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USA für Diabetiker

Moderator: kug-team

Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:51

Für alle, die Fans der amerikanischen Küche sind:

===== Titelliste (12 Rezepte) =====

Amerikanische Küche: eigenständig & multi-kulti (Info)
Chili con Tofu - asiatischer Einfluß bei den Cowboys
Fajitas mit Rind und Tomaten-Salsa
Heidelbeermuffins ...beliebt im Nordosten
Kreolischer Garneleneintopf ...zum Jazz-Rhythmus von New Orleans
Lachs-Wraps mit Gurken-Salsa
Quesadillas mit scharfer Guacamole
T-Bone-Steak mit Folienkartoffel
Tacos mit Putenfleisch
Tortilla-Chips mit Papaya-Mango-Salsa
Wraps & Tortillas & Tacos (Info)
Wraps "Seafood" aus dem trendigen Südwesten

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Amerikanische Küche: eigenständig & multi-kulti
Kategorien: USA, Infos, AmerikaKüche
Menge: 1 Info

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken
Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

1. Chili con Tofu

2. Heidelbeermuffins

3. Kreolischer Garneleneintopf

4. T-Bone-Steak mit Folienkartoffel

5. Wraps "Seafood"

Amerikanische Küche bedeutet nicht automatisch Fast-food. Natürlich
dominieren die Take-away-Restaurants ("Mitnahmerestaurants") das
amerikanische Straßenbild - sie sind aber nur ein sehr
eingeschränkter Blickwinkel auf die US-Küche: Es gibt durchaus mehr
zu entdecken als Hamburger, Pommes und Chicken Wings
(Hähnchenflügel).

Die USA sind auch kulinarisch das Land der unbegrenzten
Möglichkeiten: Es erstreckt sich über mehrere Klimazonen und bietet
damit eine breite Palette an Agrarprodukten. Kein anderes Land der
Welt hat Einwanderer aus allen Erdteilen, die ihre Kultur und viel
mehr mitgebracht haben: heimische Anbauweisen, Samen, Setzlinge,
Kochtechniken, Rezepte und Bräuche. Einen Teil ihrer Eßgewohnheiten
gab jede Immigrantenfamilie mit der Zeit auf, und ein anderer Teil
floß in eine neue, um Facetten aus anderen Nationen bereicherte
Eßkultur ein; der Prozeß ist bis heute nicht abgeschlossen, und doch
kann man von einer traditionell amerikanischen Küche sprechen. Dabei
gibt es Bräuche, die landesweit gepflegt werden, wie auch regionale
Gerichte, die für die dort lebenden Amerikaner oder für das lokale
Lebensmittelangebot typisch sind.

Die Kartoffel der Indianer

Bevor Kolumbus die Neue Welt entdeckte, gab es auf dem
amerikanischen Kontinent die indianische Kultur. Indianer hatten
ihre eigenen Kochtechniken, Rezepte, Konservierungsmethoden und
Lebensmittel. Viel ist aus dieser Epoche nicht übrig geblieben,
jedoch sind heute noch eine Menge Lebensmittel indianischen
Ursprungs und haben nicht nur die US-Küche bereichert, sondern die
Speisekammern weltweit. Dazu gehört als populärstes Beispiel die
Kartoffel; auch Tomaten, Paprika und Kürbisse reisten nach der
Entdeckung Amerikas nach Europa. Die Weißen, also die Neubürger
Amerikas, haben noch weitere Lebensmittel indianischen Ursprungs in
ihren Küchen eingesetzt und gegen europäische ausgetauscht. Dazu
gehören Kidneybohnen, Maiskörner, Wildreis, Ahornsirup und die Pute,
auch Truthahn genannt.

Europäische Gewohnheiten in den USA

Im 16. Jahrhundert brachten die spanischen Eroberer als erste
europäische Einflüsse in die rein indianische Küche. Unbekannt war
den Ureinwohnern Amerikas das Braten in und mit Fett. Die spanischen
Eroberer machten sich vor allem die vielen neuen Lebensmittel
zunutze wie Mais, Tomaten und Kartoffeln. Damit waren die Grundlagen
für Gerichte wie Tacos (mexikanisches Maiscrepe), Burritos
(Weizenfladen), Enchiladas (scharfer Maisfladen) oder Tortillas
(Maisfladen) gelegt, die heute die Renner nicht nur der
mexikanischen Küche sind: Auch im Süden der USA gibt es diese
Köstlichkeiten in der "Tex-Mex-Küche"(texanisch-mexikanische Küche).

Engländer dominieren amerikanische Eßkultur

Erst 100 Jahre später besiedelten die Engländer den neu entdeckten
Kontinent. Ihre Eßgewohnheiten haben sich in der amerikanischen
Küche am stärksten durchgesetzt. Natürlich hat dies zu tun mit den
vielen Einwohnern und der Dominanz der englischen Sprache. Am
stärksten sind die englischen Kocheinflüsse in den Nordstaaten und
an der Ostküste festzustellen. Muffins, deftige Eintöpfe und
mächtige Fleischpasteten eroberten die Hitparaden der amerikanischen
Küche sowie das viel später in England erfundene Sandwich. Auch
andere Siedler aus Mitteleuropa brachten verschiedene traditionelle
Gerichte in die USA: Sauerkraut und Kohl aus Deutschland,
Pfannkuchen aus den Niederlanden oder Hot Dogs aus Dänemark wurden
feste Bestandteile in der Alltagsküche der neuen Bewohner Amerikas.

