===== Titelliste (21 Rezepte) =====
Seite 1
Eintöpfe - preiswert, gesund & gut (Info)
Suppe - warm & vielseitig & kultverdächtig (Info)
Bayerisch Kraut
Birnen, Bohnen und das gewisse Etwas
Borrschtsch #1
Borrschtsch #2
Bunter Bohneneintopf
Chili con Carne
Deftige Partysuppe
Erbseneintopf
Feines Kohlduett
Fischeintopf
Gemüsesuppe "quer durch den Garten"
Hähncheneintopf
Hafertopf mit Gemüse
Seite 2
Irish Stew
Kartoffelsuppe mit Lauch
Kichererbsen-Gemüse-Eintopf
Ungarische Gulaschsuppe
Ungarisches Krautgulasch
Gemüseeintopf
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1
Titel: Eintöpfe - preiswert, gesund & gut
Kategorien: Eintöpfe, Infos, Hauptgericht
Menge: 1 Info
============================== QUELLE ==============================
Diabetes-Journal Heft 11, 2001 Jahrgang 50
Rubrik: Essen & Trinken, Seite: 86-94
Autor: Bettina Halbach, Dipl.-Oecotrophologin
-- Erfasst *RK* 13.08.2006 von
-- Iris-Susann Neumann
1. Borrschtsch #2
2. Chili con Carne
3. Fischeintopf
4. Hähncheneintopf
5. Irish Stew
Den Haushalt erledigen, während das Essen auf dem Herd unbeobachtet
wie von selber fertig wird? Nach Tisch entspannen, statt Unmengen
von Pfannen, Töpfen und Geschirr zu spülen? Mit einem Eintopf ist
dies kein Problem. Für Eintopfgerichte müssen Sie nur die Zutaten
kleinschneiden und in einen Topf geben - dieser wird dann sich
selbst überlassen. Und: Eintopfgerichte stehen für gesunde Ernährung.
Eintopfgerichte sind bei vielen sehr beliebt. Dafür gibt es gute
Gründe: Einmal ist es der kräftige Geschmack - er kommt zustande
durch die vielen Zutaten, die in einem Topf gegart werden. Ein
deftiges Eintopfgericht tut uns besonders gut, wenn wir in der
kalten Jahreszeit müde und durchgefroren von draußen reinkommen die
Glieder werden durchwärmt.
Deckel drauf und fertig
Eintöpfe an Tagen zuzubereiten, an denen Sie viel um die Ohren haben,
ist sehr praktisch. Sind alle Zutaten im Topf, brauchen Sie das
Gericht nur noch gar werden lassen und eventuell Wasser nachgießen.
Schauen Sie sich zum Beispiel unser Irish-Stew-Rezept an: Zutaten
wie Lamm, Kartoffeln etc. werden klein geschnitten. Sie kommen dann
lagenweise und zusammen mit Gewürzen in eine feuerfeste Form.
Anschließend wird die Form für 90 Minuten in den Backofen gestellt.
Während dieser Zeit brauchen Sie sich gar nicht mehr um das Gericht
zu kümmern. Zur Essenszeit werden dann die letzten Arbeitsschritte
erledigt.
Und der Tisch ist schnell gedeckt: für jeden einen Teller und einen
Löffel, Servietten und ein herzhaftes Vollkornbrötchen. Und sollte
ein Überraschungsgast kommen - nicht schlimm: Meist sind die
Eintopfrezepte so reichhaltig, daß ein weiterer Esser satt wird.
Nach dem Essen ist die Küche schnell wieder sauber: Teller, Löffel,
Topf und Suppenkelle sind schnell gespült bzw. in der Spülmaschine
verschwunden. Übriggebliebener Eintopf kann abgekühlt und später
noch einmal aufgewärmt werden. Oft schmeckt er dann sogar noch
besser als ursprünglich. Oder man friert ihn ein. Ein weiterer
Vorteil von Eintopfgerichten, vor allem wenn sie fleischlos sind,
sind preiswerte Zutaten.
Wichtig: Frische und Qualität
In keinem anderen Gericht lassen sich Gemüse, Fleisch, Fisch,
Kartoffeln, Nudeln, Reis, Kräuter, Gewürze und Pflanzenfette so gut
miteinander kombinieren wie im Eintopf. Wichtig für das Gelingen des
Eintopfgerichtes sind Frische und Qualität der Grundzutaten obwohl:
Sie können natürlich auch aus Resten schmackhafte Eintöpfe zaubern.
Darüber hinaus gibt es ganz einfache Eintopfrezepte, für die
Gemüseund/oder Fleischkonserven verwendet werden können.
