===== Titelliste (14 Rezepte) =====
Vegetarische Küche: fleischlos & gesund &köstlich (Info)
Apfelpfannkuchen
Buchweizen-Gemüseauflauf mit Pistazien
Buntes Krautgulasch
Gegrilltes Gemüse
Gemüse in roter Currysauce
Gratinierte Spätzle
Grünkernbratlinge
Kartoffelgulasch
Kartoffelsuppe
Kichererbsen-Blumenkohl-Gratin
Sauerkraut-Buchweizenauflauf
Spinatlasagne
Zucchinigratin mit Haferkruste
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1
Titel: Vegetarische Küche: fleischlos & gesund &köstlich
Kategorien: VegetarKüche, Infos, Vegetarisch
Menge: 1 Rezept
============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 3, 2003 Jahrgang 52
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 84-93
Autor: Undine Sacherer, Diätassistentin DKL/DGE
Vegetarisches Essen - eine Modeerscheinung, Widerstand gegen
Massentierhaltung, Fitnesswahn? Oder einfach nur eine gute
Alternative zur herkömmlichen Mischkost? Ganz gleich aus welchem
Grund Sie sich für fleischlose Gerichte entscheiden: Genuß und
Schlemmerei kommen dabei sicher nicht zu kurz, denn vegetarische
Gerichte schmecken richtig gut. Auch fleischlose Gerichte schmecken
Groß und Klein gut, wenn sie phantasievoll zubereitet und
appetitlich präsentiert werden. Wie wäre es mit einem leckeren
Hafertopf mit Gemüse oder einem ungarischen Krautgulasch? Es muß
nicht immer Fleisch auf den Tisch: Auch ein leckerer Eintopf oder
Spaghetti mit Tomatensauce sind klassische Gerichte, die ohne
Fleisch einfach gut schmecken. Probieren Sie es aus - viel Spaß
dabei und guten Appetit!
Die Wurzeln fleischlosen Essens liegen im sechsten Jahrhundert vor
Christi Geburt. Im 19. und 20. Jahrhundert bildeten sich mehr und
mehr Interessengemeinschaften, die aus gesundheitlichen, ethischen
oder ideologischen Gründen auf Fleisch verzichteten. Vegetarische
Gerichte enthalten keine Zutaten, die von toten Tieren stammen. Das
zeigt sich auch im lateinischen Wort "vegetare": Es bedeutet das
"Leben". Auf Milch, Milchprodukte und Eier, also Produkte von
lebenden Tieren, wird seltener verzichtet.
Es gibt drei verschiedene Typen des Vegetarismus:
Ovo-lacto-Vegetarier verzichten auf Fleisch, Fisch und Geflügel,
essen aber Eier, Milch und Milchprodukte. Lacto-Vegetarier meiden
zusätzlich Eier. Veganer lehnen konsequent alle tierischen
Lebensmittel ab. Neben Eiern, Milch und Milchprodukten gehört dazu
z.B. auch Honig. Im Laufe der Zeit haben sich die Beweggründe,
vegetarisch zu essen, gewandelt. Ursprünglich waren es hauptsächlich
religiöse Überzeugungen (z.B. die bedingungslose Akzeptanz des
Gebotes "Du sollst nicht töten"). Heute stehen gesundheitliche,
ethische, ökologische und pragmatische Motivationen (Angst vor BSE,
Schweinepest usw.) im Vordergrund.
Was spricht für eine vegetarische Ernährung?
Sicher ist, daß Vegetarier deutlich seltener Krankheiten wie
Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Gicht, Bluthochdruck,
Übergewicht und die daraus resultierenden Herz-Kreislauf-
Erkrankungen haben; das hängt mit dem oft niedrigeren Anteil
tierischer Fette in der Kost zusammen. Die Versorgung mit
antioxidativen Vitaminen (C, E, Beta-Karotin) ist gesichert durch
den Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse sowie dem Einsatz
hochwertiger pflanzlicher Fette. In Kombination mit den ebenfalls in
pflanzlichen Lebensmitteln enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen
entsteht so ein Schutzschild für den Körper. Dieses Schutzschild
stärkt das Immunsystem, entschärft krebsfördernde Substanzen,
verlangsamt Alterungsprozesse und hat bei vielen Erkrankungen eine
positive Wirkung auf die Genesung. Zudem wirkt der hohe
Ballaststoffanteil (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte)
verdauungsfördernd und blutzuckerglättend.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind Stoffe, die natürlicherweise in
pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie dienen der Pflanze als
Aroma-, Duft- und Farbstoffe sowie als Schutz vor Schädlingen.