Sklaven legten den Grundstein für die Kochdomäne des amerikanischen
Mannes:

Barbecue oder zu deutsch "Grillen" brachten die Afrikaner mit in die
USA. Viele afrikanische Frauen arbeiteten unter anderem in der Küche;
sie kochten dort die Rezepte ihrer weißen Herrschaft eins zu eins
nach und erweiterten sie um ihre Kochkunst. In der afrikanischen
Küche werden Fleisch und Gemüse gerne vor dem Kochen und Braten
mariniert. Die Idee für würzige Saucen brachten die Sklaven mit.
Ihren Herrschaften gefiel der neue scharfe Geschmack so gut, daß sie
Gewürzsaucen im professionellen Stil entwickelten. Die afrikanischen
Naturvölker kannten auch keine Pfanne: Das erjagte Wild wurde
einfach am offenen Feuer gebraten. Rauchiger Geruch und Geschmack
fanden großen Anklang in den USA. Heute ist Barbecue zum Volkssport
der Amerikaner geworden: Ein echter Amerikaner mariniert seine
Spareribs, T-Bone- oder Rib-Eye-Steaks selbst und läßt sich von
niemandem die Grillgabel aus der Hand nehmen.

American Pizza und Makkaroni-Auflauf

Italien ist eine weitere europäische Nation, die den amerikanischen
Gaumen um kulinarische Highlights erweiterte. Ende des 19.
Jahrhunderts wanderten viele Italiener aus den kargen und armen
Gegenden Süditaliens in die USA aus. Chicago und Detroit sind nicht
nur die Sinnbilder für die Mafia zu Beginn des 20. Jahrhunderts,
sondern hier wurde auch die American Pizza mit dickem Teig und viel
Belag erfunden. Viele Pasta-Gerichte, insbesondere der Makkaroni-
Käse-Auflauf, wurden mit der Zeit amerikanisiert. Die italienischen
Einwanderer "reimportierten" quasi die Tomate in die amerikanischen
Küchen. Sie wurde verwendet zum Würzen oder als Zutat von Pizza,
Pasta und Salaten. Bekanntermaßen ist sie auch das Gemüse, dem der
Ketchup, der vorher eine afrikanische Würzsauce war, seine rote
Farbe verdankt (siehe auch Diabetes-Journal 2/2002).

Enklave der franco-kanadischen Wurzeln

Tief im Süden der USA, in Louisiana, findet man die Cajun-Küche: An
den Küsten Kanadas angesiedelte Franzosen wurden nach Louisiana
verfrachtet; trotz oder gerade wegen der zweimaligen Umsiedlung
hielten sie stark an ihrer Kochkunst fest. Sie mixten ihre Rezepte
mit dem würzigen afrikanischen Kochstil und den vorherrschenden
europäischen Kocheinflüssen. Neben der Cajun-Küche gibt es die
kreolische Küche, geprägt durch spanische Einflüsse. Beide Küchen
haben sich gegenseitig stark beeinflußt und lassen sich für den
Außenstehenden nur schwer unterscheiden. Die Gerichte sind reich an
Fisch und Meeresfrüchten, haben einen hohen Anteil an Gemüse, und es
wird bevorzugt mit Reis gekocht. Die Gerichte variieren zwischen
fein- und deftig-würzig und sind in der Regel leicht verdaulich.
Jambalja, ein dicker Eintopf mit Reis, Meeresfrüchten und viel
Gemüse, ist das kulinarische Aushängeschild New Orleans und sollte
bei einem Besuch der Stadt unbedingt gegessen werden.

Asia-Food begeistert ganz Amerika

Über den Pazifik kamen viele Asiaten nach Kalifornien und
bereicherten dort die mexikanische Küche mit vielen asiatischen
Leckereien. In San Francisco wurden Tacos mit asiatischen
Gemüsefüllungen und Chili mit Tofu erfunden. Asiatisch zu kochen,
besonders das Pfannenrühren im Wok, findet bei den fitneß- und
gesundheitsbewußten Amerikanern großen Anklang. Dabei geht es nie
darum, original asiatisch zu kochen, sondern mit typisch
amerikanischen Produkten neue Rezepte zu kreieren.

Hoch lebe Fastfood!

Hamburger, Pommes und Chicken Wings sowie viele andere schnell
zubereitete Gerichte lassen uns glauben, daß sie typisch für
amerikanisches Essen sind. Dabei ist Fastfood keine amerikanische
Erfindung: Wie man bei Ausgrabungen in Pompeji feststellte, hatten
schon die Römer Imbißstände. Im Mittelalter erfanden deutsche
Wandergesellen die Würstchenbude. Richtig ist, daß erst die
Amerikaner mit Fastfood das Big Business machten. Und nur durch die
bekannten Schnellrestaurants ist amerikanisches Fast-food-Essen in
dieser Form weltweit bekannt geworden.

Die meisten dieser Restaurants setzen die verschiedenen Kochstile
aus ihrer Vielvölkerkultur ein. Hamburger, Hot Dog und Pommes sind
mitteleuropäischen Ursprungs und finden daher gerade bei uns großen
Anklang. American Pizza und Nudelaufläufe kommen als Neuheit im
Fastfood-Bereich über Umwege aus den USA nach Europa zurück. Die
Amerikaner sind ebenfalls führend mit ihren Coffee-Shops, deren
Erfolgsunternehmen Starbucks (der erste Star Bucks Coffee-Shop
eröffnete vor kurzem in Berlin) auch bald Deutschland erobern will.
Nicht vergessen werden darf wohl die bekannteste amerikanische
Brause: Coca-Cola. Sie gibt es in jedem Winkel dieser Erde zu kaufen.
Amerika hat eine Nationalküche erschaffen, die sich durchaus
eigenwillig von ihren Ursprungskulturen unterscheidet, aber dennoch
die kulturelle Vielfalt dieses riesigen Landes in schmackhafter Art
und Weise widerspiegelt. Und das ist weit mehr als nur Fast-food!
Lassen Sie sich verzaubern von kulinarische Genüssen auf
amerikanisch.

Lesetips

- "Amerikanische Küche", Stevenson/Niebergall, Falken Verlag, ISBN:
3-8068-7308-9, 19,95 €

- "Die Küchen Amerikas", Scharfenberg, Hädecke Verlag, ISBN:
3775002871, 24,90 €

- "Bagels leicht gemacht", Harich, Gräfe und Unzer Verlag, ISBN: 3-
7742-1009-8, 4,50 €

- "New York Deli", Bohlmann, Gräfe und Unzer Verlag, ISBN: 3-7742-
3247-4, 7,90 €

Viel Spaß bei Ihrer lukullischen Reise durch die verschiedenen
Regionen der USA mit unserem Rezeptteil wünscht Ihnen Marlein Auge.

