Er selbst nährt die Dämonen VON HELLMUTH KARASEK
Es gibt eine Sentenz des Dramatikers Friedrich Hebbel, in der er die Moral-Kategorien Kants, die Ethik des deutschen Idealismus, einfach und verständlich zusammengefasst hat: »Der eine fragt, was kommt danach. Der andre, ist es recht? Und danach unterscheidet man den Freien und den Knecht.«

Dazu ein Leserbrief von
Klaus M. Rarisch
Herrn
Dr. Hellmuth Karasek
Herausgeber „DER TAGESSPIEGEL“
10876 Berlin
Sehr geehrter Herr Dr. Karasek –:
Es hat Sie niemand gezwungen, Ihren heutigen Leitartikel über Joschka Fischer mit einem Klassiker-Zitat zu verunzieren. Aber wenn Sie es dennoch tun, kann der Leser verlangen, daß das Zitat erstens stimmt und zweitens nicht einem falschen Autor (hier: Hebbel) zugeschrieben wird.
Das Zitat stammt nicht von Hebbel, sondern von Theodor Storm und lautet unverfälscht:
Der eine fragt: Was kommt danach?
Der andre fragt nur: Ist es recht?
Und also unterscheidet sich
Der Freie von dem Knecht.
Für mich ist Ihr mehr als salopper Umgang mit der deutschen Literatur symptomatisch. Als Konsequenz daraus muß ich gravierende Zweifel am Wahrheitsgehalt der Weisheiten anmelden, die Sie als Stichwortgeber des Herrn Reich-Ranicki im Literarischen Quartett zum besten geben.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr Klaus M. Rarisch
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Beitragvon hermine am 11.10.2006, 10:35

Das habe ich soeben gefunden:

Hier ging es um seine Mißachtung bzw. seine Unkenntnis des PC, und seine Sekretärin deshalb immer noch seine Handschrift entziffern muß:

Hellmuth Karasek: Warum ich meiner Sekretärin vertraue

Wie sagt Brecht: Es geht auch anders, doch so geht es auch.
Oder Rüdiger Hoffmann: Man kann auch mit der Hand schreiben, man muss es aber natürlich nicht. Natürlich nicht!
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