Gemüsesorten, die häufig in den Eintopf kommen, sind Sellerie,
Weißkohl, Bohnen, Linsen, Erbsen, Paprika, Tomaten sowie rote und
gelbe Rüben. Oft werden zwei bis drei Gemüsesorten gleichzeitig in
einem Gericht kombiniert: zum Beispiel Rote Bete, Weißkohl und
Möhren in unserem Borschtsch-Rezept.
Bei der Kombination der Gemüse, die in den Eintopf kommen sollen,
können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Alles, was Ihnen
schmeckt, ist erlaubt.
An Fleisch eignet sich je nach Eintopf Rind-, Kalb-, Geflügel-, Lamm-
oder Hammelfleisch oder leckerer Fisch für Fischeintöpfe.
Zum Verfeinern von Eintopfgerichten können fetthaltige Milchprodukte
wie Crème fraîche oder Schmand verwendet werden. Saure Sahne und
Joghurt dienen eher dem Verzieren von Eintopfgerichten: Sie können
zum Schluß auf jede Portion als Klecks plaziert werden.
Salz: am wichtigsten
Das wichtigste Gewürz ist Salz: Salzen Sie den Eintopf zu Beginn nur
sparsam. Der Salzgehalt konzentriert sich durch das lange Einkochen.
Haben Sie zu großzügig gesalzen, müssen Sie den Eintopf mit Wasser
verlängern, oder eine geschälte, rohe Kartoffel mitkochen, die Sie
nach Ende der Garzeit bitte herausnehmen. Schmecken Sie das Gericht
darum lieber am Schluß noch einmal mit Salz ab. Gewürze, die zu
Eintopfgerichten passen, sind zum Beispiel Pfeffer, Curry, Paprika,
Kümmel und Nelken. Zu den Eintopfrezepten werden die Gewürze in der
Regel sofort nach dem Ansetzen dazugegeben - bei vielen ist das auch
wichtig: Sie müssen eine Zeit mitkochen, damit sich das Aroma
entfalten kann. Auch mit den Gewürzen sollten Sie vorsichtig sein,
weil infolge der geringen Wassermenge nicht viel davon benötigt
wird.
Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano oder Majoran können
mitgekocht werden; Estragon sollte während des Kochvorgangs
zugegeben werden. Ganz zum Schluß oder nur feingehackt über den
Eintopf gestreut werden zum Beispiel Petersilie, Dill, Kerbel oder
Brunnenkresse. Schnittlauch wird niemals mitgekocht, sondern in
feinen Röllchen über das fertige Gericht gestreut. Tip: Binden Sie
einmal verschiedene Kräuter mit Küchengarn zu einem Sträußchen
zusammen, kochen es mit und nehmen es nach dem Garen wieder heraus
das gibt einen herrlichen Kräutergeschmack.
Was Diabetiker beachten sollten
Eintopfgerichte sind oft sehr gehaltvoll. Unsere Eintopfgerichte
passen gut in den Rahmen einer normalen Mischkost mit ca. 2000 bis
2200 Kalorien am Tag, bei der man 500 bis 600 Kalorien für eine
warme Mahlzeit veranschlagen kann.
Für insulinpflichtige Diabetiker gilt: Von den Zutaten, die in den
Eintopf kommen, müssen Sie Kartoffeln, Reis Nudeln, Zuckermais und
frische grüne Erbsen zu 100 Prozent und Hülsenfrüchte (Bohnen,
Erbsen, Linsen) zu 50 Prozent als BE oder KE anrechnen. Alle anderen
Gemüsesorten, die in Eintöpfen verwendet werden, sind bis zu einer
Verzehrmenge von 200 Gramm anrechnungsfrei.
Ballaststoffe sorgen für eine regelmäßige Verdauung und für eine
langanhaltende Sättigung; darüber hinaus verhindern sie ein rasches
Überschießen von Zucker ins Blut. Wegen der positiven Eigenschaften
sollten Sie täglich möglichst viele Ballaststoffe essen (mindestens
30 Gramm).
Wenn Sie in unseren Rezeptteil schauen, werden Sie sehen, daß zum
Beispiel eine Portion unseres Hähncheneintopfes 15 Gramm
Ballaststoffe enthält und damit fast 50 Prozent des täglichen
Ballaststoffbedarfes abdeckt.
Nahrungseiweiß bildet einen unentbehrlichen Baustein für die
Neubildung körpereigenen Eiweißes. In einer gesunden und
vollwertigen Ernährung sollte der Eiweißanteil ausgewogen sein
(Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß).
Besonders wertvoll an Eintopfgerichten ist, daß sich das Eiweiß der
tierischen (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) und pflanzlichen
Eiweißträger (Kartoffeln, Hülsenfrüchte) sinnvoll ergänzt.