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<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: IrisN am 2006-08-22 23:52 ]</font>
IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:52

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Chili con Tofu - asiatischer Einfluß bei den Cowboys
Kategorien: AmerikaKüche, Eintöpfe, Bohnen, USA, Hauptgericht
Menge: 4 Portionen

200 Gramm Getrocknete Kidneybohnen
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Dose Tomaten (500 g)
1 Dose Mais
2 Essl. Sonnenblumenöl (20 g)
400 Gramm Tofu
Salz
Schwarzer Pfeffer
1 Teel. Paprikapulver, edelsüß
2 Essl. Tomatenmark
1 Teel. Gem. Kreuzkümmel
1 Prise Zucker
4-6 Spritzer Tabasco

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

Die Kidneybohnen über Nacht - besser 24 Stunden - in einer Schüssel
mit reichlich Wasser bedeckt einweichen. Das Einweichwasser abgießen
und die Bohnen in etwa 1 Liter Wasser 30 Minuten bei mittlerer Hitze
weich kochen, eventuell zwischendurch abschäumen. Die Tomaten aus
der Dose nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Mais auf
einem Sieb abtropfen lassen. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen
und fein hacken. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebeln
und den Knoblauch darin glasig dünsten. Tofu in kleine Würfel
schneiden und anbraten. Alles mit Salz, Pfeffer, Paprika und
Tomatenmark würzen. Mit den Dosentomaten und Saft ablöschen. Den
Mais und die Bohnen hinzufügen und mit Kreuzkümmel würzen. Das Chili
con Tofu zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze
köcheln lassen. Zum Schluß mit einer Prise Zucker sowie Tabasco
würzen. Eventuell mit den anderen Gewürzen nochmals abschmecken.

Nährwert pro Portion:
1.040 KJ, 260 kcal, 20 g E, 11 g F, 18 g KH, 0,5 BE, 0,8 KE, 10 g Ba,
0 mg Chol, 570 mg Na, 1.240 mg K, 300 mg Ph

Zubereitungszeit: ca. 60 Min., Einweichzeit: 24 Stunden

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:53

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Fajitas mit Rind und Tomaten-Salsa
Kategorien: Texmex, Rindfleisch, Hauptgericht, USA
Menge: 4 Portionen

2 Fleischtomaten (200 g)
1 Rote Zwiebel (60 g)
1 Knoblauchzehe
2 Rote Chilischoten
1 Spritzer Flüssiger Süßstoff
Etwas Salz
3 Essl. Gehacktes Koriandergrün (10 g)
500 Gramm Rumpsteak
1 mittl. Zwiebel (60 g)
1 Teel. Olivenöl (5 g)
3 cm Zimtstange (ein kleines Stück)
4 Nelken
1 Lorbeerblatt
500 ml Rinderbrühe
8 Tortillas

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98

Für die Tomaten-Salsa die Fleischtomaten waschen, vom Stielansatz
befreien und fein würfeln. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und
fein hacken. Die Chilischoten waschen, längs halbieren, Kerne
entfernen und ebenfalls fein hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel
geben, miteinander mischen. Mit Süßstoff, Salz und Koriandergrün
abschmecken. Für die Burritos das Rumpsteak unter kaltem Wasser
abbrausen und trockentupfen. Das überschüssige Fett vom Fleisch
abschneiden. In 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und
fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel hinzufügen und
glasig dünsten. Fleisch, Zimtstange, Nelken, Lorbeerblatt und
Rinderbrühe zugeben und zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze
zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch weich und
fast die ganze Flüssigkeit verkocht ist. Zimtstange, Nelken und
Lorbeerblatt herausnehmen. Fleisch mit zwei Gabeln in Stücke teilen.
Die Tortillas erwärmen. In Tortillas eingerollt mit Tomaten-Salsa
und Salat servieren.

Nährwert pro Portion: 47 g E, 23 g F, 53 g KH, 4 BE, 5 KE, 4 g Ba,
100 mg Chol, 680 mg Na, 770 mg K, 300 mg Ph, 610 kcal, 2.440 KJ

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:53

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Heidelbeermuffins ...beliebt im Nordosten
Kategorien: AmerikaKüche, Muffins, Heidelbeeren, USA
Menge: 12 Muffins

12 Papier-Back-Förmchen
1 Glas Heidelbeeren ohne Zuckerzusatz (250 g
-- Abtropfgewicht)
1 Ei
125 Gramm Zucker
Einige Spritzer Süßstoff
1 Pack. Vanillezucker
100 ml Sonnenblumenöl
300 Gramm Buttermilch
150 Gramm Mehl (Type 405)
100 Gramm Vollkornmehl
2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Natron
100 Gramm Gehackte Haselnußkerne

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

Zubereitungszeit: etwa 20 Min. - Backzeit: 25 Min.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Vertiefungen des
Muffinblechs mit ein paar Tropfen Wasser anfeuchten und Papier-Back-
Förmchen hineinsetzen. Die Heidelbeeren in ein Sieb geben und gut
abtropfen lassen. Das Ei aufschlagen und leicht verquirlen.
Anschließend Zucker, Süßstoff, Vanillezucker, Öl und Buttermilch
zugeben und gut verrühren. Das Mehl in eine Schüssel sieben, mit
Vollkornmehl, Backpulver, Natron und 60 g gehackten Hasselnüssen
sorgfältig mischen. Die Mehlmischung dazugeben und vorsichtig
unterheben. Zum Schluß die Heidelbeeren unterheben. Den Teig in die
Blechvertiefungen einfüllen; darauf die restlichen Haselnüsse
streuen. Im Backofen 20 bis 25 Minuten backen. Die Muffins etwa 5
Minuten im Backblech ruhen lassen, dann aus den Förmchen nehmen.

