Mit seinen wichtigen Inhaltsstoffen, wie z.B. Eisen, gehört Fleisch durchaus zu den wertvollen Lebensmitteln. „Das gilt auch für Schweinefleisch,“ stellt Prof. Adam fest. Diese Fleischsorte wurde zwar auf Grund ihres etwas höheren Fettgehalts gegenüber Rindfleisch vor allem von Ernährungsbewussten geringer geschätzt. „Heute ist in unserer Gesellschaft Schweinefleisch unter allen Lebensmittel die wichtigste Selenquelle.“ Ferkel erhalten während der Aufzucht neben Vitaminen und Mineralstoffen besonders viel Selen, um gesund und rasch zu wachsen.
Früher waren Getreideprodukte die wichtigste Selenquelle. Durch die intensive Landwirtschaft verarmten die Böden an Selen, da synthetischer Stickstoffdünger zu wenig Mineralien und kaum Selen enthält. Dadurch verringerte sich nach und nach der Selengehalt in den Böden und auch im Getreide.
Trotzdem – vom täglichen Schweinebraten raten alle Experten ab. „Alle tierischen Produkte, also auch Fleisch, enthalten eine spezielle Fettsäure, die Ausgangssubstanz für Entzündungsfaktoren ist, die Arachidonsäure,“ erklärt Prof. Adam. Werden zu viele Produkte tierischen Ursprungs (Fleisch, Wurst, Eier, Käse) gegessen, so reichert sich diese Fettsäure im Körper an und begünstigt unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen und Rheuma. Deshalb ist fleischreiche Kost z. B. für Rheumatiker wenig geeignet. Und auch gesunde Menschen sollten pro Woche nicht mehr als zwei- bis dreimal Fleisch essen. Übrigens gehören Huhn und Pute zu den 13 gesündesten Lebensmitteln.
Steht auch auf bei Bongusto (http://www.bongusto.de/magazin/gesundhe ... chen-73706)