Küchentips
Verwenden Sie für Ihren Eintopf einen gut schließenden, schweren,
nicht zu weiten Topf. Er sollte so groß gewählt werden, daß alle
Zutaten gut darin Platz haben. Auch Schnellkochtöpfe eignen sich für
die Herstellung von Eintöpfen. Achten Sie bei der Vorbereitung der
Zutaten, die in den Eintopf kommen, darauf, sie in möglichst gleich
große Stücke zu zerkleinern. So werden sie gleichzeitig gar. Sie
können Eintöpfe auf zwei verschiedene Arten zubereiten: entweder,
indem Sie alles zusammen aufsetzen, wie bei Irish Stew oder
Borschtsch aus unserem Rezeptteil, oder indem Sie das Fleisch
gesondert anbraten und es später mit den übrigen Zutaten mischen.
Durch das Anbraten des Fleisches erhält das Gericht einen
kräftigeren Geschmack. Beispiele für diese Zubereitungsvariante sind
das Chili con Carne und der Hähncheneintopf, deren Rezepte Sie auf
den nächsten Seiten finden.
Zum Anbraten der Eintopfzutaten können Sie zum Beispiel Butter oder
Öl verwenden. Diese enthalten weder Eiweiß noch Wasser und vertragen
darum auch höhere Temperaturen. Zum Anbraten und Andünsten sind
hochwertige Pflanzenöle empfehlenswert, z.B. Distel-, Sonnenblumen-
oder Olivenöl. Flüssigkeit wird bei einem Eintopfgericht zunächst
nur wenig angegossen.
Während der Garzeit wird wenig kochende Flüssigkeit nachgegossen,
seitlich, ohne zu rühren und so lange, bis die gewünschte Konsistenz
erreicht ist. Der Deckel sollte während der Garzeit nicht unnötig
oft abgenommen werden. So bleiben wertvolle Inhaltsstoffe erhalten.
Tip: Statt umzurühren können Sie auch den geschlossenen Topf von der
Platte nehmen und ihn schütteln. So wird der Inhalt neu durchmischt,
ohne daß Nährstoffe mit dem Wasserdampf entweichen können. Da durch
die langen Kochzeiten von Eintöpfen dennoch Vitamine und
Mineralstoffe verlorengehen, empfiehlt es sich, nach dem Garen etwas
frisches Gemüse zuzugeben.
Fett macht fett
"Wenig Fett schmeckt - viel Fett macht fett und ist ungesund": Wir
benötigen ca. 60 bis 70 Gramm Fett und maximal 300 Milligramm
Cholesterin pro Tag. Fette haben zwar keinen direkten Einfluß auf
den Blutzuckerspiegel, das Motto sollten Diabetiker jedoch bei der
Speiseplangestaltung im Hinterkopf haben.
Eintopfgerichte werden durch Zutaten wie Crème fraîche, Sahne,
Butter und durch einen hohen Fleisch- bzw. Fischanteil unter
Umständen sehr fett- und cholesterinreich. Hier gilt es abzuwägen,
wie Sie den Eintopf fettärmer zubereiten können. Sicher macht es in
bezug auf die Fette Sinn, fettärmere und/oder vegetarische
Eintopfgerichte auszuwählen.
Im Hinblick auf die Fette kann z. B. an einem Tag in der Woche ein
etwas gehaltvolleres Gericht auf den Tisch kommen, wenn an den
anderen Wochentagen bewußt fettärmer gegessen wird.
Das Fazit
Eintopfgerichte passen gut in den Rahmen einer modernen
Diabeteskost: Sie liefern dem Körper hochwertige Nährstoffe. Die
Zutatenliste ist vielfältig: Fleisch, Fisch, Gemüse, Kartoffeln,
Nudeln, Hülsenfrüchte oder Reis werden im Eintopf auf die
unterschiedlichste Art kombiniert.
Zur Herstellung von Eintopfgerichten gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder alle Zutaten werden gleichzeitig in einem Topf gegart oder
man brät zunächst das Fleisch an und gart, das angebratene Fleisch
dann zusammen mit den anderen Lebensmitteln. Hat man den Dreh einmal
heraus, ist ohne großen Arbeitsaufwand ein schmackhaftes Gericht für
die ganze Familie zubereitet.
Probieren Sie es aus: Mit unseren Rezepten kommen Sie bestimmt auf
den Geschmack!
Lesetips
"Familienküche - Suppen und Eintöpfe", Iburg,
ISBN: 3-806875707, Falken Verlag, 15 DM
"Eintopf - klein und fein", a cook book, ISBN: 3-7742-5548-2, 10 DM
"Suppen und Eintöpfe", a cook book, ISBN: 3-7742-5003-0, 15 DM
"Suppen und Eintöpfe - die 100 besten Rezepte aus aller Welt",
Teubner, Gräfe und Unzer Verlag, ISBN: 3-7742-35880, 52 DM
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<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: IrisN am 2006-08-24 23:47 ]</font>
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: IrisN am 2006-09-05 20:39 ]</font>
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: IrisN am 2006-09-05 20:48 ]</font>