Nährwert pro Stück (bei 15 Stück gesamt):
1.120 KJ, 280 kcal, 5 g E, 14 g F, 30 g KH, 2,2 BE, 2,7 KE, 3 g Ba,
20 mg Chol, 70 mg Na, 140 mg K, 130 mg Ph

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:54

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Kreolischer Garneleneintopf ...zum Jazz-Rhythmus von New Orleans
Kategorien: Hauptgericht, Eintöpfe, Fisch, AmerikaKüche, USA
Menge: 4 Portionen

500 Gramm Garnelen
400 Gramm Hähnchenbrustfilet
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Grüne Paprikaschote
4 Stangen Bleichsellerie
1 groß. Dose Tomaten (800 g)
2 Essl. Sojaöl (20 g)
1 Teel. Curry
1 Essl. Thymian, getrocknet
1 Messersp. Chilipulver
1/2 Teel. Zucker
Salz
Schwarzer Pfeffer
200 Gramm Langkornreis
1 Ltr. Hühnerbrühe (Fertigprodukt)
4-6 Spritzer Grünen Tabasco

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

Zubereitungszeit: ca. 60 Min.

Die Garnelen waschen und aus den Schalen nach der Anleitung auslösen.
Die Hähnchenbrustfilets waschen, trocken tupfen und in mundgerechte
Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein
hacken. Die Paprika waschen, halbieren, den Stielansatz, die weißen
Scheidewände sowie die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in
kleine Würfel schneiden. Den Sellerie waschen, putzen und ebenfalls
klein würfeln. Die Tomaten aus der Dose klein schneiden und mit dem
Saft beiseite stellen. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, die
Garnelen bei mittlerer Hitze von allen Seiten anbraten. Dann
herausnehmen und zur Seite stellen. Nun das Hähnchenfleisch in das
heiße Öl geben, mit dem Curry würzen und anbraten, die Zwiebeln und
den Knoblauch dazugeben und andünsten. Anschließend das restliche
kleingeschnittene Gemüse zugeben und alles mit Salz, Pfeffer,
Thymian, Chilipulver würzen. Die Dosentomaten mit dem Saft zugeben
und den Eintopf offen etwa 10 Minuten kochen lassen. Die Hühnerbrühe
erhitzen und zusammen mit dem Reis in den Eintopf geben. Alles etwa
20 Minuten köcheln lassen. Wenn der Reis gar ist, die Garnelen im
Eintopf erwärmen. Den Eintopf nochmals mit den Gewürzen und Tabasco
abschmecken. Dann heiß servieren.

Nährwert pro Portion: 1.920 KJ, 480 kcal, 50 g E, 8 g F, 50 g KH, 3,7 BE, 4,5 KE, 5 g Ba,
220 mg Chol, 800 mg Na, 1.250 mg K, 580 mg Ph

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:54

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Lachs-Wraps mit Gurken-Salsa
Kategorien: Texmex, Fisch, Hauptgericht, USA
Menge: 4 Portionen

1/2 Salatgurke (ca. 150 g)
1/2 Gelbe Paprika (ca. 60 g)
1 Rote Zwiebel (60 g)
1-2 Rote Chilischoten
1/2 Bund Koriandergrün
1/2 Bund Dill
1 Teel. Olivenöl (5 g)
1 Essl. Rotweinessig
Etwas Salz
Weißer Pfeffer
1 Bund Basilikum
150 Gramm Crème fraîche
500 Gramm Lachsfilet
1 Essl. Chiliöl (10 g)
200 Gramm Mais (aus der Dose)
4 Weizentortillas

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98

Für die Salsa die Gurke waschen, schälen und in dünne Stifte
schneiden. Die Paprika von Kerngehäuse und Trennwänden befreien,
waschen und fein würfeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die
Chilischoten längs aufschlitzen, entkernen, waschen und fein würfeln.
Alles miteinander mischen. Koriandergrün und Dill waschen, trocken
schütteln und hacken. Zur Salsa geben und diese mit Olivenöl,
Rotweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen.
Für die Füllung das Basilikum waschen und trocken schütteln, die
Blätter in feine Streifen schneiden. Mit der Crème fraîche verrühren.
Das Lachsfilet trockentupfen, würfeln, salzen und mit dem Chiliöl
mischen. Das neutrale Öl erhitzen und die Lachswürfel darin unter
vorsichtigem Wenden etwa fünf Minuten braten, anschließend warm
stellen. Den Mais erwärmen und die Tortillas getrennt voneinander
erwärmen und mit der Basilikumpaste bestreichen. Mais und Lachs
darauf verteilen. Die Tortillas zusammenrollen. Sofort mit der
Gurken-Salsa servieren.

Nährwert pro Portion: 30 g E, 32 g F, 36 g KH, 3 BE, 3,5 KE, 4 g Ba, 90 mg Chol, 190 mg Na,
900 mg K, 400 mg Ph, 550 kcal, 2.200 KJ

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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:54

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Quesadillas mit scharfer Guacamole
Kategorien: Texmex, Hauptgericht, Vegetarisch, USA
Menge: 4 Portionen

1 Rote Chilischote (frisch oder getrocknet)
1 klein. Zwiebel (60 g)
1-2 Knoblauchzehen
1 Avocado
1 Teel. Salz
4 Essl. Zitronensaft (30 bis 40 g)
4 Tortillas
125 Gramm Mozzarella
Etwas Paprikapulver

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98

Die Chilischote längs aufschlitzen, entkernen und waschen. Die
Zwiebel und den Knoblauch schälen und beides fein hacken. Die
Avocado längs halbieren, die Hälften durch leichtes Drehen
voneinander lösen, den Stein herausnehmen. Das Fruchtfleisch mit
einem Löffel aus den Schalen heben. Chili, Zwiebel, Knoblauch und
Avocado mit Salz und Zitronensaft im Blitzhacker zu einem cremigen
Püree verarbeiten, zur Seite stellen. Eine Pfanne, die etwas größer
ist als die Tortillas, ohne Fett heiß werden lassen. Den Mozzarella
in dünne Scheiben oder in Würfel schneiden. Ein Tortilla in die
heiße Pfanne geben, die Hälfte des Käses auf die Tortilla verteilen,
mit Paprika würzen und eine zweite Tortilla auf den Käse geben. Bei
schwacher Hitze braten, bis der Käse geschmolzen ist, dabei einmal
wenden. Herausnehmen und in sechs bis acht Stücke schneiden. Die
beiden übrigen Tortillas genauso zubereiten. Die Guacamole dazu
reichen.