Im menschlichen Körper haben sie vielfältige positive Wirkungen, z.B.
Schutz vor Bakterien, Viren und krebserregenden Substanzen. Sie
stärken das Immunsystem, wirken blutdrucksenkend, verdauungsfördernd,
schleimlösend und cholesterinspiegelsenkend.
Mangel durch vegetarische Küche? Nein!
Vegetarier, die Eier und/oder Milch und Milchprodukte (Lacto- und
Ovo-lacto-Vegetarier) essen und ihren Speiseplan mit viel Obst,
Gemüse und Vollkornprodukten gestalten, sind gut mit allen
Nährstoffen versorgt. Bei streng veganer Kost kann es zur
Unterversorgung mit Calcium, Eisen, Vitamin B12, Jod und Eiweiß
kommen. Für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche ist diese
Kostform daher nicht empfehlenswert.
Vegane Kost nicht als Dauerkost!
Statement zur veganen Kost von Marie-Luise Kohnhorst,
Referatsleiterin "Fortbildung" von der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung (DGE) in Bonn:
Vitamin- und Mineralstoffmangel kann ganz besonders bei einer
dauerhaften veganen Kost auftreten. Um eine rein "vegane" Kost
zusammenzustellen, ist unbedingt ein umfangreiches Ernährungswissen
erforderlich. Denn leicht können durch die ausschließlich
pflanzliche Kost Defizite bei der Versorgung mit den Nährstoffen
Eiweiß, Calcium, Eisen, Jod und Vitamin B12 entstehen und zu
unerwünschten Mangelerscheinungen führen.
Mit dem Verzicht auf Fleisch und Fleischprodukte geht zwar unser
bester Eisen-Lieferant verloren. Doch das läßt sich ausgleichen
durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und
bestimmten Gemüsesorten wie zum Beispiel Spinat oder Rosenkohl.
Voraussetzung für eine optimale Eisenzufuhr aus pflanzlichen
Lebensmitteln ist die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C. Die
"vegane Kost" kann für diabetische Kinder keinesfalls empfohlen
werden.
Auch als Dauerkost für erwachsene Diabetiker ist davon abzuraten.
Ebenso für Schwangere, Stillende und sogenannte "Risikogruppen" wie
alte Menschen und chronisch Kranke.
Vegetarische Küche: Milch, Getreide, Obst und Gemüse
Auch ohne Fleisch ist eine vollwertige Ernährung kein Problem. Ein
bedarfsgerechter Speiseplan setzt sich aus folgenden
Lebensmittelgruppen zusammen:
Dank Milch, Milchprodukten und Eiern wird der tägliche Eiweißbedarf
gedeckt; die Sorge, in einen Eiweißmangelzustand zu geraten, ist
deshalb bei Lacto- bzw. Ovo-lacto-Vegetariern völlig unbegründet.
Bei Milchprodukten ist es empfehlenswert, den Fettgehalt zu beachten.
Insbesondere Käse enthält oft beachtliche Mengen an Fett. Günstig
sind Käsesorten bis maximal 40 bis 45 Prozent Fett in der
Trockenmasse (F.i.Tr.). Haben Sie eine Fettstoffwechselstörung oder
Übergewicht? Dann sollte der Käse maximal 30 Prozent Fett in der
Trockenmasse (F.i.Tr.) enthalten. Wer bei Milch, Joghurt und Co.
Fett sparen möchte, wählt Produkte mit maximal 1,5 Prozent Fett.
Verwenden Sie Sahne, Creme fraiche und Schmand sparsam: Diese
Produkte lagern viel tierisches Fett und außerdem reichlich
Cholesterin. Als Calciumlieferanten sind Milch und Milchprodukte
wichtig und nötig für den Knochenaufbau und den Erhalt der
Knochensubstanz für Jung und Alt.
Getreide, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte liefern Kohlenhydrate,
Ballaststoffe, Vitamine der B-Gruppe und zahlreiche Mineralstoffe.
Je höher der täglich verzehrte Anteil an Vollkornprodukten ist,
desto besser. Sie liefern reichlich Ballaststoffe, die eine günstige
Wirkung auf den Blutzuckerverlauf haben. Sie sättigen und fördern
die Verdauung auf natürliche Art. Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte
liefern Nährstoffe, die auch im Fleisch enthalten sind. Besonders
eisenreich ist beispielsweise Hirse. Auch Hafer und Grünkern können
sich mit ihrem Eisengehalt durchaus sehenlassen.
In der vegetarischen Küche wird Getreide als Fleischersatz zu
Bratlingen, Füllungen, Aufläufen oder vegetarischen Braten
verarbeitet. Hülsenfrüchte schmecken gut als Eintopf oder
Brotaufstrich. Denken Sie aber bitte daran, daß Getreidebratlinge,
frikadellen oder -braten als BE/KE berechnet werden müssen. Produkte
aus Sojabohnen (z.B. Sojamilch, Tofu) spielen ebenso wie alle
anderen Produkte dieser Gruppe eine wichtige Rolle als Eiweißquelle
für die vegane Kost. Getrocknetes Sojafleisch als Granulat oder
Würfel bietet zudem eine geschmacklich gute Alternative zu
Hackfleisch und Fleischragout. Aufgrund ihres sehr hohen
Ballaststoffgehaltes sind sie BE/KE-anrechnungsfrei.
Nur Kartoffeln werden angerechnet
Obst, Gemüse und Kartoffeln bereichern das Essen mit vielen
Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen,
Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Aufgrund des geringen
Kohlenhydratanteils sind fast alle Gemüse- und Salatsorten nicht
anrechnungspflichtig (Ausnahme: Kartoffeln). Obst muß im Tagesplan
als BE/KE berücksichtigt werden. Obst und Gemüse sind im Idealfall
Bestandteil jeder Mahlzeit. Ob pur oder in Kombination mit Reis,
Getreide, Hülsenfrüchten, Sojafleisch oder Kartoffeln: Es gibt
unendlich viele Varianten. Leckere Anregungen finden Sie auch in
unseren vegetarischen Rezepten auf den folgenden Seiten.
Fette versorgen den Körper mit konzentrierter Energie. Zu viel Fett
schadet der Figur und kann den Fettstoffwechsel durcheinanderbringen.
Ein sparsamer Umgang mit Fett ist deshalb empfehlenswert. Mindestens
die Hälfte der verzehrten Fette sollte pflanzlicher Herkunft sein
und einen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten
Fettsäuren enthalten. Der Körper benötigt diese Fettbestandteile,
kann sie aber nicht selbst herstellen. Ungesättigte Fettsäuren sind
beispielsweise in Sonnenblumen-, Distel-, Maiskeim-, Raps- oder
Olivenöl enthalten. Außerdem in Margarinesorten mit dem Vermerk
"Reich an ungesättigten Fettsäuren", "Frei von gehärteten Fetten".
Ungesättigte Fettsäuren sind Fettbestandteile; sie sind bedeutend
für die Regulation des Fettstoffwechsels, den Aufbau von Hormonen
und die Zellbildung.
Vegetarische Kost - auch auf Dauer geeignet
Egal aus welchem Grund - ob als Dauerkost oder gelegentliche
Alternative zur fleischhaltigen Hausmannskost: Produkte der
vegetarischen Küche sind abwechslungsreich, gesund und schmecken
lecker. Sind Sie skeptisch? Probieren Sie unsere Rezeptideen mit
viel Raffinesse - und guten Appetit!
Lesetips
- "Low Fat 30 vegetarisch", Schierz/Vallenthin, Falken Verlag, 9,90
€, ISBN: 3806828806
- "Kochvergnügen Vegetarisch", v.Cramm/Bonisolli, Gräfe & Unzer
Verlag, 14,90 €, ISBN: 3774227225
- "Aldidente vegetarisch", Enderlein/Kister, Eichborn Verlag, 7,77 €,
ISBN: 3821837268
- "Unsere Kochbuch-Alternativen zu Fisch und Fleisch", Biolek/
Witzigmann, Mosaik Verlag, 20,00 €, ISBN: 3-576-11628-1
- "Die 100 besten Rezepte aus aller Welt - vegetarisch", Teubner,
Gräfe & Unzer, 15,00 €, ISBN: 3774228310
- "Alternative Wege bewusster Ernährung", aid Heft Nr. 3-1131, ISBN:
3-8308-0030-4, 2,50 €, über http://www.aid.de oder aid Vertrieb DVG, Fon:
02225-9261-46 oder per Fax unter: 02225- 926118
Linktips
http://www.hausfrauenseite.de
http://www.vegetarisch-einkaufen.de
www.kochen-und-schlemmen. de/rezepte/vegetarisch.php
http://www.vegetarisch-online.de
http://www.fleischlos.de
http://www.vegetarierbund.de
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