Nährwert pro Portion: 14 g E, 21 g F, 28 g KH, 2 BE, 2,5 KE, 3 g Ba, 10 mg Chol, 190 mg Na,
400 mg K, 200 mg Ph, 360 kcal, 1.440 KJ

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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:55

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: T-Bone-Steak mit Folienkartoffel
Kategorien: USA, Rindfleisch, AmerikaKüche, Hauptgericht
Menge: 4 Portionen

4 T-Bone-Steaks mit Knochen (à 300 g)
Für die Marinade:
4 Essl. Sojaöl (40 g)
1 Essl. Senf
1 Teel. Sardellenpaste
1/2 Teel. Zucker
Bunter Pfeffer
4 groß. Kartoffeln (à 250 g)
Für den Dip:
1 Knoblauchzehe
50 Gramm Frische, gemischte Kräuter
150 Gramm Saure Sahne
125 Gramm Crème fraîche
1/2 Teel. Salz
Schwarzer Pfeffer
1/4 Teel. Paprikapulver, edelsüß

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

Die Steaks waschen, trockentupfen. Eventuell das Fleisch etwas flach
klopfen. Den Fettrand abschneiden oder etwas einschneiden. Aus dem
Sojaöl, Senf, der Sardellenpaste sowie Zucker und Pfeffer eine
Marinade herstellen und mit dieser die Steaks bestreichen. Mit
Klarsichtfolie abgedeckt mindestens eine Stunde im Kühlschrank
durchziehen lassen. Inzwischen die Kartoffeln waschen, kräftig
bürsten und mit einer Gabel mehrmals rundherum einstechen. Die
Kartoffeln etwa 10 Minuten in der Mikrowelle bei 600 Watt vorgaren.
Dann die Kartoffeln in Alufolie wickeln und entweder etwa 40 Minuten
im Backofen garen oder in die glimmende Kohle des Grills geben und
dann garen. Die Garzeit liegt hier zwischen 30 und 50 Minuten. Für
den Dip den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Kräuter waschen,
trockentupfen und sehr fein hacken. Saure Sahne mit Crème fraîche
verrühren. Knoblauch und die Kräuter sowie Salz, Pfeffer und
Paprikapulver dazugeben und alles miteinander verrühren. Den Dip
abgedeckt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die T-Bone-
Steaks aus der Marinade nehmen, auf den Rost eines Garten- oder
Tischgrills legen. Von jeder Seite zwischen 5 und 10 Minuten grillen.
Die Grillzeit richtet sich nach der Dicke des Fleisches und danach,
ob Sie es innen rosa oder eher durch haben möchten. Die Folien der
Folienkartoffel öffnen. Von oben tief einschneiden und etwas
aufdrücken und dort einen großen Eßlöffel Dip geben. Das T-Bone-
Steak mit den Folienkartoffeln servieren.

Zubereitungszeit: ca. 1 Std., Marinierzeit: ca. 1 Std.

Nährwert pro Portion: 2.960 KJ, 740 kcal, 50 g E, 40 g F, 39 g KH, 2,7 BE, 3 KE
6 g Ba, 190 mg Chol, 220 mg Na, 1.860 mg K, 505 mg Ph

Tip: Natürlich darf eine Barbecue-Sauce nicht fehlen. Wenn Sie es
original amerikanisch mögen, verwenden Sie eine mit Hickory-
Räuchersalz.
Achten Sie beim Kauf der T-Bone-Steaks darauf, daß Sie vier gleich
große, möglichst mit Knochen in T-Form geschnittene Steaks bekommen.

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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:55

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Tacos mit Putenfleisch
Kategorien: Texmex, Hauptgericht, Geflügel, USA
Menge: 1 Rezept

2 Fleischtomaten (200 g)
1 groß. Zwiebel (100 g)
1/4 Kopf Eisbergsalat
1 Knoblauchzehe
1 klein. Rote Chilischote
200 Gramm Maiskörner (aus der Dose)
300 Gramm Putenschnitzel
Etwas Salz
Schwarzer Pfeffer
1 Messersp. Cayennepfeffer
2 Essl. Pflanzenöl (20 g)
8 Tacoschalen (Fertigprodukt)
4 Essl. Tacosauce (Fertigprodukt)
100 Gramm Saure Sahne
50 Gramm Frisch geriebener Gouda

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98

Wußten Sie schon... ...daß in Spanien Tortillas als Kartoffel-Eier-Kuchen aus der Pfanne
kommen? Der Name stammt von "torta" (Fladen, Kuchen) und wird zu
"tortilla" als kleiner Fladen. Die bekanntere Version der Tortillas
stammt aus Südamerika: Hier versteht man unter einer Tortilla einen
in Fett ausgebackenen Maisfladen. Wird die Tortilla fritiert,
Uförmig gerollt und mit Gemüse, Fisch oder Salat gefüllt, wird sie
zum Taco.

Zubereitung:

Die Tomaten über Kreuz einritzen, kurz überbrühen, abschrecken und
enthäuten. Von den Stielansätzen befreien, entkernen und würfeln.
Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Salatblätter waschen,
trockentupfen und in Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und
hacken. Die Chilischote waschen, trockentupfen und längs halbieren,
entkernen und fein würfeln. Die Maiskörner abtropfen lassen. Die
Putenschnitzel waschen, trockentupfen, in Streifen schneiden und mit
Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Den Ofen auf 200 Grad (Gas
Stufe 3, Umluft 180 Grad) vorheizen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
Die Knoblauch-, Chili- und Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Die
Putenstreifen hinzufügen, von allen Seiten anbraten und herausnehmen.
Die Tacoschalen auf ein Backblech legen und für etwa vier Minuten im
Ofen erwärmen. Wieder herausnehmen und mit dem angeschwitzten Gemüse,
Salatstreifen, Tomatenwürfeln, Maiskörnern und Fleisch belegen. Die
Putenfüllung zuerst mit der Tacosauce und dann mit der sauren Sahne
überziehen, abschließend den Käse darüber streuen. Die gefüllten
Tacos sofort servieren.

Nährwert pro Portion: 25 g E, 22 g F, 29 g KH, 2 BE, 2,5 KE, 4 g Ba,
60 mg Chol, 360 mg Na, 660 mg K, 300 mg Ph, 415 kcal, 1.660 KJ

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:55

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Tortilla-Chips mit Papaya-Mango-Salsa
Kategorien: Texmex, Beilagen, Obst, USA
Menge: 4 Portionen

1 Papaya (etwa 350 g)
1 Mango (etwa 450 g)
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Minze
2-3 Teel. Grünes Chilipüree (aus dem Asienladen)
1-2 Essl. Zitronensaft (10 bis 20 g)
1-2 Essl. Obstessig (10 bis 20 g)
Etwas Salz
Schwarzer Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98

Die Papaya halbieren und die Kerne entfernen. Etwa die Hälfte der
Kerne beiseite stellen. Die Papayahälften schälen und fein würfeln.
Die Mango schälen, vom Stein schneiden und fein würfeln.
Schnittlauch und Minze waschen, trockenschütteln. Schnittlauch in
feine Ringe schneiden, Minze fein hacken. Papaya, Mango und Kräuter
mischen. Das grüne Chilipüree unter die Papaya-Mango-Masse rühren.
Alles mit Zitronensaft, Obstessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die
Papayakerne unter die Masse mischen, zugedeckt mindestens 30 Minuten
ziehen lassen. Die Papaya-Mango-Salsa noch einmal abschmecken.

Tip: Dazu passen Tortilla-Chips. Sie enthalten in 20 Gramm eine BE und
anderthalb KE.

Nährwert pro Portion (ohne Tortilla-Chips): 1 g E, 1 g F, 13 g KH, 3/4 BE, 1 KE, 4 g Ba, 0 mg Chol, 780 mg Na,
370 mg K, 40 mg Ph, 70 kcal, 280 KJ

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IrisN
 
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Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:56

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Wraps & Tortillas & Tacos
Kategorien: Texmex, Infos, USA
Menge: 1 Rezept

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 10, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 90-98
Autor: Marlein Auge, Kochbuchredakteurin

1. Fajitas mit Rind und Tomaten-Salsa

2. Lachs-Wraps mit Gurken-Salsa

3. Quesadillas mit scharfer Guacamole

4. Tacos mit Putenfleisch

5. Tortilla-Chips mit Papaya-Mango-Salsa

"Fingerfood", das modische Wort, entspricht dem "Imbiß aus der Hand".
Der Löffel mußte erst erfunden werden, während das Essen mit den
Fingern schon unsere Vorfahren beherrschten.

Maisfladen - geklappt, gerollt oder geschnitten: In der indianischen
Küche Mexikos hat der Maisfladen seinen Ursprung, und aus ihm lassen
sich verschiedene Snacks zubereiten. Wraps, Burritos, Fajitas, Tacos,
Enchiladas haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. Sie zählen
heute zu den beliebtesten kulinarischen Exportartikeln Mexikos. Bei
uns werden sie in vielen Fingerfood-Varianten angeboten.

Tortillas, die vielseitigen Fladen, lassen sich je nach Hauptzutat
in drei Arten aufteilen: Es gibt Tortillas rein aus Maismehl, nur
aus Weizenmehl und aus einem Gemisch beider Mehlsorten.
Maistortillas sind der Ursprung aller Tortillas. Das Volk der Mayas
aus dem Südosten Mexikos ernährte sich vorwiegend vom Mais. Die
gelbgoldenen Körner waren so wichtig, daß ein eigener Maisgott
"Centeocihuat" und eine Maisgöttin "Xilonen" angebetet und günstig
gestimmt werden mußten. Aus Mais wurde Mehl hergestellt, das unter
anderem zu Tortillafladen weiterverarbeitet wurde. Weizentortillas
sind im Norden Mexikos verbreiteter als im Süden. Sie sind eine
Weiterentwicklung ausgewanderter Mexikaner, die in den Südstaaten
der USA eine eigene Imigranten-Eßkultur aufgebaut haben. Die nach
USA ausgewanderten Hispanos kamen einfacher und preiswerter an
Weizenmehl. So wurde der Mais gegen Weizen ausgetauscht. Das Mischen
der beiden Mehlsorten als Grundlage für Tortillas ist eine
Rückentwicklung zu den Ursprungsfladen: Da sich nicht aus jedem
Maismehl Tortillas zubereiten lassen, ist das Mischen mit Weizenmehl
die einfachste Art, Maisfladen zu backen. Dem Maismehl fehlt das
Klebereiweiß, durch ein spezielles Gärverfahren wird der gemahlene
Mais bindungsfähig gemacht. Diesen komplizierten Vorgang bezeichnet
man als "Nixtamalisado".

Tortilla: der Brotersatz...

Tortillas werden zu jeder Tageszeit und zu den meisten Gerichten
gegessen: Sie sind quasi das Brot der Mexikaner. Brot ist in der
ursprünglich mexikanischen Küche nicht bekannt. Der Backofen bzw.
das Erzeugen von trockener Hitze - wie sie im Backofen vorherrscht
war auf dem amerikanischen Kontinent unbekannt. Das Wissen ums
Brotbacken haben erst die Europäer in die Neue Welt gebracht. Nach
der Maisernte und dem Trocknen werden die Körner von den Maiskolben
gelöst und in Kalkwasser gekocht. Anschließend werden sie solange
zwischen den Händen gerieben, bis sich die Schale gelöst hat. Damit
sich die Restschalen von den Körnern lösen, werden sie erneut
gewaschen, getrocknet und zwischen zwei Steinen zerrieben, entsteht
Maismehl. Das gewonnene Maismehl wird mit etwas Schmalz oder Öl und
lauwarmem Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Dieser
ruht und wird anschließend in walnußgroße Stücke geteilt, die zu
hauchdünnen Fladen ausgerollt werden. Auf einem heißen Stein oder
einer Eisenplatte werden sie gebacken bzw. getrocknet. In den
Städten und größeren Dörfern Mexikos werden fertige Tortillas im
Kühlregal von Supermärkten angeboten. Beim Tortillabäcker gibt es
sie sogar ofenwarm, wie bei uns frische Brötchen. Viele Hausfrauen
bereiten ihre Tortillas noch heute selbst zu. Möchten Sie Ihre
Maisfladen auch selbst backen, sollten Sie darauf achten, daß Sie
Maismehl mit der Zusatzbezeichnung "Masa Harina" verwenden. Denn nur
dieses Mehl ist bindefähig.

...und Künstlerin der Verzauberung

Tortillas pur schmecken fad und sind zäh. Trotzdem ist der Fladen
aus Mais- oder Weizenmehl ein wahrer Verwandlungskünstler (übrigens:
Eine Tortilla, 40 g, entspricht 2 BE oder 2,5 KE). Zum einen gibt
die Tortilla bei manchen Gerichten nur die Form, wie z.B. bei
Burritos, Flautas und Enchiladas; zum anderen werden die Fladen noch
weiterverarbeitet und in heißem Öl fritiert. Zu den fritierten
Varianten zählen Tacos und Tortilla-Chips. Bei den Tacos handelt es
sich um U-förmige, in heißem Öl fritierte Tortillas. In Mexiko kommt
keine Hausfrau auf die Idee, sie zu kaufen, dort werden sie noch
selbst hergestellt. In Deutschland gibt es sie als Tacoschalen
fertig zu kaufen, die mit Salat, Gemüse oder Fleisch und Sauce
gefüllt werden (eine Tacoschale entspricht 1 bis 1,5 BE). Neben
diesen gibt es die Tortilla-Chips. Es sind in Dreiecke geschnittene
Tortillas, die sehr fettreich (fritiert) und stark gewürzt sind; 20
Gramm Tortilla-Chips entsprechen einer BE und anderthalb KE. Sie
werden zusammen mit scharfen Saucen und Dips, wie der berühmten
Guacomole (Avocado-Knoblauchcreme) gereicht. Dabei werden die
Tortilla-Chips in die Saucen gedippt. Ursprünglich waren sie eine
Vorspeise, jedoch sind sie heute ein beliebter Kino- und Fernseh-
Snack, der leider sehr fett- und kalorienreich ist. Eine
Besonderheit von Tortilla-Chips sind Nachos: Die dreieckigen Chips
werden mit Käse und wahlweise Gewürzen sowie klein geschnittenen
Zutaten wie Wurst oder Paprika bestreut und kurz überbacken - eine
besonders fettreiche Angelegenheit, die nicht nur ein gründliches
Händewaschen im Anschluß erfordert, sondern auch unbemerkt den
Zeiger auf der Personenwaage hochschnellen läßt.

Auch nichts für die schlanke Linie sind Quesadillas (ein
kalorienfreundliches Rezept finden Sie auf Seite 94): Dabei handelt
es sich um einen Doppeldecker von Tortillas. Auf den unteren Fladen
wird Käse und Paprika gestreut. Ein weiterer Fladen wird darauf
gelegt und das Ganze mit möglichst wenig Öl in einer beschichteten
Pfanne erwärmt. Dieser Vorgang ist ohne Fett auch in der Mikrowelle
oder im Backofen möglich, so lange backen bis der Käse schmilzt. Die
Quesadillas werden in sechs bis acht Tortenstücke geteilt und
verzehrt.

Tostadas: flache Tortillas

Eine nicht so kalorienreiche Variante sind die Tostadas: Dabei
handelt es sich um flache oder schüsselförmige Tortillas, die mit
verschiedenen Zutaten belegt und ebenfalls kurz in der Pfanne
erwärmt werden. Es gibt vegetarische Varianten sowie Tostadas mit
Fleisch oder Fisch. Bei allen gehören eine gewisse Schärfe und rote
Farbe unbedingt dazu. Eine weitere Fingerfood-Variante sind die
Flautas. Es sind tütenförmig gerollte Tortillas. Auch bei ihnen
handelt es sich im klassischen Sinn um eine Vorspeise. Sie lassen
sich aber auch gut als Fingerfood essen. Für die folgenden Tortilla-
Abwandlungen sind Messer und Gabel nötig.

Mit Messer und Gabel: Fajitas, Burritos, Wraps

Fajitas werden gerollt und sind wahlweise mit Fleisch oder Gemüse
gefüllt. Bei Burritos handelt es sich um gefüllte und
zusammengeklappte Tortillas. Enchiladas sind stets gefüllt,
enthalten immer scharfe Tomatensauce und werden als Rolle oder
Tasche serviert. Neben diesen klassischen Tex-Mex (Texas-Mexiko)
sowie mexikanischen Tortilla-Variationen gibt es den Wrap: Das Wort
Wrap bedeutet Rolle; die gerollten, meist aus Weizenmehl bestehenden
Fladen haben keine festen kulinarischen Wurzeln, werden aber meist
mit der Tex-Mex-Küche in Verbindung gebracht. Heute sind sie ein
Produkt der Multi-Kulti-Kultur. Ihr Geschmacksspektrum ist riesig:
Alles, was reinpaßt und dem kreativen Koch schmeckt, wird als Wrap
angeboten. Sie sind nicht immer nur pikant, als süße Varianten
enthalten sie Beerenfrüchte oder exotisches Obst, Kokosflocken oder
fettreiche Nuß-Nougat-Creme.

Tortillas heiße Begleitung: 5 Gruppen

Neben den Tortillas in ihrer großen Vielfalt gehört zur Tex-Mex-
Küche ein scharfer Dip oder eine feurige Sauce; diese enthalten als
festen Bestandteil frische oder getrocknete Chilischoten wie z.B. in
der bekannten Tabascosauce. Doch Chilischote ist nicht gleich
Chilischote - generell gilt: je kleiner die Schote, desto schärfer.
Das Entfernen der Kerne reduziert die Schärfe immens. Getrocknete
Schoten sind intensiver als frische Chilis der gleichen Sorte. Es
gibt hundert verschiedene Sorten von Chilis. Sie lassen sich in fünf
Gruppen einteilen:

Capsicum annum: Zu dieser Gruppe gehören die bekannten Gattungen wie
z.B. Gemüse- und Gewürzpaprika, Peperoni und Peperoncini.
Charakteristisch ist, daß aus den Verzweigungsstellen der bis zu 150
cm hohen Pflanzen jeweils nur eine nach unten hängende Blüte wächst.
Die meisten Sorten gehören der Art Capsicum annum an wie z.B.
Jalopeño-Chili, New Mexican und Ornamental Piquin.

Capsicum frutescens: Diese können pro Verzweigungspunkt ein bis zwei,
ganz selten bis zu vier aufrecht stehende Blüten erzeugen. Auch die
spätere Frucht steht gerade. Zu dieser Gruppe gehören die sehr
scharfen Wildformen wie z.B. Tabasco oder auch die Vogelaugenchilis,
aus denen Cayennepfeffer hergestellt wird.

Capsicum pubescens: Hierbei handelt es sich um die einzige, bedingt
frostfeste Sorte (bis minus fünf Grad). Auffallend sind die
behaarten Blätter. Die Blüten sind violett und die Samen meist
schwarz. Die bekanntesten Sorten sind die Rocoto und die Manzano.

Capsicum chinense: Diese großblättrige Variante trägt an den
Verzweigungsstellen zwei bis fünf Blüten. Habañero und Scotch Bonnet
sind die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe. Typisch ist die
ringförmige Verdickung des Kelches.

Capsicum baccatum: Diese Sorte ist ebenfalls großblättrig und trägt
pro Verzweigungspunkt eine Blüte. Sie ist kältefest bis null Grad
und beherbergt ausschließlich sehr scharfe Sorten. Die Schärfste
unter den Scharfen ist die Red Seviña, eine Habañero-Spezialzüchtung.

Lesetips

? "Wraps - gefüllt & gerollt", Dusy, Gräfe und Unter Verlag, 4,50
Euro,

ISBN: 3-7742-5778-7

? "Fingerfood - Kleine und feine Party-Pepper", Dr. Oetker Verlag,
9,90 Euro, ISBN: 3767002264

? "Fingerfood vegetarisch", Schwarz, Südwest Verlag, 14,90 Euro,

ISBN: 3517077321

Denken Sie daran, daß die Tex-Mex-Küche sehr würzig und scharf sein
kann. Wenn Sie unsere Rezepte auf den folgenden Seiten nachkochen,
verwenden Sie Chili, Pfeffer und Co. sparsam, damit sich Ihr Gaumen
an den pikanten Geschmack gewöhnen kann. Guten Appetit und Olé mit
Wraps, Tortillas und Co.

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IrisN
 
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Registriert: 19.07.2006, 01:00

Beitragvon IrisN am 22.08.2006, 22:56

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Wraps "Seafood" aus dem trendigen Südwesten
Kategorien: USA, Fisch, AmerikaKüche, Hauptgericht
Menge: 4 Portionen

========================== FÜR DIE FLADEN ==========================
300 Gramm Mehl (Type 405)
1 Teel. Salz
40 Gramm Butter (4 EL)
50-100 ml Wasser

========================== FÜR DIE FÜLLUNG ==========================
125 Gramm Rucola
150 Gramm Cocktailtomaten
200 Gramm Geräucherter Lachs
5 Essl. Basilikumpesto
200 Gramm Joghurt, 1,5 % Fett
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 9, 2002 Jahrgang 51
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 99-108
Autor: Marlein Auge, Foodjournalistin

Mehl, Salz, Butter und das Wasser zu einem glatten Teig verkneten
und etwa 30 Minuten in Klarsichtfolie eingeschlagen ruhen lassen.
Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und auf einer bemehlten
Fläche zu Fladen von etwa 20 cm Durchmesser ausrollen. Die Fladen
nacheinander in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett von
beiden Seiten backen. Die Blasen dabei flach drücken. Die Fladen mit
etwas Wasser befeuchten und im Backofen warm halten. Den Rucola
waschen, verlesen und trockenschleudern. Die Tomaten waschen,
vierteln und von Stielansätzen befreien. Den Lachs in feine Streifen
schneiden. Das Pesto mit dem Joghurt zu einem Dip verrühren. Die
Fladen mit Lachs, Tomaten und Rucola füllen. Mit Joghurtdip
bestreichen und mit etwas Pfeffer würzen. Zu einer Tüte aufrollen
und an der einen Seite mit Alufolie schließen.

Zubereitungszeit: ca. 11/4 Stunden - Ruhezeit: ca. 30 Minuten

Nährwert pro Person: 2.080 KJ, 520 kcal, 21 g E, 22 g F, 56 g KH, 4,5 BE, 5 KE, 4 g Ba,
65 mg Chol, 55 mg Na, 550 mg K, 260 mg Ph

Tip
Backen Sie gleich eine größere Menge Tortillas und frieren Sie diese
ein. Vor dem nächsten Verwenden erwärmen Sie diese kurz im Backofen.
Natürlich können Sie auch Tortillas als Fertigprodukt kaufen.

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IrisN
 
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